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Antwort zu folgender Beschwerde

Sehr geehrte Damen und Herren,

am 18.01.2010 sollte mein 1&1 Komplettanschluss freigeschaltet werden. Gegen 14.00 Uhr kam ein Techniker, welcher sich sofort an die Arbeit machte. Nach kurzem Überprüfen und Festklemmen von Prüfgeräten fragte er nach der Hausanschlussdose. Da in Ihrem Anschreiben nur vom Zugang zu den Kellerräumen die Rede ist, habe ich mich nicht um den Verbleib und den Zugang zu der Hausanschlussdose gekümmert.

Durch Verfolgung des Telefonkabels ließ sich leicht feststellen, dass die Hausanschlussdose sich im Hof der im Erdgeschoß befindlichen Gaststätte ist. Diese Gaststätte hat jedoch montags Ruhetag und unter der Woche erst ab 15.00 Uhr geöffnet. Der 18. war natürlich ein Montag.

Wenn Ihr Anschreiben sich auf den Zugang zur Hausanschlussdose bezogen hätte, wäre ich durchaus in der Lage gewesen, dieses festzustellen, und den Techniker Termin auf ein geeignetes Datum zu verschieben. Der Techniker bot mir netterweise seine Telefonnummer an, um zum nächst möglichen Zeitpunkt die Schaltung unbürokratisch zu komplettieren.

Am Dienstag hatte ich einen anderweitigen Termin, Mittwoch habe ich mir früher frei genommen, um pünktlich ab 15.00 Uhr zu Verfügung zu stehen. Nach mehreren Stunden sagte er mir auf Nachfragen, dass er zu viele Störungen habe und es nicht mehr schaffen würde. Donnerstag habe ich mit ihm verabredet, dass er sich auf jeden Fall meldet, wenn auch nur um abzusagen, ich hoffte vergeblich. Am Freitag habe ich früher frei und stehe ab 3.00 Uhr parat. Nach nur 1½ Stunden kommt der nette Mann und schließt die Kabel an.

Da im Flur, wo meine Telefondose ist, sich kein Stromanschluss befindet, muss ich noch ein paar Leitungen legen und ein Loch bohren. Nachdem ich alles angeschlossen habe, geht es los. Die Fritzbox meldet kein DSL. Alle Kabel geprüft, die Box resetet nichts geht. Nach mehreren Versuchen und ausgiebigem Studium der Bedienungsanleitung bleibt das Ergebnis immer kein DSL.

Ich rufe den Techniker an und er bietet mir an, am Samstag noch mal in den Straßenverteiler zu schauen, da er so wie so Dienst habe. Er will sich telefonisch melden, da er ja dazu nicht zu mir oder ins Haus müsse. Nachdem ich den ganzen Tag die DSL Kontrollleuchte an der Fritzbox beobachtet habe, frage ich ihn gegen 17.00 Uhr telefonisch, ob noch was passieren würde. Er hat mich vergessen! Auf der Suche nach der besten Lösung empfiehlt er mir, die Hotline anzurufen, da es schneller gehen würde, wenn sie den Fall als Störung bearbeiten.

Da ich nur über ein Handy verfüge, frage ich eine Freundin, die im selben Stadtteil wohnt, ob ich von ihrem Festnetzanschluss telefonieren kann. Jene Freundin, die immer meint, ich solle T-Online nehmen, da alles andere nur Abzocke sei. Nach sieben Minuten durch Sprachmenü rede ich mit einem Servicemitarbeiter, welcher mich weiterleitet zu dem zuständigen Leitungsbearbeiter. Die Dame dort erklärt mir, dass ich ja eine freigeschaltete Leitung habe, und sie müsse mich zurückverbinden, da andere zuständig sind. Auf meinen Kommentar, dass ich ja mittlerweile 20 Min kostenpflichtig telefoniere, verspricht man mir eine Gutschrift von 10 €.

Nach ca. 10 weiteren Minuten stürzt das Funktelefon ab, Akkus alle. Neuer Versuch ohne Funktelefon (was machen die Leute, die so etwas nicht mehr haben), das Sprachmenü fragt, ob ich in gleicher Sache anrufe, ich bestätige und bin wieder in der Warteschleife. Nach unbestimmter Zeit meldet sich eine Dame, welche mir auf meine Erklärungen mitteilt, dass ihr in ihrem Computer der Zugang zu der richtigen Datenbank fehle und sie müsse mich leider zurückverbinden in das Sprachmenü.

Nach mittlerweile gewonnener Routine im Sprachmenü befinde ich mich sehr schnell wieder in der Warteschleife. Nach einer gesamt Zeit von 35 Min breche ich den Vorgang ab. Nach einiger Diskussion mit den lieben Telefonanschlußbesitzern starte ich noch einen Versuch, danach wolle man in Ruhe essen.

Die Sprachsteuerung weiß ja schon, was ich will, und so bin ich sehr schnell wieder in der Warteschleife. Jetzt vergehen 30 Min ohne die geringste Reaktion, höre für heute auf, da ich die netten Telefonbesitzer nicht beim Essen stören möchte. Man bietet mir an, es am Montagmorgen für mich noch mal zu versuchen, den Sachverhalt kenne man ja jetzt. Ich nehme dankend an und gehe nach Hause.

Schon vergessen, wir haben immer noch Samstagabend. Auf dem Weg nach Hause komme ich an meiner Bank vorbei und auf meinem Konto fehlen ca. 55 €. Die Summe kann ich mir nicht erklären, da die einzigen, die für dieses Konto eine Abbuchungsgenehmigung erhalten haben, 1&1 sind. Die dürften meines Ermessenes nur 25 € oder eigentlich überhaupt noch nicht abbuchen, da ja noch keine Verbindung zustande kam. Der Betrag wurde dem Guthaben schon abgezogen, aber noch nicht in den Kontobelegen verzeichnet. Ich beschließe, bis Montag zu warten, vielleicht erklärt sich dann ja alles von alleine.

