Folgendes ist mir passiert: im Dezember jedes Jahres erfolgt die Jahresendverbrauchsabrechnung für Strom in unserem Haushalt. Da mein Haus leer steht und ich nicht immerzu vorbeigehen möchte, um nach Post zu sehen, hängt ein großer eingeschweißter Zettel vor dem Briefschlitz, wo die Post anstelle dessen abzugeben sei.
Was sonst von allen "Postlieferanten" usw. akzeptiert wurde, ging diesmal für die Stromablesung schief - der Zettel mit dem entsprechenden Termin wurde einfach in den Türschlitz gesteckt und das hatte natürlich zur Folge, dass ich erst verspätet ablesen konnte.
Nun, davon geht die Welt nicht unter - dachte ich und brachte den Zählerstand persönlich zum Netzbetreiber. Wie erstaunt schaute ich aber ein paar Tage später, als ich eine Rechnung zu einem geschätzten Zählerstand bekam.
Na ja, das ist ja auch schief gelaufen - hat sich wohl überschnitten, so dachte ich und nahm den Telefonhörer in die Hand. Eine nette Dame von Eprimo hörte sich alles an, nahm den Zählerstand auf, kündigte mir eine Rechnungskorrektur an und versicherte mir, dass bis zur Korrektur des Zählerstandes keine Nachzahlungsbeträge eingezogen werden.
Glücklich über die schnelle Hilfe konnte ich nun den Jahreswechsel verbringen. Doch Anfang Februar war ich plötzlich nicht in der Lage, Geld von meinem Konto abzuholen - eprimo hat trotzdem den Betrag von etwas über 800,00 Euro eingezogen. Klar, dass ich sofort wieder am Telefon (07.02.2011) saß - wieder eine nette Dame am Telefon, irgendeine Aussage von: "Der Netzbetreiber hätte sich noch nicht gemeldet und wir regeln das", vielleicht ein harmloser Fehler. usw.
Daraufhin bekam ich Post von eprimo - ausgestellt am 10.02.2011 - also drei Tage später, dass die Abbuchung auf Grund von Widerspruch nicht eingelöst wurde. und ich den Betrag mit einem Aufschlag von 9 Euro sofort zu überweisen habe.
Gleich am 14.02.2011 stellte eprimo ein Mahnschreiben auf, was ich bis zum 22.02.2011 zu begleichen hätte - diesmal sind es allerdings nur noch 5 Euro Mahngebühren. Bis hier dachte ich immer noch an ein Versehen, schrieb eine E-Mail an eprimo, weil ich glaubte, dass sich hier sicherlich kompetentere Mitarbeiter finden werden und bekam wieder Post von eprimo (ausgestellt auf das gleiche Datum, wie ich meine E-Mail versendet habe) mit der Androhung auf Abschaltung der Energielieferung und dementsprechend zusätzliche Kosten, wenn ich nicht meinen offen stehenden Betrag inklusive (nicht erläuterter) weiterer Kosten - immerhin jetzt 95,00 Euro bis zum 07.03.2011 begleiche.
Ich denke, ich werde nicht mehr. Vermute, dass die e-Mail auch nicht gelesen wurde bzw. es jetzt darum geht, so zu tun als ob, und setze am 04.03.2011 ein Fax an eprimo auf, wo ich die e-Mail eben einfach nochmals abschickte. Jetzt habe ich wenigstens nachweisbar Text und Sendezeit und Empfangsbestätigung in der Hand.
Doch wie ungläubig sehe ich auf das Schreiben vom 10.03.2011 von eprimo, wo mir wiederum eine Frist bis zum 18.03.2011 eingeräumt wird - diesmal belaufen sich die "zusätzlichen Kosten" auf genau 100 Euro!
Da die Post von eprimo nun meist erst Freitags eintrudelt, konnte ich mich erst heute (14.03.2011) an meinen Netzbetreiber wenden, um mal nachzufragen, wer hier eigentlich die Zählerstände kontrolliert. Immerhin bestand ja auch die Möglichkeit, dass der Netzbetreiber etwas übersehen hat.
Tja, da höre und staune! Der Netzbetreiber hat schon am 19.01.2011 den korrigierten Zählerstand übermittelt. Und tut es nun nochmals, mir zuliebe. Nun wollte ich wieder zum Telefon greifen um eprimo schnellstens davon in Kenntnis zu setzen. Zuerst kam eine Ansage, dass diese Leitung zur Zeit nicht aktiv ist. Dann endlich eine Bandansage, welche mich schlussendlich darum bat, dass ich bitte auf die Mailbox zwecks Rückruf sprechen solle - und einige Augenblicke später die Bandansage, dass die Mailbox voll wäre (Speicherplatz ist belegt) und ich entweder eine andere Nummer wählen könne oder den Anruf beenden.
Jetzt ernst mal! Das Ding hier ist meiner Ansicht nach Bauernfang. Ich werde nochmal ein Fax fertig machen und abwarten, was passiert.