Ich fahre einen vor 2 Jahren gebraucht gekauften Golf V 1,4 TSI. Kaufpreis damals über einen VW Händler 12.500 Euro, EZ: 10/ 2007, Km 63.000.
Vor 4 Wochen bei einem Kilomterstand von 95.000 Euro sprang ohne Vorwarnung die Steuerkette über und verursachte einen Motorschaden mit Reparaturkosten von 7.000 Euro.
Nachdem ich meinen Händler darauf aufmerksam gemacht habe, dass es sich um einen bekannten Schaden (Internet) handelt, stellte der Händler einen Antrag auf Kulanz beim VW Werk. VW beteiligt sich an den Kosten mit 60%. Dabei bleibe ich aber als Kunde immer noch auf einem Betrag von 2.900 Euro sitzen.
Meine erneute Bitte nach Prüfung einer höheren Kulanz blieb erfolglos und wurde einmal schriftlich in Form eines Serienbriefes und ein zweites Mal per Telefon in einem 5 minütigen Telefonat mit Hinweis darauf, dass der Hersteller sowieso nur eine Garantie auf Neufahrzeuge für 2 Jahre einräumt und damit der Kunde bei Kauf eines Gebrauchtfahrzeuges keinen Anspruch auf Schadensregelung hat, abgelehnt, auch wenn der Schaden sich auf ein von vornerein defekte Steuerkette zurückführen läßt.
dabei muss man bemerken, die Steuerkette an sich ist wartungsfrei und dürfte gar keinen solchen Schaden verursachen. Damit liegt das ursächliche Problem bei VW, weil minderwertige Steuerketten verbaut worden sind.
Das bedeutet für mich, dass ich nach knapp 2 Jahren einen Wertverust meines Fahrzeuges von 10.000 Euro hinnehmen mußte, da der Wagen ohne Motor nur noch einen Material. bzw. Schrottwert von 2.000 Euro hatte. Ich bin mega enttäuscht, dass VW sich nicht umfassend der Problematik stellt und einen großen Teil immer noch auf den Kunden abwälzt mit der Begründung, dass das Fahrzeug eben einfach alt ist. Außerdem wurde mir süffisant am Telefon mitgeteilt, dass es sich nicht um ein Serienproblem handelt, sondern nur WENIGE BEDAUERLICHE EINZELFÄLLE betroffen sind. Man brauch bloß ins INternet zu schauen, da findet man sehr viele bedauerliche Einzelfälle. Ich halte das Angebot von 60% für angemessen, wenn nur die Steuerkette ausgetauscht werden muss, bei einem kompletten Motorschaden ist es allerdings einfach zu niedrig. 60% wird wahrscheinlich auch der Summe entsprechen die die VW Versicherung übernimmt, dem Konzern entstehen so sicher noch keine KOsten.
Ich kann nur alle VW Verbraucher die wie ich VW bis jetzt ihr ganzes Leben die Treue gehalten haben darauf vorbereiten, dass man mit dem Kauf eines VW's zwar zum UNternehmenserfolg eines Unternehmens beiträgt, aber im echten Problemfall nicht als Kunde, sondern nur als Störfaktor wahrgenommen wird. VW hätte noch viele Möglichkeiten gehabt mir die von mir gewünschte Wertschätzung entgegenzubringen, aber ein Serienbrief und ein inhaltloser Anruf erwecken bei mir nicht den Eindruck, dass VW viel Wert auf mich als Kunde legt.
Es steht noch eine Anfrage meinerseits an den Vorstand des Konzerns aus, mal sehen ob man dort ähnlich "kundenorientiert" argumentiert, wie im Kundenservice oder ob Interesse besteht den sehr negativen Eindruck des Kundenservice irgendwie wieder gut zu machen und vielleicht den "Otto-Normalverbraucher" für den ja Volkswagen eigentlich produziert als Kunden zu halten.
Volkswagen- Das Auto-Da weiß man was man hat.
Ich bin gespannt!