Anfang des Jahres 2014 stellte ich bei der Durchsicht der Kontoauszüge meiner 84jährigen Mutter fest, dass UnityMedia jeden Monat 14,99 € abbucht und zwar schon seit 12.7.2012.
Meine Mutter dachte, dass dies die normalen Kabelgebühren seien, die statt vorher jährlich nunmehr monatlich belastet würden. Aber die Durchsicht der Kontobelastungen zeigte, dass der Jahresbeitrag für Kabelgebühren auch normal per Lastschrift eingezogen worden war. Eine dann am 2.2.2014 angeforderte Vertragsübersicht enthielt keinen Zusatzvertrag für 14,99 € monatlich.
Der Jahresbeitrag für des Kabelfernsehen wird einmal jährlich per Lastschriftermächtigung abgebucht. Für die Abbuchung von 14,99 € ist keine Abbuchungsgenehmigung erteilt und kein Zusatzvertrag abgeschlossen worden. Meine Mutter hat auch nie eine Rechnung zugesandt bekommen, sonst wäre es ihr u. U. aufgefallen, dass etwas nicht stimmt.
Meine Mutter hat kein Internet und kein Handy. UnityMedia hat ein halbes Jahr weder auf Telefonate noch auf einfache Anschreiben und Einschreiben mit Rückschein reagiert.
Gestern bekam meine Mutter von UnityMedia erstmals Vertragsunterlagen zugesandt, die eine Auftragsbestätigung mit Datum 13.07.2012 einer damaligen Vertriebsfirma von Unity Media namens Tectum Sales GmbH enthielt, die ohne ihre Unterschrift wohl zustande gekommen war, noch die Erteilung einer Abbuchungsgemehmigung erkennen ließ, und die meine Mutter nie gesehen hatte. Die beigefügte Vertragsübersicht enthielt jetzt auch das Zusatzprodukt "Kino auf Abruf" und "DigitalTV ALLSTARS" für 15,00 € monatlich mit dem Hinweis, dass meine Mutter keine Handy-Nr. zur Bestellung von Filmen hinterlegt hat und dass sie sich im Kunden-Online-Center registrieren kann. Im Anschreiben wurde unter Bezugnahme auf ihre Kündigung mitgeteilt, dass ihr "Vertrag vom 12.7.2012" am 12.7.2014 endet.
Zur weiteren Recherche habe ich mich mit der Kundennummer meiner Mutter in ihr UnityMedia Konto eingeloggt und gelesen, dass sie aufgefordert wird, ihre nie genutzte Zusatz-Smartcard für "DigitalTV Allstars" über Internet zu aktivieren und ihre (nicht vorhandene) Handynummer mitzuteilen. Die monatlichen Rechnungen könnte sie im Internet (was sie nicht hat!) in ihrem Konto abrufen.
Seit nunmehr zwei Jahren hat meine Mutter monatlich 14,99 € abgebucht bekommen. Und das für Leistungen, die sie nicht in Anspruch nehmen wollte, auch nicht konnte und auch nicht hat.
Am 26.05.2014 hatte ich die SmartCard UnityMedia zurückgesandt mit der Bitte, den "Vertrag" sofort zu beenden und die Abbuchungen zu stoppen. Ich erhielt keine Antwort und die Abbuchungen wurden fortgesetzt. Diese Lastschriften wurden jeweils zurück gegeben, was zur Folge hatte, dass UnityMedia nach jeder Rückgabe Mahnschreiben zusandte, in denen jeweils 14,99 € zusätzliche Mahngebühren verlangt wurden und angedroht wurde, den normalen Kabelanschluss zu sperren.