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Antwort zu folgender Beschwerde

Ich bestellte am 14.10.2016 über die Wish App (Unternhemen mit Sitz in San Francisco/USA) mehrere Kleidungsstücke und gab an, Zahlungsweise "Rechnung", da ich das Unternehmen noch nicht kannte und daher kein Vertrauen bestand. Im Nachhinein erwies es sich als richtige Entscheidung, denn ich hätte vermutlich mein Geld nie wieder gesehen! Die Bestellung erreichte mich "Portionsweise" (nach und nach trafen die Kleidungsstücke ein), jedoch die Rechnung lag bereits vor (trotz dass die Ware noch nicht vollständig eingetroffen war).

Um eine Mahnung zu vermeiden, setzte ich mich mit Klarna in Verbindung, da ich erst die Zahlung tätige, wenn auch die Lieferung vollständig bei mir angekommen ist. Zu meinem Erschrecken durfte ich feststellen, dass a) die Ware nur aus China stammte und daher diesen typischen chemischen Geruch aussonderte und b) die Angabe der Größen völlig der Phantasie entsprachen (Bsp. ich hatte 5xXXL bestellt, vergleichbar mit 46/48 in Deutschland und bekam zwar laut Etikett 5xXXL, die Garderobe jedoch entsprach der Größe 34/36). Also kontaktierte ich den Kundenservice von Wish und reklamierte die meisten Kleidungsstücke. Erst bekam ich keine Antwort, später nachdem ich den 2. Versuch ansteuerte, erhielt ich die Rückmeldung der Abteilung, zu jedem Produkt das typische "bla, bla" mit dem Hinweis, ich soll bitte ein Bild der Ware einsenden.

Da ich einene Teil der Kleidungsstücke gar nicht erst öffnete (selber Artikel in mehreren Farben), machte ich teilweise Bilder der noch verschlossenen Ware. Und ab hier muss man höllisch aufpassen. Der Kundenservice sendet nämlich weitere Benachrichtigungen (je Artikel eine), welche durch die App nicht gemeldet werden, so dass man dies auch leicht vergessen kann (Frist für Retoure könnte dadurch verstreichen), in dem sie nach weiteren Bildern verlangt, da bei den bereits eingesendeten, angeblich das Produkt nicht erkennbar sei. Ich sendete teilweise neue Bilder und teilweise (je nach Artikel) schrieb ich zurück: "Auf dem Bild ist die Jacke/Bluse/ Bodyshaper deutlich als solches erkennbar und somit als Bild völlig ausreichend.

Ich nehme an, Sie erwarten jetzt nicht von mir, dass ich ein Bild mache, in dem ich versuche, dieses deutlich zu kleine Teil anzuprobieren." Ich erhielt eine Rückmeldung je Artikel für die circa zehn Teile Retoure, hierbei übersah ich, dass die 1 Jacke nicht als Retoure erfasst wurde (später hieß es, ich hätte die Frist verpasst), in denen Wish mir mitteilte, dass die Retouren nun in Bearbeitung wäre, ich bräuchte die Artikeln nicht zurücksenden und sie infomieren umgehend Klarna, so dass die mir eine korrigierte Rechnung zukommen lassen, dies könnte jedoch bis zu 14 Tage dauern. (!).

Jetzt beginnt der 2. Marathon. :-(

Es waren gerade mal 1-2 Tage vergangen, ich hatte mich auf diesen Zeitraum von 14 Tagen eingerichet, in dem ich die korrigerte Rechnung erhalten sollte. Da "flatterte" schon der erste Brief vom Inkassobüro ins Haus.

Ich flog natürlich aus allen Wolken und rief sofort die Fa. Klarna an, der Mitarbeiter teilte mir mit, dass sie keine Kenntnis besaßen über die Retouren / Rückerstattungen und da es inzwischen an COEO Inkasso abgegeben wurde, sie mir nicht mehr weiterhelfen konnten. Also, ich COEO angerufen (Mitarbeiter sind überwiegend sehr unfreundich und unverschämt, beim 1. Mal geriet ich jedoch an eine freundliche Dame), diese sagte mir, dass ich mich nochmal an Wish wenden müsste, um es zu klären und auch eine sogenannte "Fragenummer" anfordern sollte. Ich wieder über die App (inzwischen war der vorherige Schriftverkehr "gelöscht" - nicht mehr unter Benachrichtigungen zu finden), nun mittels Button "Kundenservice" und über die einzelne Bestellungen, je eine Nachricht versendet mit der Info: Habe Post vom Inkasso und die Anforderung dieser Fragenummern. Es kamen wieder die Rückmeldungen mit dem ewigen "bla bla" und die Nummern. Ich wieder bei COEO angerufen. Wollte die Nummern durchgeben, hieß es, es wären die falschen, diese müssten 15-stellig sein und Buchstaben beinhalten. (Ich explodierte beinahe). In der Zwischenzeit erreichten mich natürlich weitere Mahnungen und Inkassobriefe mit noch höheren Kosten, denn wie es hieß, wusste keiner über diese Retouren Bescheid. Die Forderung von COEO beläuft sich nun über einen Beitrag, der um das doppelte den ursprünglichen Rechnungsbetrag übersteigt.

