Nach meinen Erfahrungen mit STROMIO, einer reinen Bürofirma in Düsseldorf, kann ich allen nur raten, die Finger von diesem Anbieter zu lassen. Ich habe nie zuvor ein "deutsches" Unternehmen angetroffen, welches an Inkompetenz und Dreistigkeit zu überbieten ist.
Ich bin im August 2010 nichtsahnend zu Stromio mit einer Preisgarantie, von der nur nichts mehr die Rede im späteren Vertrag war und einer 12-monatigen Vertragsdauer, gewechselt (Tarif - Stromio green). Wie vielen anderen Stromio-Kunden ist auch mir eine Preiserhöhung in Form eines Werbeflyers, die im Übrigen viel zu spät bei mir eintraf (nur drei Wochen vor der Preiserhöhung), zum 01.04.2011 bei mir eingegangen.
Allein dies in einem Werbeflyer zu verkünden, stellt wie in vielen anderen Berichten bereits eine arge Täuschungsabsicht dar. Ganz davon abgesehen, muss eine Preiserhöhung bereits sechs Wochen vor Inkrafttreten eintreffen. Zum anderen war die Preiserhörung, wie bereits geschrieben, nicht sechs Wochen zuvor bei mir eingetroffen. Dies wurde von Stromio natürlich bestritten, es konnte mir allerdings auch nicht das Gegenteil von Stromio dargelegt werden.
In diesem Werbeflyer wurde jedoch nur ein Widerspruch (natürlich in deutlich kleinerer Schriftgröße) eingeräumt. Hierauf habe jedoch mit meinem Sonderkündigungsrecht reagiert, da dies eindeutig ein Vertragsbruch darstellt. Das Sonderkündigungsrecht besteht natürlich in den AGB´s von Stromio nicht, ist aber gesetzlich mit einer Frist von vier Wochen vorgeschrieben (auch bei 12-Monats-Verträgen).
Ich habe nach dieser Kündigung (Ende März 2011) erst mal überhaupt keine Reaktion bekommen. Dann wurde mir jedoch über den 01.05.2011 hinaus munter mein Abschlag abgebucht, den ich mir natürlich über meine Bank wieder habe zurück buchen lassen, inkl. Kündigung der Abbuchungsvollmacht.
Natürlich wurde auch noch im Juni munter abgebucht, worauf ich es wieder zurück buchen ließ. Erst im Juni 2011, nach der zweiten von mir getätigten Rückbuchung wurde man bei Stromio wach. Und zwar antwortete man direkt mit Mahngebühren. Darauf hin habe ich bei Stromio angerufen (was ich übrigens keinem empfehlen kann), den Vorfall geschildert und worauf man mich fragte: wie ich denn gekündigt hätte. Ich hab es natürlich via Einschreiben gemacht und ich bin überzeugt, alles was nicht Einschreiben gewesen wäre, wäre nie bei Stromio angekommen. Jedoch wolle man den Fall genauer prüfen.
Ich habe dann eine Kündigungsbestätigung von Stromio bekommen, allerdings mit der Frist zum 31.07.2011, also am Ende der zwölf Monate. Man hat also das Sonderkündigungsrecht völlig ignoriert. Etwas paradox, da ich mir nochmal die Tipps auf der aktuellen Homepage von Stromio angeschaut, wo man doch noch schneller zu Stromio wechseln könnte, dass man doch das Sonderkündigungsrecht bei seinem Stromanbieter nützen sollte (siehe Anhang - Screenshot).
Ich habe viele Beschwerdemails in dieser Zeit zum 31.07. geschrieben, dass sie mir doch bitte die Endabrechnung schicken mögen, da auch der Zählerstand fristgerecht übermittelt wurde, aber man antwortete mir immer wieder, dass dies erst zum 31.07. gemacht werden könne.
Wie auch immer, ich habe jedenfalls dann eine sogenannte Endabrechnung bekommen, natürlich mit vielen Mahngebühren. Diese war natürlich aus multiplen Gründen fehlerhaft. U.a. war ich inzwischen längst verzogen und der Zähler wurde von einem Nachmieter verwendet, man hat aber trotzdem in dieser Zeit eine "maschinelle Abschätzung" durchgeführt (liebe Stromio-Leute, so was ist alles andere als akzeptabel!).
Auf dieser Rechnung wurde aber auch auf die Stromkennzeichnung eingegangen. Immerhin dachte ich mit Stromio "green" einen völlig "grünen" Tarif genommen zu haben, der sich ausschließlich aus alternativen Ressourcen zusammensetzt. Weit gefehlt - in dieser Rechnung wurde der Energiemix für mich zum ersten Mal ersichtlich wie folgt aufgeschlüsselt: 60,7% Fossilien und sonstigen Energieträgern, 24,3% Kernkraft (natürlich sehr grün!) und dann doch am Ende 15% aus erneuerbaren Energien. - Also wenn das keine weitere arglistige Täuschung ist, dann weiß ich es auch nicht mehr.
Lange Rede kurzer Sinn, ich habe natürlich Einspruch eingelegt. Dann wurde eine neue Rechnung erstellt, wo wieder das Sonderkündigungsrecht ignoriert wurde, stattdessen wurde nun die Kündigung zum 31.05.2011 datiert. Wie kommt dieses Kündigungsdatum zustande, man hat offensichtlich bemerkt, dass ab 01.06.2011 der Stromanschluss von einem anderen User angemeldet wurde, da hat man dann mal zum 31.05.2011 gewechselt.
Liebe Stromio-Leute, das geht natürlich ebenfalls nicht!
Da dies ebenfalls für mich nicht akzeptabel war und dies gegen geltendes Recht verstößt, habe ich natürlich wieder Einspruch eingelegt. Es kamen noch diverse Antworten von Stromio, aber immer mit der Aussage, dass man dies nicht akzeptieren würde. Dies war im November 2011.
Nachdem ich lange nicht gehört habe, kam nun diese Woche Post von Tesch-Inkasso, an die man die Forderung abgetreten hätte und nun jegliche Korrespondenz mit diesem Unternehmen zu führen sei (sehr beeindruckend, liebe Stromio-Leute). Man droht sogar mit einem Eintrag in der SCHUFA, bei Nichtbegleichung (wirklich sehr beeindruckend!)
So, liebe Stromio-Leute, nachdem ich in meinen geschätzten 30 Mails an dieses Unternehmen von Täuschung, Dreistigkeit und Abzocke genug habe, wird dies nun auf einer höheren Ebene diskutiert. Der Gang zum Anwalt scheint mir nun unumgänglich, aber aus multiplen Gründen scheint dies nun nötig zu sein.
(Dies war übrigens nur die kurze Version, mit den gröbsten Schnitzern.)