Montagmittag gehe ich erneut zur Bank und auf dem Kontoauszug ist tatsächlich 1&1, der Übeltäter. Ich kontaktiere die freundliche Telefonanschlussbesitzerin und frage nach den Bemühungen, sie sagt, dass es zu kompliziert sei, das Ergebnis am Telefon zu besprechen, ich möchte doch bitte nach Feierabend vorbei kommen.

Gesagt, getan, ich nehme alle meine Unterlagen und gehe sie besuchen. Sie erzählt mir, dass man ihr mitgeteilt habe, dass man das Problem nur dann bearbeiten könne, wenn ich mit meinem nichtvorhandenen Telefon, an meinem Rechner sitzen müsse, um der Hotline Daten aus der Fritzbox mitzuteilen, welche noch nie einen einzigen Kontakt hatte. Zur Sicherheit habe ich die Leitung von einem befreundeten Elektrotechniker durchmessen lassen und da kommt nicht das kleinste Volt oder Watt.

Auch habe ich über einen fremden Netzzugang mit meinen Account Daten die Info gefunden, dass 1&1 mir das Geld für einen Telefontechniker (ca. 30 €) und die erste Monatsrate (25 €) abgebucht haben. Von dem der Gebühr für den Telefontechniker war bei der Vermittlung nie die Rede und ich bin extra zu einem mir langjährigen bekannten Telefonladen gegangen. Diese habe ich ausdrücklich zu den weiteren Kosten befragt und man versicherte mir, dass außer den Versandkosten von 9.80 € keine weiteren Kosten entstehen. Dieses wurde sogar handschriftlich auf dem Prospekt vermerkt, welchen ich auch noch habe.

Da sich die Hotlinekosten aus dem deutschen Festnetz schon auf fast 30 € belaufen, ergibt sich bis jetzt ein gesamt Betrag von ca. 94.80 €, ohne dass ein einziges Bit oder Byte übertragen wurden. Ich werde ab jetzt auf keinen Fall irgendwelche kostenpflichtigen Hotline anrufen.

Auch möchte ich dem Zusammenhang mal anmerken, dass ich am Herz operiert wurde und mich nicht aufregen darf. Da ich seitdem in meinem ausgeübten Beruf nicht mehr arbeiten darf, beträgt mein zu Verfügung stehendes Einkommen weniger wie Harz 4.

Ich versuche es noch mal mit dem freundlichen Telefontechniker und rufe ihn an. Er sagt, dass er es nicht verstehe, aber er will sich noch mal drum kümmern, natürlich erst morgen.

Am nächsten Tag komme ich so gegen 17.00 Uhr nach Hause und kontrolliere erst mal die Leitung, wieder nichts, 1 ½ Stunden später rufe ich ihn mal an, um zu hören, ob noch was passiert, und er teilt mir mit, dass er heute nicht in der Gegend gewesen sei, er könne das morgens nicht selber entscheiden. Er sagt aber, dass er es am nächsten Tag noch mal versuchen wolle. Ich teile ihm mit, dass ich am Mittwoch nicht könne und am Donnerstag mein 50. Geburtstag sei, an dem ich entsprechend anderes zu tun habe. Er sagt, das wäre kein Problem, da er nicht mehr in die Wohnung oder das Haus muss.

Mittwoch zwischen Arbeit und Probe (es ist wirklich, war ich Trommle afrikanisch) noch keine Leitung, nach der Probe auch nicht. Donnerstag ruft er mich an, morgens auf der Arbeit und sagt, dass er auf eine Leitung warte, die er heute bekommen müsse, dann wird er mich noch mal anrufen und er gratuliert mir zum Geburtstag. Das macht doch Hoffnung. Donnerstagabend kein Anruf und keine Leitung. Freitag, mittlerweile sind elf Tage vergangen, bis jetzt ist nicht das Geringste passiert und ich beschließe erst mal wieder meine Prepaid Mobilkarte aufzuladen. Auf noch ein Wochenende ohne sozialen Anschluss habe ich keine Lust. Auf überflüssige Telefonanrufe auch nicht.

Mittlerweile sind weitere 14 Tage vergangen und alle versuchte Kontakte mit 1&1 aufzunehmen werden beharrlich verweigert. Ich habe eine Version dieses Schreibens an alle E-Mail Adressen von 1&1 geschickt. Auch habe ich einen Vordruck von der Verbraucherzentrale per Fax mit Kopie dieses Schreibens an 1&1 gefaxt und nicht die geringste Reaktion erhalten.

Bemerkenswert ist die Tatsache, dass auf die Mail an Marcel Davis eine automatischen Beantwortung mit Bitte um 3 bis 4 Tage Geduld gab. Genau am vierten Tag fand ich Werbung für genau diese E-Mail Adresse im Briefkasten. Das war aber auch die einzige Reaktion bis jetzt.

Montag morgens um 10.30 erhielt ich einen Werbeanruf von 1und1 mit dem Aufmacher, dass ich ja seit einem Monat nutzer von 1und1 sei, der Anrufer war so schnell freiwillig aus der Leitung, dass er es so gerade noch schaffte, mir zu versichern, dass er mir nicht helfen könne. Sind unaufgeforderte Werbeanrufe nicht auch verboten?

Wie die Geschichte weitergeht, weiß ich noch nicht, aber ich habe bis jetzt viele Nachrichtenredaktionen und Verlage angemailt. Vielleicht kuschen die ja um die Werbeeinnahmen aus der unlauteren Werbung nicht zu verlieren.

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