Nachdem ich Wish zum x-Mal anschreiben musste, erhielt ich endlich diese besagten "Fragenummern", als ich bei COEO dann wieder anrief, teilte mir man mit, ich sollte doch lieber eine E-Mail schicken, denn er hätte jetzt keine Zeit oder es wäre zu aufwändig, sich diese nun zu notieren.

Zum Schluss erhielt ich von COEO (erst via E-Mail, dann noch postalisch) eine Forderung, die weder den richtigen Rechnungsbetrag enthielt noch wirklich übersichtlich. Des Weiteren völlig überzogen, was die "Inkassogebühren" betraf. Auch die typischen Drohungen (SCHUFA, gerichtliches Vorgehen, weitere Kosten etc.) durften ja nicht fehlen (diese sind jedoch nach Info vom Verbraucherschutz nicht zulässig - psychischer Druck).

Die meisten würden nun für den "Friedenswillen", aus Angst oder um einfach Ruhe zu haben, den von COEO geforderten Betrag überweisen und fertig. Und genau das ist der Fehler. U. a. weil es dann ein "Schuldeingeständnis" darstellt (eine spätere Abwehr ist dann nicht mehr möglich) und weil lt. Verbraucherschutz diese Kosten / Forderungen in 54% (!) der Fälle unsachgemäß, überzogen, unzulässig und/oder rechtswidrig sind (nicht umsonst kam bei der Überprüfung 2015 von 1100 Inkassounternehmen raus, dass sie einen "Überschuss" / Differenz von über 165.000 Euro zu viel kassiert (abgeknöpft) worden ist).

Ich habe dann bei der damaligen Rechnung von Klarna den Betrag zusammengerechnet von dem, was ich wirklich bestellt hatte und auch tatsächlich behalten habe. Das habe ich direkt an Klarna überwiesen (nicht an COEO! und in einer E-Mail das Inkassobüro (COEO) darüber in Kenntnis gesetzt, mit dem Hinweis, dass ich ansonsten keine weitere Kosten zu begleichen habe und auch nicht werde.

Trotzdem erhielt ich von COEO Inkasso dann einen weiteren Brief mit den noch angeblich "offenen" Forderungen (Datiert am 30.01.2017, bei mir jedoch erst am 09.02.2017 eingegangen und eine Frist zur Zahlung bis zum 11.02.2017 (Na wenn da keine weitere Mahn-, Verzugskosten zzgl. Zinsen beabsichtigt sind?). Ich rief dann später bei COEO an und dem Mitarbeiter (sehr unverschämt und frech, hat dann einfach eine Drohung ausgesprochen und aufgelegt) mitgeteilt, dass ich nach Rücksprache mit meinem Anwalt, lediglich dem Unternehmen Klarna AB den Rechnungsbetrag (abzüglich der Retouren) für die Bestellung schuldig bin und weiter nichts, zumal ich mir definitv und nachweislich nichts zu Schulden habe kommen lassen. Der "Herr" am Telefon sagte dann: "Ja und die noch rund offene 146 Euro an uns. "Da platzte mir der Kragen und ich sagte "NEIN! - Ich habe an Klarna bezahlt und weiteres werde ich nicht bezahlen!" Dann sprach er seine Drohung aus und legte auf.

Ulkig: Beim aller ersten Telefonat mit COEO entnahm ich der Reaktion, dem Verhalten, der Wortwahl und der leichten Verlegenheit der Mitarbeiterin, dass ich wohl nicht der einzige "Fall" bin. Auf meine Nachfrage hieß es: "Nein, Sie sind nicht die Einzige. Wir haben diese Fälle ANDAUERND (!). - Und wann setzt der Gesetzgeber dem ein Ende? Frage ich mich.

FAZIT: Nie wieder Wish, nie wieder Klarna. Nur noch die altbewährte Anbieter: Amazon und eBay.

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