Wir hatten letztes Jahr bereits immense Probleme mit der Familienkasse Kempten. Heute sind verschiedene Schreiben rausgegangen an:
- die Bundesministerin für Familie, Senioren, Frauen und Jugend (Frau Ursula von der Leyen)
- die Bundesagentur für Arbeit Nürnberg (Vorstandsvorsitzender Herr Frank-J. Weise)
- das Bundeszentralamt für Steuern (als Bundesfinanzbehörde die Fachaufsicht der Familienkasse)
- die Agentur für Arbeit, Kempten (weil die Familienkasse eine Dienststelle der AA ist)
- die Familienkasse Kempten
Sehr geehrte Damen und Herren,
bereits im letzten Jahr hatten wir immense Probleme bei der Zahlung von Kindergeld. Und jetzt fängt das wieder an:
Fakt 1: Am 07.04.2009 haben wir ein Schreiben von der Familienkasse Kempten erhalten, dass die Zahlung von Kindergeld für unsere Tochter eingestellt wurde und wir uns bis zum 08.05.09 melden sollen.
Fakt 2: Wir haben am 22.04.09 und am 04.05.09 geantwortet (per Einschreiben), jeweils mit der Bitte die Zahlung wieder aufzunehmen. Alle geforderten Unterlagen wurden rechtzeitig eingereicht.
Fakt 3: Die Zahlung über Kindergeld wurde nicht aufgenommen.
Fakt 4: Nachdem wir telefonisch bis zu einem Bereichsleiter des Kundenreaktionsmanagements durchgestellt wurden, wurde uns am Telefon folgendes bestätigt: weil die Bearbeitungszeiten bei sechs bis acht Wochen liegen (bis Schriftverkehr bearbeitet werden kann), hätten wir auch bereits am 08.04.09
antworten können - zu einer Aufnahme der Kindergeldzahlung wäre es trotzdem nicht gekommen, weil die Bearbeitungszeiten ja länger sind.
Fakt 5: Aus unserer Erfahrung - aus dem letzten Jahr - wissen wir, dass sich Bearbeitungszeiten aber auch Mal eben auf neun Monate (und nicht sechs bis acht Wochen) hinauszögern können. Das bedeutete im letzten Jahr, dass wir eine Nachzahlung über Kindergeld in Höhe von 1.386 EUR erhalten haben - was nichts anderes bedeutet, dass die Bearbeitungszeit damals bei neun Monaten lag.
Wie lange wird es diesmal dauern? Ggf. können Sie mir auf diesem Wege auch mitteilen, wie Sie zukünftig an diesem allgemeinen Missstand etwas ändern wollen, denn es geht mir mittlerweile auch nicht mehr nur um die Lösung in unserem Fall.
Anbei sende ich Ihnen eine Kopie eines Schreibens, das an die öffentliche Presse versandt wurde. Das letzte Mal, ggf. erinnern sich einige an meine Schreiben vom Dezember 2008, hat das zwar nichts gebracht - vielleicht aber dieses Mal!
Mit freundlichen Grüßen
Außerdem ging an verschieden Redaktionen dieses Schreiben (Der Anfangstext mit den Fakten ist der gleiche.):
Es geht uns nicht darum, von Ihnen Hilfe bei unserem Fall zu bekommen (da kümmern wir uns schon selber drum - siehe Schreiben anbei, was auch heute verschickt wurde), sondern dass diese Missstände publik gemacht werden, damit sich hier endlich etwas ändert. Das Kindergeld sorgt in vielen Familien in Deutschland für das Existenzminimum bei Kindern. Dieses Existenzminimum sehe ich als extrem gefährdet bei vielen Familien oder alleinerziehenden Müttern bei solch einer Handhabe.
Es bedeutet doch nichts anderes, als dass bewusst Zahlungen beim Kindergeld zurückgehalten werden, um Zinsen zu erwirtschaften oder weniger Zinsen zahlen zu müssen - und das auf Kosten unserem zukünftig wichtigsten Gut in Deutschland - unseren Kindern.
Für weitere Fragen stehe ich Ihnen gerne zur Verfügung und hoffe, dass Sie sich diesem Thema annehmen. Anbei eine Kopie über mein erstes Vorgehen in unserem Fall. Bitte unterstützen Sie mich darin, dieses Thema in der Öffentlichkeit zu diskutieren - zum Wohl unserer Kinder.
Mit freundlichen Grüßen
ALSO, wenn Ihr auch Probleme habt: schließt Euch an und schreibt Briefe an alle möglichen Leute, die das Problem verursachen.
Da muss sich etwas ändern!