Guten Tag.
Ich bin per Handy Wenigtelefonierer und habe Ende April 2015 eine Anfrage via e- mail bzgl. meinem Handy-Spartarif Kd. -Nr. 1050018870, Postpaid-Vertrag vom 22.1.2005, betreffend einer Sim- Karte für mein neues Handy an den Kundenservice von Klarmobil.de, in Folge kurz KM, gestellt, ohne einen konkreten Bestell-Auftrag erteilt zu haben. Darauf hin bekam ich die Ticket- ID 277873758, die Anfrage würde bearbeitet, kann aber einige Zeit in Anspruch nehmen.
2 Tage später kam ich eine Mail von KM, dass die Ersatzkarte? zu einem Preis von einmalig 19,95€
(dieser Preis ist wirklich einmalig! ) unterwegs sei. PIN und PUK bekomme ich per Email. (Steht bis heute noch aus.)
Da ich als langjähriger Bestandskunde, welcher KM auch schon mehrfach weiterempfohlen hat, nicht bereit bin diesen Wucherpreis zu zahlen, habe ich die Anfrage umgehend zurückgenommen, also storniert. Laut Fernabsatzgesetz ist dies innerhalb 14 Tagen möglich.
Und:Weder ist eine Widerrufsbelehrung seitens KM erfolgt, noch hat man mich vorab über die Kosten der Karte informiert. Somit ist auch kein Vertrag zustande gekommen.
Als Antwort kam von KM, dass eine Stornierung nicht möglich sei.
Partielle Zitate:
Hallo Herr Jakobi,
vielen Dank für Ihre Kontaktaufnahme mit unserem Kundenservice.
wir bedauern, dass es zu dem von Ihnen beschriebenen Sachverhalt bezüglich der Kosten der Ersatzkarte gekommen ist.
Sie wünschen die Stornierung der bereits beauftragten Ersatzkarte zu Ihrer klarmobil.de Rufnummer.
Damit die neue Karte unsere Kunden so schnell wie möglich erreicht, unterliegt unser Ersatzkartenversand einem automatisierten Prozess. Daher besteht bedauerlicherweise keine Möglichkeit diesen Prozess zu stoppen und den Ersatzkartenversand zu stornieren.
Um zukünftig die Kosten der Ersatzkarte zu sparen und viele andere Vorteile genießen zu können, bieten wir Ihnen unser VIP- Paket für nur 2,95 Euro/Monat an:
- Kein Risiko für Sie: das VIP-Paket ist monatlich kostenfrei mit einer 14-tägigen Frist kündbar
- Kostenfreie Service-Hotline
- Priorisierung in der Service-Hotline Warteschleife
- Kostenlose Einrichtung von Tarifoptionen
- Kostenloser Tarifwechsel
- Kostenlose Einrichtung der Papierrechnung
- Kostenlose Ersatzkarte
- Kostenlose PIN/PUK Ermittlung
- Übersicht aller VIP-Leistungen unter www.klarmobil.de/vip
Darauf hin schrieb ich an KM, dass ich die Sim- Karte sofort nach Erhalt zurückschicken werde, was ich auch getan habe. Die weitere Korrespondenz wurde von KM mit Standartformulierungen, wie oben ersichtlich, ohne auf den eigentlichen Punkt einzugehen, abgetan.
Auf der folgenden Monatsabrechnung waren, wie ich schon vermutet hatte auch die Kosten der Karte ausgewiesen. Den zu Unrecht eingezogenen Betrag habe ich zurückbuchen lassen und nur die tatsächlichen Verbindungskosten angewiesen. Bei den folgenden Rechnungen Ähnliches.
Es folgten von KM per Post Mahnungen, Rechnungen mit Mahngebühren, Drohungen einer Inkasso-Maßnahme, sowie mit Sperrung der vorhandenen Sim- Karte.
Dann, oh welch eine Überraschung! : per Mail ein Fragebogen worin ich den Kundenservice von KM bewerten sollte und wie zufrieden ich wäre. Dies tat ich umgehend, was die sofortige Sperrung
meiner vorhandenen Sim- Karte zu Folge hatte.
Wenig später ein Schreiben dieser bekannt- dubiosen Anwaltskanzlei: ksp. Rechtsanwälte., Hamburg.
Inhaltlich eine Bevollmächtigung von KM und eine Forderung in Höhe von insgesamt 98,10 €, Hauptforderung 25,85 € inklusive Mahngebühren und Zinsen plus Kosten der Kanzleiinanspruchnahme.
Partieller, sinngemäßer Inhalt: Im Falle der Nichterfüllung der Forderung auf unser Konto ist mit weiteren Konsequenzen zu rechnen und der dringende Rat an unsere Mandantin, gerichtliche Schritte einzuleiten.
Sofern Ihr Name oder Ihre Anschrift nicht mehr aktuell sind, so informieren Sie uns hierüber.
(Meine persönliche Frage: Sollte man den letzten Satz ernst nehmen?). Den Teufel werde ich tun, weder gebe ich meine neue Anschrift her, noch werde ich einen Cent überweisen!
Mein persönliches Fazit:
KM arbeitet mit unseriösen Geschäftspraktiken und die Anwaltskanzlei ksp. Rechtsanwälte ist augenscheinlich ihr Handlanger und Geldeintreiber. KM versucht einem Wenigtelefonierer, bei welchem nicht genug zu verdienen ist, während einer sich bietenden Gelegenheit möglichst tief in die Tasche zu greifen.
Offensichtlich ein Fall für die Bundesnetzagentur und die Staatsanwaltschaft.