Ich bin mit einer Philippina verheiratet und bei der AOK versichert, wo mir versprochen wurde, das meine Ehefrau automatisch mitversichert ist.
Heute, am 10.03.2013, hatte ich einen Brief von der AOK erhalten, in dem ich beauftragt wurde, ein Frageformular auszufüllen, das neben dem Hochzeitstag, ob ich noch immer verheiratet bin oder inzwischen getrennt von ihr lebe, Fragen zu meinem Einkommen und zu meiner gesamten finanziellen Situation enthält.
Ich finde das eine bodenlose Frechheit. Erstens hat die AOK bis vergangenes Jahr Paraxisgebühren erhoben, wenn ich mal wirklich zum Arzt musste und den Versicherungsschutz benötigte. Jetzt veranlassen die noch eine Bedürftigkeitsprüfung. Wie soll ich diesen Ausfragebrief anders verstehen. Ich bezahle schließlich genug Beiträge und gehe wirklich sehr selten zum Arzt. Wo bleibt denn da der "Bonus", wenn man gesund lebt und somit die Versicherung nur selten in Anspruch nehmen muss. Wo bleibt dafür die Anerkennung?
Wofür bezahle ich überhaupt Beiträge. Für mich ist das unter solchen Umständen nichts als eine Steuer, ja eine Steuer, weil es sich hier nicht um eine freiwillig abgeschlossene Versicherung handelt, weil mir trotz immer geringer werdender Differenz zur Privatversicherung diese Zwangsabgabe aufgezwungen wird.
Wenn ich dann wirklich mal zum Arzt gehe, dann ist der Selbstbehalt so hoch, das ich letztlich auch gleich den Arzt komplett aus eigener Tasche bezahlen könnte, bei den geringen Leistungssätzen, die die AOK zahlt. Und jetzt wollen die auch noch die Mitversicherung meiner Frau kappen.
Ich werde das Frageformular aus Protest nicht ausfüllen. Die AOK kann ihre Auskünfte auch direkt bei den zuständigen Stellen einholen.