MediaSpree ist derzeitig das
Landschaftsverschandelungs-Projekt No. 1 in Berlin. Von der Jannowitzbrücke
(Mitte) bis nach Treptow soll die Spreelandschaft mit Mehrzweckhäusern,
Bürobauten, Shoppingmal u.ä. zugepflastert werden. Organisch Gewachsenes - wie der Platz am Schlesischen Tor - wird
durch aggressive Architektur zerstört und verdrängt.
Nicht eine dieser geplanten Einrichtungen, die in dieser
Stadt gebraucht würde. Nicht eine, die es an anderer Stelle der Stadt nicht
schon hundertfach gäbe. Zerstörung und aggressives Angebot ohne Bedarf, das ist
politisch, ist kapitalistische Kultur in Reinform.
Wer sich einen Eindruck von der künftigen
"Schönheit" der MediaSpree-Anlage verschaffen will, sollte sich mal
die scheußliche O2-Halle ansehen (Die ist nämlich fast schon fertig).
Damit aber nicht genug: O2 belästigt die Bevölkerung zudem mit
zwei riesigen Open-air-Monitoren an 2
zentralen Stellen, die die Spree-Skyline und den U-Bahnhof Warschauer Straße
verschandeln und die Bevölkerung mit schrill-digitalen Werbetrailern unter
Dauerbeschuss nehmen.
Die Protestdemos am 1. Mai werden da nichts ändern. Deshalb
hilft nur eins: Boykott.
Informiert euch, welche Unternehmen in MediaSpree investieren
(so z.B. O2) und verweigert den Konsum ihrer Produkte. (Das ist wiederum das
Schöne am Kapitalismus: Jeder Produzent ist ersetzbar.) Macht aus Mediaspree
ein Tal der Pleitegeier!