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Antwort zu folgender Beschwerde

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich war Fahrgast der Linie X06 von München nach Zürich, Abfahrtszeit in München um 9:30 Uhr am heutigen 27.07.2017.

(Kennzeichen des Buses M-EU-8063)

Ich möchte Sie davon in Kenntnis setzen, dass der Fahrer während der Fahrt auf der Autobahn bei Regen am Steuer mehrfach wiederholt sein (ich nehme an) privates Handy für Textnachrichten oder Ähnliches nutzte. Diese Ablenkung führte zu Schlangenlinien und dem mehrfachen Überfahren der Begrenzungslinie, was mich überhaupt erst dazu veranlaßte nachzusehen, woher diese unsichere Fahrweise kommt.

Ich konnte durch den Innenspiegel von meinem Platz aus sehr gut erkennen, dass der Fahrer über einen längeren Zeitraum von mehreren Minuten auf seinem Telefon herumtippte.

Als er mich bemerkte, veränderte er die Position des Spiegels.

Daraufhin ging ich zu ihm, um Ihn zurechtzuweisen, was kurz zu Widerworten führte.

Nach kurzem Überlegen legte er das Handy aber dann mit einem „ok“ zur Seite. Kurze Zeit später nahm er das Handy wieder zur Hand.

Ich muss Sie nicht darauf hinweisen, dass momentan durch den schrecklichen Unfall mit dem ausgebrannten Bus eigentlich von allen Seiten einen höhere Sensibilität für solche Themen herrschen sollte.

Sollten Sie Fahrer beschäftigen, denen das Fahren zu langweilig ist, ist es eventuell Zeit über deren Motivation und Qualifikation Gedanken zu machen.

Das Bewusstsein für die Verantwortung von Leib und Leben der Fahrgäste ist bei so einem Verhalten klar nicht vorhanden.

Sollten Sie keine Stellung hierzu nehmen, werde ich den Sachverhalt polizeilich anzeigen.

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Am 28.07.2017 um 11:11 schrieb kontakt@flixbus.de:

Sehr geehrter FlixBus Kunde,

wir sind Ihnen für die Schilderungen zu Ihrer Fahrt sehr dankbar. Leider hat diese den Vorgaben von FlixBus an einem freundlichen und umfangreichen Service nicht entsprochen. Es ist der Anspruch von FlixBus, all seine Passagiere sicher, bequem und zuvorkommend zu befördern.

Dies ist auf Ihrer Fahrt nur eingeschränkt geschehen, dafür möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen. Wir werden Ihre Anmerkungen nutzen, um unseren Service zu verbessern.

Wir hoffen, dass Sie FlixBus wohl gesonnen bleiben und wünschen Ihnen weiterhin gute Fahrt.

Herzliche Grüße

FlixBus-Kundenservice

FlixMobility Experience GmbH – Karl-Liebknecht-Straße 33 – 10178 Berlin– Germany

Board of Directors: S. Tontsch, J. Engert

UStId: DE37/188/22204 /// HRB 171698 B

--------------- Original Message ---------------

From: x-F. x [x@mail.com

Sent: 28.07.2017 11:34

To: service@flixbus.de

Subject: Re: Ihre Anfrage bei FlixBus

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich bin nicht sicher, ob Sie meine E-Mail gelesen haben. Hier geht es nicht um eine Verspätung.

In meiner E-Mail geht es um eine Verfehlung eines Ihrer Angestellten, der ohne Not wegen der privaten Nutzung seines Telefons zum SMS schreiben seine 42 Fahrgäste der Lebensgefahr bei 100 km/h und Regen auf der Autobahn ausgesetzt hat.

Ich möchte von Ihnen wissen, welche Konsequenzen das hat. Wie können Sie glauben, dass eine Standardemail nur annähernd diese Frage beantwortet?

Kann sich Ihre Firma im Gegensatz zu anderen Transportunternehmen so etwas leisten? Haben Sie kein Interesse daran solches Verhalten abzustellen?

Sind Sie sich Ihrer Verantwortung als Arbeitgeber bewußt?

Ich bin fassungslos.

XX

Am 31.07.2017 um 09:40 schrieb service@flixbus.de:

Sehr geehrter Herr x,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Wir bedauern, den von Ihnen geschilderten Sachverhalt und möchten Ihnen gern behilflich sein.

Damit wir Ihr Anliegen so schnell wie möglich klären können, unterstützen Sie uns bitte mit folgenden Informationen:

* Fotos vom besagten Vorfall

Sobald wir Ihre Angaben geprüft haben, melden wir uns bei Ihnen.

Mit freundlichen Grüßen

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Steffi Urbanowitz

FlixBus-Kundenservice

FlixMobility Experience GmbH – Karl-Liebknecht-Straße 33 – 10178 Berlin– Germany

Board of Directors: S. Tontsch, J. Engert

UStId: DE37/188/22204 /// HRB 171698 B

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich verstehe Ihre Forderung nach Beweisen, um Konsequenzen zu ziehen.

Ich kann Ihnen keine Fotos liefern. In einer Situation wie dieser ist es mir nicht in den Sinn gekommen zuerst Beweise zu sammeln.

(Außerdem bin ich sicher, dass Sie das bereits geahnt haben)

An den Fakten ändert das leider nichts.

Dieses Verhalten ist lebensgefährlich. Ihre Reaktion jetzt zeigt mir deutlich wie viel Wert Sie darauf legen Klarheit zu schaffen.

In keinem anständigen Unternehmen darf so ein Verhalten geduldet werden. Diese Anständigkeit scheinen Sie nicht zu besitzen.

Eine angemessene Reaktion wäre mich zu informieren, dass ein klärendes Gespräch mit dem Fahrer gesucht wird, um herauszufinden, was er dazu zu sagen hat. Ich habe überhaupt kein Motiv eine Lügengeschichte in die Welt zu setzen. Ich bin aber auch kein Agent, der Fotos vom Fehlverhalten anderer schießt.

Ich bin lediglich Kunde und möchte sicher von A nach B befördert werden.

Das ist hier nicht geschehen. Ich wiederhole: Autobahn, Regen, Schlangenlinien, SMS tippen am Steuer.

Ihr Fahrer wird, wenn er darauf nicht angesprochen wird, wieder SMS am Steuer schreiben.

Wenn Sie als vorgesetzte Stelle nicht nachhaken, dann bleibt es ihm egal.

Und beim nächsten Mal?

Ich bin sehr enttäuscht von Ihrem Verhalten, trotz der günstigen Preise.

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