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Antwort zu folgender Beschwerde

Überlegt es Euch gut, ob Ihr bei Kago etwas kaufen wollt, bzw. ob ihr Kago einen Auftrag erteilen möchtet.

Ich habe mir ein altes Haus (Rathaus) gekauft. Da ich die wohlige Wärme eines Kachelofens fühlen möchte und der Schornstein stillgelegt war (1983), habe ich den Schornsteinfeger gefragt, was ich da machen muss. Er meinte, der Schornstein sei zu alt und der Brandschutz sei nicht mehr gewährleistet, wenn ich den Schornstein in Betrieb nehmen möchte. Also er würde ihn so nicht abnehmen.

Dann bin ich zu (so dachte ich) Profis gegangen - nämlich zu Kago, europaweit bekannt. Ich dachte, dass eine große Firma durch mehr Aufträge bessere und mehr Erfahrung hat.

Ich bin also in einen Ausstellungsraum und habe mich beraten lassen. Selbstverständlich wurde sofort ein Besichtigungstermin vereinbart und mir vor Ort eine Sanierung mit Edelstahlrohr vorgeschlagen. Ich habe mehrmals nachgefragt, ob wir denn den Schornsteinfeger nicht fragen sollten, ob unser Vorhaben in Ordnung ist. Der Kago-Vertreter meinte nur, dass der Schornsteinfeger gar kein Mitspracherecht habe, da Kago der Hersteller und der Einbauer ist und den Schornstein selbst abnehmen dürfte. Auch würde Kago dann dafür gerade stehen.

Schon beim ersten Besichtigungstermin wurde mir ein Rabatt von 10% zugesichert. "Da Sie auf Empfehlung gekommen sind [was gar nicht stimmte], Sie uns bitte weiterempfehlen und weil Kago an einem solchen Prestigeobjekt sehr interessiert ist." Immer wieder wurde mir gesagt, dass der Schornsteinfeger die Unterlagen zugeschickt bekommt für seine Akten und kein Mitspracherecht hat (weil Kago ja selbst abnimmt und dafür gerade steht). Ich habe dann die Kontaktdaten vom Schornsteinfeger gegeben und gesagt, dass er ihn doch bitte informieren möge, was genau Kago plant. Damit sich der Schornsteinfeger nicht hintergangen fühlt.

Beim nächsten Besuch in dem Ausstellungsraum wurde mir das Angebot und gleich der Vertrag mit 10% Rabatt vorgelegt. Und wenn ich nicht Ratenzahlung wähle, erhalte ich 15% Rabatt. Und wieder habe ich nachgefragt "Schornsteinfeger?" - gleiche Antwort "Wozu?"! Dann noch ein paar weitere Fragen und Antworten "Sie sagen wo Sie die Anschlüsse haben möchten, dann sehen wir sie dort vor". [Dass bei Edelstahl höchstens 2 Anschlüsse möglich sind, wurde mir verschwiegen - ich brauche aber definitiv 4 Stück.]
Da der Betrag innerhalb meiner Vorstellung lag, hatte ich jedenfalls den Vertrag unterschrieben (EIN GROßER FEHLER!). Ich bestand aber auf Erwähnung der Sache mit dem Schornsteinfeger - dass sich also Kago um alles kümmert -mein Glück.

"Ohne dass Sie anzahlen, machen wir aber nicht weiter." Ich muss "pünktlich bezahlen und habe nichts mehr mit der Sache zu tun? Am Ende steht ein fertiger Schornstein da?" - "Selbstverständlich. Und der wird wieder wie neu!."

Juhuu, ich glücklich nach Hause. Nach einer Woche zweiter Besichtigungstermin mit Vermessung usw.. Dann, zwei Tage später eine Mail "Ich habe mit dem Schornsteinfeger gesprochen. Er wird den Schornstein auch nach der Sanierung nicht abnehmen. Und wenn er den Schornstein nicht abnimmt, haben wie keine Chance. Ich habe auch mit unserem Techniker gesprochen, wir können nichts dagegen machen." AHA!? Hat der Schornsteinfeger doch ein Mitspracherecht? "Ja selbstverständlich! Wie soll es auch anders sein? Der Schornsteinfeger macht die Abnahme - wer sonst!?" Ich war baff.

