Hiermit seien alle Verbraucher gewarnt, die zu TelDaFax wechseln wollen: Wir wechselten im Jahre 2007 zu diesem Anbieter. Nun kam plötzlich im Februar 2011 ein Angebot für eine Preisgarantie und einem kW-Preis von 20,25 Cent/kWh. Und das, obwohl ich doch eine Preisgarantie hatte von 15 Cent/kWh im Kalenderjahr 2011.
Tagelang versuchte ich daher die Hotline zu erreichen. Unter der Rufnummer passiert immer dasselbe: Entweder man bekommt direkt die Mitteilung, dass die Warteschleifen überlastet sind (was im Prinzip o. k. und fair ist). Leider passiert dies zu allen möglichen Zeiten, ob am Wochenende oder um 22:00 Uhr, wenn vermeintlich niemand mehr dort anruft. Den Tipp, zu diesen Zeiten anzurufen, bekam ich übrigens von der Neukunden-Hotline, die interessanterweise sofort erreichbar ist, für mein Problem aber selbstverständlich nicht kompetent ist (ein Schelm, wer dabei vermutet, es geht Teldafax v. a. um Kundenfang, weniger aber um guten Kundenservice).
Oder man bekommt alternativ erst einen ellenlangen Text der Selbstbeweihräucherung von Teldafax vorgespielt, um dann die "1" für "Fragen zu der Rechnung" zu wählen, sich danach etwa sechs Minuten den Text anzuhören, "please hold the line" und dann zu erfahren, dass nun doch kein Mitarbeiter den Anruf entgegennehmen kann. Diese zweite Variante ist gelinde gesagt eine riesige Unverschämtheit.
Meine Zeit ist leider zu kostbar, um sie mit so einem Schwachsinn zu verplempern. Auf eine e-Mail an eine Frau F. (Leiterin der Öffentlichkeitsarbeit) erhielt ich relativ rasch eine Antwort, nicht aber vom Kundenservice. Frau F. sagte mir zu, ein spezielles Team auf mein Problem anzusetzen, denn ich hatte nicht nur eine Frage zu diesem Angebot, sondern auch noch ein Guthaben auf meiner Abrechnung. Diese Versicherung erneuerte Frau F. vor zwei Wochen, allerdings ohne jegliche Reaktion aus der Firma bisher.
Als ich nach endlosen Versuchen doch tatsächlich einmal zum telefonischen Kundenservice durchdrang, hatte die Dame weder Infos ("Schreiben noch nicht eingescannt") zu dem Preisgarantieangebot, noch konnte sie mir genau erklären, wieso der Preis ab 01.04.2011 20,25 Cent beträgt (sie "vermutete", dass es sich bei dem Preis um den Jahresmehrverbrauch, was aber aus dem Schreiben nicht hervorging). Weiterhin zeigte sie sich überrascht, dass ich ein Guthaben habe ("oh, da ist wohl ein Fehler passiert, ich werde den Betrag anweisen"). Allerdings ist das trotz dieses Telefonats noch der großmundigen Ankündigung von Frau F. bis heute (28.05.2011) nicht geschehen.
Nun gipfelt die TelDaFax-Geschichte mit einem Schreiben unserer örtlichen Stadtwerke Neustadt, die mir mitteilen, dass ich ab 16.05.2011 zwangsmäßig dorthin wechseln muss, da TelDaFax seine Durchleitungsgebühren nicht begleicht. Im Internet findet man noch weitere Informationen auch aus anderen Regionen. Also machte ich von meinem Sonderkündigungsrecht Gebrauch und kündigte zum 16.05.2011 meinen Vertrag, forderte sowohl die Einstandsgebühr (200, EUR) als auch den negativen Zahlbetrag von 196,15 zurück. Ich teilte meinen Zählerstand mit, um eine Endabrechnung zu erhalten, aus der nochmal ca. 300-400 EUR für mich fällig sein dürften UND entzog der Firma meine Einzugsermächtigung.
Man errät es schon: auf diese Kündigung ist bislang natürlich auch wieder nichts passiert. Ich werde natürlich nicht locker lassen und nun den üblichen Weg gehen wie Einschreiben, Mahnbescheid und Klage (glücklicherweise ist mein Schwager Anwalt). Im Internet findet man allerdings Berichte, dass die Firma wohl auch auf massives Einschreiten nicht reagiert.
Wenn man im Internet recherchiert, finden sich noch viele weitere Fälle dieser Art. Diese Firma ist an Kaltschnäuzigkeit nicht zu überbieten und wohl KURZ VOR DER PLEITE stehend. Auch nach anderen Berichten ist zu vermuten, dass das Geld der Kunden mit Masche zurückgehalten wird, weil der Firma cash-flow fehlt. Deshalb kann nur das MASSENHAFTE KÜNDIGEN und die VERHINDERUNG von NEUAUFTRÄGEN diese Firma zum Einlenken bewegen.
Deshalb mein Rat: jeden Verstoß gnadenlos öffentlich machen.