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Antwort zu folgender Beschwerde

Heute bekam ich vom Hauptzollamt Karlsruhe eine "Benachrichtigung über den Eingang einer Sendung mit Drittlandsware". Ich hatte mir Schuhe in den USA im Gesamtwert von 97,87 € bestellt. Ich sollte die Rechnung in zweifacher Ausführung mitbringen (gebraucht wurde aber nur eine).

Im Hauptzollamt saß ein Kunde auf einem Wartestuhl, ein Sachbearbeiter war mit seinem Rechner beschäftigt, eine Sachbearbeiterin war mit Telefonieren und dann am Rechner beschäftigt, kam dann nach etwa 15 Minuten. "Das Paket bitte öffnen". Ich öffne (es sind - wie nicht anders erwartet - Schuhe drin - Einführumsatzsteuer fällig, ja klar), gebe meine Adresse auf einem Formular an und unterschreibe dieses.

Frau B. geht zu ihrem Rechner und "bearbeitet" den Vorgang an dem Rechner etwa 15 Minuten (ist mir völlig schleierhaft, warum man für so ´ne einfache Sachlage ´ne Magisterarbeit schreiben muß). Dann erhalte ich vier DINA4 Ausdrucke, mit denen ich zur Kasse soll. Also zur Kasse.

Dort wird penibelst ein Schmuckstück an Quittung mit zwei Stempeln über 18,60 € ausgestellt (diesmal DinA5). Damit soll ich wieder zu Frau B. Die ist aber inzwischen leider verschwunden. Und ohne die Freigabe von Frau B. auf ihrem Rechner darf ich das vor mir liegende Schuhpaket nicht mitnehmen.

Ein Sachbearbeiter meint dann offensichtlich allen Ernstes: "Dann senden wir es Ihnen eben zu". Ich werde langsam sauer. Aber inzwischen taucht Frau B. wieder auf, geht zum Rechner, gibt mir noch ein DinA4-Blatt "Information über die Überlassung von Positionen" und ich kann endlich nach über einer halben Stunde mit meinem Schuhpaket das Hauptzollamt verlassen.

Armes Deutschland

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