Nach Unterschrift hat Kago seine Einstellung komplett geändert! Dann stand ich da, der eine sagt "es geht", der andere sagt "der Schornstein fällt fast in sich zusammen - den kann ich nicht abnehmen". Ich also wieder in den Ausstellungsraum: "Was ist denn los? Können Sie den Vertrag nicht erfüllen?" - "Steht nicht fest. Wir möchten es vom Schornsteinfeger schriftlich haben, dass der Schornstein nicht geeignet ist für eine Sanierung." Und hammermäßig fand ich die Aussage (nachdem ich gesagt habe dass der Schornsteinfeger meint, der Schornstein ist zu marode): "Ja das habe ich auch gesehen." Und wieso wurde mir eine Sanierung vorgeschlagen? "Weil es mir damals noch nicht aufgefallen ist." Also habe ich es vom Schornsteinfeger schriftlich besorgt. Und mir wurde von Kago gesagt, in dem Fall "ja Sie dann bekommen Sie Ihr Geld zurück".

Nach langem hin und her wurde mir von Kago schriftlich mitgeteilt: "Wegen der Klausel mit der Abnahme im Vertrag stornieren wir den Vertrag." Das war vor zwei Wochen, und erst nachdem ich es verlangt habe und, dass auf Grund von Nichteinhaltung des Vertrages, dieser ungültig ist.

Das war an einem Montag. Die Frist für eine Überweisung lief dann noch bis zum Mittwoch. Am Freitag noch kein Geld drauf. Am Freitag angerufen. "Die arbeiten Freitag Nachmittag nicht mehr in der Buchhaltung." Ok, da dachte ich mir am Montag wird das Geld schon kommen. Leider war dem nicht so. Also Dienstag nochmals angerufen. "Das Geld ist am Donnerstag überwiesen worden. Bei einem so großen Unternehmen geht das einfach eine Weile, bis das durch sämtliche Abteilungen gelaufen ist." "Und heute ist Dienstag, wieso ist es noch nicht da?" "Warten Sie einfach noch einen Tag ab, es wurde am 29. definitiv überwiesen." Ok, Mittwoch nochmals angerufen, diesmal die Buchhaltung direkt: "Das Geld wurde gestern [Dienstag] überwiesen. Wieso mit einem Stempel der 29. vermerkt wurde, weiß ich nicht. Aber ich habe es erst nach 15 Uhr überwiesen, kann also noch einen Tag dauern." Also spätestens am Donnerstag auf dem Konto...

Heute ist Donnerstag, und das Geld immer noch nicht da. Sämtliche Abteilungen habe ich durchtelefoniert. Alle: "Wir rufen Sie zurück" - nix war. Immer musste ICH anrufen. Einmal heißt es: "Das Geld ist raus, das Kundenkonto ist ausgeglichen", eine andere Abteilung sagt :"Es wurde gestern [Mittwoch] an die Bank geschickt, aber noch nicht abgebucht." Wieder eine andere Abteilung sagt: "Am 29. ist es raus - was soll ich noch machen? Ihnen das Geld persönlich vorbeibringen?" Dann wieder eine andere Person, die sagt: "Am Montag wurde es überwiesen." Und unfreundlich sind sie alle - sowas habe ich noch nicht erlebt.

Leider habe ich mich im Internet zu spät über Kago informiert. Das scheint jedenfalls die normale Masche zu sein. Erst fett Prozente versprechen, sofort unterschreiben lassen und dann nix mehr machen. Ich fühle mich total ver***. Und ich möchte Euch warnen, das selbe zu durchleben. Überlegt es Euch gut! Ich habe bisher noch keine einzige gute Erfahrung gemacht.

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