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Antwort zu folgender Beschwerde

Sehr geehrte Führungsriege von REWE,

grundsätzlich freue ich mich, dass seit geraumer Zeit ein REWE-Supermarkt in Berlin Schlachtensee seine Türen geöffnet hat. Gerade für Berufstätige sind die langen Öffnungszeiten ein Segen. Auch die Auswahl ist fantastisch. Die Wartezeiten an den Kassen sind super, nie zu lang.

Das einzige Manko an dem Markt sind die Mitarbeiter. Teilweise sehr unfreundlich, selbst wenn sie neben einem stehen, wird nicht gegrüßt. Vor den Kunden wird oft über andere Mitarbeiter oder gar Kunden (!) hergezogen. Kunden werden teilweise ignoriert an den Kassen. Freundlich sind eigentlich nur die (sehr jungen und meist männlichen) Aushilfen sowie die Mitarbeiter an der Frischetheke.

Es gibt eine Mitarbeiterin, deren Namen ich nicht nennen möchte, die in Schlachtensee den Ruf als “Frau Barsch” weg hat: An deren Kasse stellt sich kaum jemand an, da sie fast jedes Mal patzige Bemerkungen macht. Auch ihre korpulente Mitarbeiterin Frau A. grüßt und bedient nach Tageslaune. Da kann es schon mal vorkommen, dass sie während eines Kassiervorgangs schnaufend und Augen verdrehend aufsteht, die Kunden völlig irritiert und ohne Erklärung an der Kasse stehen lässt, weil sie einen Preis nachschauen muss. Vor ihrer Rückkehr an die Kasse hält sie zwischendurch noch Schwätzchen mit besagter Kollegin, bevor sie (ohne Erklärung) nach mehreren Minuten ihren Kassiervorgang fortsetzt.

Dass wir gut zahlende Kunden in diesem REWE mittlerweile nur als nervend angesehen werden, haben wir lange hingenommen. Was mir allerdings vorgestern passiert ist und mir keine Ruhe mehr lässt, ist Folgendes:

Gegen 12 Uhr am Dienstag, den 11.09.2012, möchte ich einen Leergut-Bon an einer Kasse einlösen. Die Verkäuferin kassiert noch Kunden ab, möchte aber ihre Kasse schließen, um Pause zu machen. Ich frage, ob ich mich dennoch anstellen kann, was sie genervt bejaht. Sie bittet aber, das Schild "Kasse geschlossen" hinter mir aufzustellen. Nach einer Weile kommt eine alte Dame mit zwei Blümchen in den Markt und will sie bezahlen. Offensichtlich bekommt diese Kundin nicht mehr alles so gut mit und stellt sich hinter mir an. Die Kassiererin sagt laut zu der Kundin, die sie gerade bedient und so, dass es jeder hören kann: "Soviel dazu, dass ich die Kasse jetzt zumache!" Eine absolute Unverschämtheit, wenn man sich die alte Dame angeschaut hat. Sie hat einfach nicht mitbekommen, dass sie an einer geschlossenen Kasse steht!

Genau das sage ich zu der Verkäuferin: "Wie sprechen Sie denn über die Kundin? Und das noch vor anderen Kunden? Sehen Sie denn nicht, dass sie gar nicht so richtig mitbekommt, was um sie herum passiert?" Darauf blökt (Entschuldigung, aber so hörte es sich an) mich die Kassiererin unverschämt an: "Was wollen Sie denn? Ich habe doch gar nichts gesagt?" Ich, zum Glück sehr ruhig: "Doch. Und zwar so, dass es alle Kunden hören konnten. Und leider nicht zum ersten Mal. Ich finde es unverschämt, wie Sie und Ihre Kolleginnen an der Kasse mit der zahlenden Kundschaft umgehen. Sie sollten sich schämen."

Die Kassiererin verkniff sich jede weitere Bemerkung.

Ich komme nach zwei Tagen Grübelei und Diskussionen in meiner Familie nicht umhin, hier meine allererste Beschwerde einzustellen. Unsere komplette Familie (die eigentlich aus fünf Familien und somit 18 Personen besteht) kauft fast täglich bei diesem REWE ein. Oder kaufte. Wir sind uns einig, dass wir nach langer Treue diesen Markt nicht mehr besuchen werden.

Stattdessen wird sich der ALDI gegenüber und der Bioladen nebenan über unseren Besuch freuen. Leider nimmt sich die Filialleitung keinerlei Kritik an - eine Mitarbeiterschulung im Umgang mit Kunden wäre wünschenswert. Wir sind nicht die einzige Familie im Umkreis, die ihre Einkäufe dort reduziert hat. Kein Wunder, wer will sich schon regelmäßig beschimpfen oder mit schlechter Laune berieseln lassen? Es ist wirklich kein Einzelfall, eher die Regel. Schade, dass ein Markt, der sonst mit sehr gefälligen Aktionen wie der "Nachhaltigkeitswoche" auf sich aufmerksam macht, solche Leute beschäftigt. Oder verlange ich als Dienstelisterin in der Medienbranche einfach zu viel?

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