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Antwort zu folgender Beschwerde

1. Gemäss Datei im Anhang habe ich in der Filiale der Post, Marktstätte 4 78462 Konstanz, einen Brief per Einschreiben am 24.10.12 verschickt. Der Brief ist bisher nicht angekommen. Seit dem Abgabetag erfolgt kein Status-Update unter der Sendungsnummer RT 2450 9681 2 DE, ausser dass die Sendung im Logistikzentrum Villingen-Schchwellingen bearbeitet wurde.

Ich habe über die teure Hotline angerufen und wurde dort nach allen Regeln der Kunst abgewimmelt. Es erfolgte keine klare Aussage über den Verbleib des Briefes, erst in 3 Tagen kann ich wieder anrufen und Nachforschungsauftrag erteilen, danach dauert es bis zu 3 Wochen. Ausserdem erfolgte weder über die Hotline noch in der Filiale keine Aussage zu meinem Anspruch beim Verlust, dass man 20 € bekommt ist wohl keine Geheiminformation. Im Ergebnis fühle ich mich als die Dumme, für die Erkenntnis, dass die Kunden dafür bezahlen (Stress und Aufregung inklusive), wenn die Post nicht mal in ihrem Kerngeschäft - Briefversand - zuverlässig ist, bin ich dankbar, werde nächstes Mal klüger.

Meine Forderung: Mitteilung der Kontaktangaben vom Logistikzentrum in Villingen-Schwenningen sowie vom nächsten Logistikzentrum auf dem Weg nach Dresden. Es geht mir nicht um Schadenersatzansprüche, sondern um Verbleib des Briefes. Aus der Kommunikation via Hotline und in der Postfiliale mit Frau Jasmine Memic ist klar und deutlich hervorgegangen, dass der Post dies alles egal ist. Also geben sie mir die nötigen Infos, damit ich selbst aktiv werde und mein Problem lösen kann (dass Briefverlust allein mein Problem ist, geht aus der Kommunikation in der Filiale eindeutig hervor und ist bei mir völlig angekommen).

2. Die Kundenbehandlung in der Filiale hat mich aber dermassen schockiert, dass ich darüber unbedingt berichten muss. Ich habe beruflich oft mit den Postdiensten in Russland und Kasachstan zu tun, bin also einiges gewohnt, was sich aber hier ereignet, übersteigt das Mass an Dreistigkeit, Hohn und faulen Ausreden bei weitem. Als ich ein wenig verunsichert nach der leidigen Erfahrung mit dem Einschreiben am 30.10. in der Konstanzer Filiale, Marktstätte 4 erschien, um Firmenkorrespondenz des Tages abzuschicken, wurde ich von Frau Jasmine M. wie folgt bzgl. geeigneter Versendungsart für Firmenbriefe "beraten":

Sie selbst und das ganze Team sind die Postbank.

Daraus folgt für mich als Kundin: in der Filiale sind keine Ansprechpartner/Mitarbeiter der Post vorhanden, all die Auskünfte in Bezug auf Produkte der Post sind unverbindlich, ohne Gewähr. Was dann die Leistungen angeht, die in der Filiale erbracht werden, ist überhaupt unklar, wer für wen, auf welcher Grundlage und unter wessen Verantwortung was erledigt. Logischerweise kann man nur eins denken: diese Position ist insgesamt sehr bequem, um irgendwelche Ansprüche, Beschwerden, Reklamationen abzuschmettern, falls etwas schief geht. Der Kunde hat die Sendung bei der Post abgegeben, aber plötzlich ist es keine Post mehr, sondern die Postbank, ich gratuliere zu der cleveren Abschreckungstaktik, indem man den Kunden gleich mit der komplizierten Konzernstruktur und undurchsichtigem Geflecht einschüchtert, viele werden dann gleich aufgeben, da man keinen Ansprechpartner in der Filiale hat, alles andere ist mit Zeit- und Geldaufwand verbunden, der Ausgang ist ungewiss und man hat schon eh Verluste zu minimieren, die eigentlich auf die schlechte Arbeit der Post zurückzuführen sind.

Nächste Aussage in der Filiale: ich kann mich beschweren, bis ich blau werde, das ist vergebens. Ich bin die Absenderin, das sind meine Briefe, ich soll sie selbst suchen, falls sie verloren gehen, ich trage all die Risiken und die Kosten und obendrauf ist höchstwahrscheinlich der Empfänger schuld, es kann ja sein, dass er den Brief erhielt, dies jetzt aber nicht zugibt. Wie das passieren konnte, obwohl bei Einschreiben der Postbote eigentlich den Einwurf vermerken soll, damit ich von der Zustellung an den Empfänger informiert werde, blieb unerläutert. Behandelt man so einen Kunden - anscheinend schon. wenn man ihn um jeden Preis loswerden will

Die interessanteste Aussage: wenn ich unzufrieden bin, kann ich gleich woanders gehen. Auf diesem Wege danke Frau M. ganz herzlich, so unverblümt wurde ich bisher nirgendwo zu der Konkurrenz geschickt. Gleichzeitig hat sie mir die Augen geöffnet in Bezug auf das Geschäftsmodell und den Platz der Kunden darin bei der Post und der Postbank. Das Vertrauen ist natürlich dahin, aber die Lektion für die Zukunft ist von unschätzbarem Wert.

Die Forderung: es ist natürlich zu viel verlangt, die Kundenkommunikation in der Filiale zu verbessern, das ist doch die Postbank, ich bitte aber mir die Adresse einer normalen Postfiliale in Konstanz mitzuteilen, die sich mit Kerngeschäft der Post beschäftigt und wo auch Postmitarbeiter und Ansprechpartner der Post und nicht der Bank oder sontiges zu finden sind. Wenigstens eine Postfiliale in Konstanz soll es noch geben, ansonsten bleibt mir nichts anderes übrig, als wie geraten "woanders zu gehen" und das wäre eigentlich schade.

Vielen Dank im Voraus

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