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Antwort zu folgender Beschwerde

Ich war heute im Bus in Berlin unterwegs, genauer im 186, der eigentlich um 18:55 kommen sollte (bin von Walter-Schreiber-Platz bis Woltmannweg gefahren). Das erste: Der Bus kam drei Minuten zu spät. Drei Minuten sind nicht so viel?

Oftmals verpasse ich wegen dieser 'kleinen' Verspätungen die S-Bahn oder den Bus, den ich im Anschluss nehmen sollte, und komme zu spät. Natürlich interessiert das die Busfahrer nicht. (Dieser hat sich auch dazu geäußert, indem er meinte: "Es hat Sie nicht zu interessieren, dass ich zu spät komme". Ach, nein? Wen dann? Ich muss dann weitere 20 Minuten auf die S-Bahn warten, nicht er.)

Aber was mich dazu gebracht hat, dass ich das hier jetzt schreibe, war folgendes:

Ich bin mit meinem Freund gefahren, der Busfahrer wollte unsere Montaskarten genau sehen. (Was er bei anderen auch nicht wollte, und viele an der Station Rathaus Steglitz hinten eingesteigen sind. Und ich kann wetten, dass min. zehn Leute keinen gültigen Fahrausweis hatten).

Ich hatte einen gültigen Fahrschein, mein Freund nicht. Also habe ich ihm ein Ticket gekauft. Der Busfahrer hat ihm alle alten Tickets (auch die von den Monaten davor wie Januar usw.) rausgenommen. Ich wollte die wieder haben, schließlich haben alle anderen Leute auch die alten Monatskarten im Portmonaie. Diese wollte er mir nicht geben, also habe ich ihn ganz normal gefragt, ob er mir diese geben kann.

Da fing es schon an: ich wurde als dumm bezeichnet und dass ich meinem Freund angeblich beim Betrügen helfe, obwohl es ja nicht einmal meinte Monatskarten waren. Das hat den Busfahrer allerdings wenig interessiert. Es ging weiter über Sachen, die er mir an den Kopf geworfen hat, die ich nicht mehr genau wiedergeben kann.

Aber in etwas ging es darum, dass ich eh nichts werde (dass er wenigstens Busfahrer geworden ist, ich es aber zu nichts bringe), dabei besuche ich ein Gymnasium (bin 17 Jahre alt), an dem wir auch vorbei gefahren sind.

Dann habe ich mich irgendwann wieder hingesetzt und er rief mich nach vorne, dass ich mir die Tickets abholen soll. Okay, dachte ich mir, aber nichts da, er hatte sie zerissen! Dazu hat er, meiner Meinung nach, nicht das Recht, denn es waren ja schließlich die von meinem Freund und sie waren defentiv nicht das Eigentum des Busfahrers.

Ich setzte mich wieder und dachte über das Verhalten des Busfahrers nach. Da hat es mir langsam gereicht. Ich ging nach vorne und meinte, wieder höflich, ob ich seinen Namen wissen könnte. Er meinte: "Nein, der geht Sie nichts an."

Dann fragte ich, wie ich mich dann bei der BVG beschweren soll, wenn ich keinen Namen weiß. Dazu sagte er wie immer, dass es ihn nicht interessiere. Was danach folgte war, dass er meinte: "Lesen Sie sich bitte das Schild durch", er zeigte auf eins. Ich las es, darauf stand, dass man nur Auskunft beim Halt bekomme. Dann sagte der Busfahrer zu mir: "Haben Sie also nie lesen gelernt? Sie machen sich wirklich dümmer, als sie aussehen." Und ich empfinde so etwas als respektlos.

Erstens habe ich lesen gelernt, und zweitens, wenn er meins Zeugnis sehen würde, wüsste er, dass ich nicht dumm bin. Das habe ich ihm auch angeboten, allerdings sagte er dazu nichts. Seinen Namen wollte er mir bis zum Schluss nicht sagen, allerdings fing er dann, auf erniedrigende Weise an mich nachzumachen, und verhöhnte mich durch Nachahmungen auf kindische Weise. Was noch dazu kommt war, dass wir, als er mir dieses Schild gezeigt hat, gestanden haben und ich habe ab da praktisch nur noch geredet, wenn wir gehalten hatten.

Boothstraße sollten dann drei Mädchen dazu steigen. Der Busfahrer war bei den dreien genauso wie bei mir und meinem Freund. Die eine der drei meinte dann: "Oh, ne, der Busfahrer, mit dem fahr ich nicht. Dieser ist so unhöflich". Also war es nicht das erste Mal, dass der Busfahrer sich so benommen hat. Diese Mädchen sind dann auch ausgestiegen und durften 20 Minuten auf den nächsten Bus warten, schließlich ist heute Sonntag.

Als ich dann ausgestiegen bin, blieb mir ja nichts anderes übrig, als dass ich mir das Kennzeichen des Busses aufschreiben musste. Habe ich getan. Leider ist heute Sonntag und ich kann keine Auskunft darüber erhalten, wie denn dieser Busfahrer hieß. Denn ich denke darüber nach, diesen Busfahrer anzuzeigen. Er hat nicht das Recht, mich so zu behandeln, besonders weil ich respektvoll geblieben bin.

Außerdem haben Busfahrer nicht das Recht, sich Leute, die ihnen nicht gefallen, auszusuchen und deren Tickets genauer zu kontrollieren, von anderen aber gar nicht oder nur flüchtlig. Jeder Mensch sollte ja schließlich nicht nur mit Respekt, sondern auch gleich behandelt werden.

Ich, und ich denke auch viele andere Menschen, fahren nicht gerne mit Busfahrern, die am liebsten nur nach Hause wollen, ihre schlechte Laune an Fahrgästen auslassen und vor allem sollten sie höflich sein. Genauso wie z.B. in Supermärkten oder anderen Läden.

Da darf ich doch genauso wenig, wenn mir ein Kunde nicht gefällt, ihn beleidigen, hat dieser Busfahrer aber getan. Und s owas möchte ich nicht, ich finde es praktisch unverantwortlich, solche Leute Bus fahren zu lassen, und deshalb fordere ich eine Entlassung des Busfahrers (darüber würde ich dann sehr gerne auch informiert werden). Wenn dies allerdings nicht passiert, darf dieser Busfahrer mit einer Anzeige rechnen, Zeugen gibt es ja genügend.

Außerdem würde ich gerne den Namen des Busfahrers erfahren, wenn nicht von Ihnen, dann rufe ich am Dienstag (am Montag ist Feiertag) bei der BVG an. Denn ich finde, dass dieses Verhalten Konsequenzen haben sollte! Schließlich soll das Busfahren angenehm sein. War es für mich und die meisten anderen Fahrgäste sicherlich nicht.

Mit freundlichen Grüßen!

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