Im Mai 2008 erhielt ich von Vodafone eine Nachricht, in meinem Neubaugebiet sei nun DSL ohne Telekomanschluss verfügbar. Also unterzeichnete ich am 09.06. einen Vertrag, den DHL ins Haus brachte. Leider nicht an dem Tag, den Vodafone zugesichert hatte, so dass ein halber Urlaubstag sinnlos verbraucht war.
Ebenfalls am 09.06. kam ein Schreiben, in dem ein Satz stand, den ich heute nur noch als Hohn empfinden kann: "Damit telefonieren und surfen Sie bald schon ganz unbeschwert". Nun, so kam es nicht.
Einige Tage später erhilet ich ein DSL-Modem sowie einen Sorf-Sofort Stick, den ich nie benutzte. Kurz darauf eine Rechnung über 59,90 €. Diese wurde bald wieder zurückgenommen und durch eine Rechnung über 19,95 € ersetzt. Dann konnte Vodafone meinen Vertrag nicht mehr finden, den ich auf Bitten "Herrn K." zumailte, der sich melden werde.
Dies erfolgte nicht, so dass ich bei Vodafone anrief. Dort erklärte mir eine Mitarbeiterin, Herr K. sei nicht mehr im Haus, bestätigte aber, der gefaxte Vertrag liege auf seinem Schreibtisch. Am nächsten Tag rief ein Herr an und fragte nach, wann ich denn endlich den Vertrag faxen würde. Letztlich wurde mir geraten, im Shop einen neuen Vertrag zu schließen, der alte werde dann gekündigt. Gesagt getan.
Nur bekam ich anschließend eine Mahnung bezüglich des angeblich gekündigten Vertrags. Mehrere Telefonate brachten schließlich das Ergebnis, ich solle das Modem zurücksenden, dann könne der Fall abgeschlossen werden.
Im Juli 2009 sendete ich das Modem zurück. Zwei Wochen später landete es wieder bei mir mit dem Hinweis, eine Rückgabe sei nicht möglich, da ein laufender Vertrag bestehe. Also wieder zum Vodafone Shop. Irgendwann wurde der Vertrag dann zurückgenommen.
Nachdem bis Februar 2010 außer einer Vielzahl von Telefonaten nichts geschehen war, stornierte ich am 13.02. meine Aufträge. Am 11.03. bestätigte Vodafone die Stornierung. Ein weiteres Schreiben vom selben Tag erklärte, die Voraussetzungen für einen DSL-Anschluss seien in meinem Wohngebiet nicht gegeben, man habe aber ein "attraktives Angebot geschnürt, wozu wir separat auf Sie zukommen. Seien Sie gespannt". Gespannt war ich in jeder Hinsicht.
Das war dann ein Angebot "DSL-Regional", worüber auch ein Vertrag geschlossen wurde. Am 16.03. kam der nächste Brief, man könne nichts für mich tun. Am 23.03. das nächste Schreiben des Bedauerns, aber ich könne meinen UMTS-Stick nutzen, woran ich nicht interessiert war. Auf Rat des Verkäufers im Vodafone Laden teilte ich Vodafone mit Schreiben vom 18.04. mit, welches vom Verkäufer an die zuständige Stelle gefaxt wurde, dass ich das Surf-Sofort Paket nicht wünsche, nie gewünscht habe und nicht nutze.
Nachdem ich dennoch Rechnungen erhielt, beschwerte ich mich bei Vodafone. Im August entließ mich Vodafone aus "Kulanzgründen" aus dem Vertrag. Eigentlich sei die Kündigung zu spät erfolgt und das Modem erst im August zurückgesendet worden. Dies ist beides falsch (s. Schreiben vom 18.04., das Modem habe ich nie wieder zurückgeschickt). Seitdem werde ich mit Rechnungen bombardiert, die ich trotz dauernder Reklamation nicht stoppen kann.
Diese Darstellung ist eine lückenhafte Zusammenfassung der Odyssee der letzten 15 Monate. Wie konnte ich anfangs davon ausgehen, dass sich hier eine Tragikomödie entwickeln würde, die bis ins letzte Detail hätte festgehalten werden sollen?
Ich hoffe, dass diese Beschwerde auf einen Mitarbeiter trifft, der über genügend geistige Kapazität verfügt, den Vorgang endlich ins Reine zu bringen. Denn irgendwie drängt sich schon der Verdacht auf, der Maßstab der Requirierung von Mitarbeitern sei entweder das überschreiten einer Schwelle durchschnittlichen Sadismus oder das Unterschreiten einer Schwelle durchschnittlicher Intelligenz.