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Antwort zu folgender Beschwerde

Sehr geehrte Damen und Herren des Vorstands,

hiermit beschwere ich mich offiziell bei Ihnen, da es verschiedenste Ungereimtheiten mit Ihrem Kundeservice gibt.

  1. Ich habe mich telefonisch an Ihren Kundenservice gewandt, um eines der folgenden Anliegen zu klären. Dabei hat man mich mehrfach kalt an einen anderen Mitarbeiter verbunden. Jedes mal musste ich mein Anliegen erneut schildern, da ich wohl nie beim richtigen Ansprechpartner war. Als ich es dann geschafft hatte, den richtigen Ansprechpartner zu finden, musste ich leider feststellen, dass diese Dame mit einem großen Maß an Inkompetenz an ihre Arbeit ging. Nach dem erneuten Schildern meines Anliegens musste ich mir dann sagen lassen, dass alles mein eigenes Verschulden sei und ich daran denken sollte, ob mit meinen mentalen Fähigkeiten alles in Ordnung sei. Für eine Kundenberaterin ihres „Service-Unternehmens“ eine sehr schlechte Vorgehensweise, einen bereits eskalierenden Kunden zu deeskalieren.

  2. Der nächste Punkt in meiner persönlichen „Kabel-BW-Beratungshölle“ ist, dass ich bis heute keinerlei Leistung von Ihnen empfangen habe. Das einzige, was man von Ihnen bisher gesehen hat, waren sehr unfreundliche und bauernhaft auftretende Leistungserbringer, die kommen und gehen, wie sie wollen. Aber zurück zum Kernthema! Beim Abschluss meines Kabel-BW-CleverKabel 32/MBits-Vertrages hatte ich das Vergnügen, in einem persönlichen Gespräch den Auftrag zu erteilen. Bestandteile dieses Gespräches waren Tarif, Mindestvertragslaufzeit, Widerrufsrecht, Technisches und die Portierung von meinem bisherigen Anbieter der Telekom Deutschland GmbH. Ich habe dem Berater gesagt, dass ich bei meinem Anbieter bereits gekündigt habe und das ich meine bisherige MSN mitnehmen möchte. Man sagte mir darauf, dass sei alles kein Problem. Ich solle bitte den Portierungsauftrag unterschreiben und alles sei gut. Ich habe seit 01.07.2011 auf den im Gespräch versprochenen Anschluss gewartet. damit ist nun Schluss! Sie hätten bei der Telekom Deutschland GmbH lediglich eine rückwirkende Portierung beantragen müssen, und alles wäre in Ordnung. Aber so viel Fachwissen ist einem Ihrer Vertriebspartner wohl nicht zuzutrauen! Es wurde also eine reguläre Portierung beantragt, was zur Folge hatte, dass die Telekom meine bereits eingereichte Kündigung stornieren musste, da die Bundesnetz-Agentur zum Prozess vorgibt, dass man gekündigtes nicht portieren kann. Daher der rückwirkende Portierungauftrag. Sollten Sie es nicht wissen: Man kann eine MSN sogar noch drei Monate nach Abschaltung portieren. Schade, dass Sie sich seltenst an die Vorgaben der regulierenden Bundesnetz-Agentur halten. Aber Sie müssen es ja nicht, da sie als Kabelnetz-Betreiber fein raus sind.

    Nochmals zurück zum Kernthema! Ich fordere Sie hiermit ein letztes mal auf, den geschlossenen Vertrag zu lösen. Wobei man sagen muss, dass die besprochenen und wesentlichen Bestandteile nicht mehr eingehalten werden können und daher so oder so kein Vertrag besteht. Bei der Telekom habe ich bereits eine schriftliche Willenserklärung abgegeben, wonach es den Herrschaften dort nicht gestattet ist, ihnen meine MSN zu übergeben. Aber Ihre "freundliche" Mitarbeiterin aus der Hotline meinte, sie könne mir gerne den CleverKabel-Anschluss freischalten lassen. Natürlich mit einer neuen Rufnummer und unter Bezahlung beider Anbieter. Top Vorschlag!

  3. Ich habe mich mit meinem Anliegen bereits an Ihren Kundenservice gewandt. Für dessen Beantwortung hat man sich ganze zwölf Tage Zeit gelassen. Fairerweise muss man sagen, dass der Postweg inbegriffen ist. Aber selbst bei zwei Tagen Hin- und zwei Tagen Rücksendung haben Sie acht Tage gebraucht, um mein Anliegen zu bearbeiten. Damit kommen wir zum nächsten Punkt.

  4. Nach dem ich äußerst lange auf eine Antwort warten musste, durfte ich dann auch noch gleich feststellen, dass Sie sich nicht sonderlich viel Zeit dafür genommen haben. In meinem Schreiben an Sie war von Kündigung die Rede, nicht von Widerruf! Ich habe mich nicht anders entschieden, sondern bin gezwungen, die Leistung eines Anbieters zu nutzen, auf den ich mich mehr verlassen kann. Ich bin Anwendungsentwickler und führe 50 % meiner Arbeit zu Hause aus. Ohne einen kontinuierlich funktionierenden DSL-Anschluss habe ich ernsthafte existenzielle Probleme. Da Sie sehr sehr viel Bandbreite über ihre Vermittlungsstellen jagen, kommt es daher wohl auch öfter zu Störungen. Bekomme ich dafür einen Ausgleich meines Verdienstausfalles? Ich denke nicht. Sollte es doch so sein, muss ich mich dann wohl wieder an Sie wenden, da ich an der Hotline ersteinmal zusammen gefaltet werde und Ihre schriftliche Kundenbetreuung nicht in der Lage ist, den Inhalt meines Anschreibens richtig zu deuten. Sie sprechen in Ihrem Schreiben lediglich von Widerruf. Sehen Sie sich mein erstes Schreiben an, ich spreche von Kündigung. Was ich als besonders sarkastisch auffasse ist, dass Sie mich am Fuße Ihres Schreibens freundlich auf Ihre kostenpflichtige Service-Hotline hinweisen. Falls ich mal wieder ein Beispiel für Inkompetenz benötige, werde ich diese Beispiel gerne nutzen!

So, nun habe ich mich genug aufgeregt. Ich gebe Ihnen die Möglichkeit, mir innerhalb von zwölf Tagen eine Bestätigung meiner Kündigung zukommen zu lassen. Wie Sie wissen, haben Sie keine Möglichkeit, meine MSN zu portieren. Sollten Sie mir zu irgendeinem Zeitpunkt auch nur einen Cent in Rechnung stellen, werden ich mich sofort an meine Rechtsschutzversicherung und einen Fachanwalt wenden.

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