Ich hab mich von schönen Versprechen der Hermes Wunschzustellung breitschlagen lassen und diesen Service für die allerneueste Bestellung probiert, mit fatalem Ergebnis. Doch alles der Reihe nach. Bei Hermes Wunschzustellung erhält man einen Code für den Wunschpaketshop. Diesen Code setzt man dann in die Empfängeranschrift und die Sendung wird dann an den Paketshop geliefert - so die Theorie. Nun stellt es sich aber heraus, dass Versender, die mit Hermes arbeiten eine ausdrückliche "nur persönlich aushändigen" Vereinbarung haben. In meinem Fall lief das so ab: Ich bestellte ein Laptop bei Gearbest und gab als Empfänger den Code des Wunschpaketshops an.
Da der Versender mit Hermes zusammenarbeitet, war diese Empfängeranschrift für ihn valide und wurde akzeptiert. Ein Monat später wunderte mich folgende Tracking Info, obwohl die Angaben für Stadt, PLZ, Straße und Hausnummer angegeben waren: "Die angegebene Anschrift konnte nicht gefunden werden." Daraufhin rief ich bei Hermes Support an und bat um Klärung. Es stellte sich heraus, dass GearBest mit Hermes eine Vereinbarung hat, die da besagt, dass die Sengung nur persönlich dem Empfänger ausgehändigt werden darf. Für mich handelt ein Hermes-Paketshop im Auftrag von Hermes. Man weist sich als Empfänger aus und nimmt die Sendung entgegen. Dem ist aber nicht so: der Empfänger bin nicht ich, sondern der Paketshop und somit nicht der rechtmäßige Empfänger.
Die Ware ist demnach nicht zustellbar und wird zurückgeschickt. Man muss also im Voraus wissen, ob der Versender mit Hermes besondere Vereinbarungen getroffen hat, die einer Wunschzustellung im Wege stehen. Der Service ist daher für mich nur eine bunte Seifenblase.