Ich habe Ende Januar 2014 im ALDI ein Notebook Medion E1318T erworben. Dieses wurde aus diversen Gründen erst Ende April richtig in Betrieb genommen. Beim ersten Einsatz wurde festgestellt, dass das interne Mikrofon nicht funktioniert. Nach diversen Telefonaten mit einem Support von Medion (nicht 09001.) und Versuchen über Installation/Deinstallation von Software (u. a. Treiber) blieb alles erfolglos. Das Mikrofon funktionierte nicht. Ein Externes tat es vorübergehend. Mir wurde ein Rücksendegutschein übermittelt zwecks Einsendung zur Reparatur (eine tschechische Firma mit einer Niederlassung in Sachsen).
Nach ca. drei Wochen (Anfang Juli) erhielt ich dann das Gerät zurück mit einem Schreiben, dass es ein generelles Softwareproblem gewesen sei. Die Systemsoftware wurde komplett neu aufgespielt - das Gerät sei repariert. Ich nahm es in Betrieb - was jedoch nicht funktionierte, war das interne Mikrofon. Also wieder mehrere Telefonate und erneute Versuche über Einstellungen, Softwareinstallation/-deinstallation, Treiber etc.
Durch Urlaub kam ich dann erst im August wieder dazu, mich damit zu beschäftigen. Nochmalige Versuche mit dem Support - da dieser mir sagte, ich solle mich melden, wenn es doch nicht funktioniert - waren vergeblich. Letztendlich hieß es erneut Einsendung zur Reparatur - wieder an die tschechische Servicefirma mit Niederlassung in Sachsen.
Nun bekam ich nach ca. 14 Tagen eine Mitteilung, dass man das Gerät nicht auf Garantiebasis reparieren kann. Das Display sei gerissen und fiele nicht in die Garantie. Ein Kostenvoranschlag zur Reparatur für eine Pauschale von EUR 149 oder alternativ Rücksendung unrepariert bzw. "ENTSORGUNG!" lag bei. Mir wurden 14 Tage Zeit gegeben (ab Posteingang hatte ich noch 11 Tage). Ich habe reklamiert, dass ich das Gerät zur Reparatur des Mikrofon eingesendet habe und dies m. E. ein Hardwareproblem sein muss. Das Display war i. O. Man hat mir bescheinigt, dass alles ordnungsgemäß verpackt gewesen sei und das Display durch äußere Einwirkung (Sturz, Druck) kaputt gegangen sei. Lt. Mitteilung würde "bei Austausch des Display das Mikrofon automatisch mit gewechselt, da es im Display integriert sei!" Das mitgeschickte Bild zeigt mir deutlich, dass die Risse vom internen Mikrofon aus verlaufen. Es handelt sich um einen Touchscreen-Bildschirm.
Ich vermute, dass das Mikrofon-Problem und das gerissene Display zusammenhängen und das Display unter entsprechender Spannung gestanden haben muss. Auf Dauer war also damit zu rechnen, dass es so oder so kaputt gehen muss. Deshalb wird man es sich bei der ersten Reparatur auch mit einem einfachen Aufspielen neuer Systemsoftware einfach gemacht haben. Das Gerät wurde schließlich auch noch per Post 3 x hin und hergeschickt. Den Vorwurf, die Risse seien durch eine Fremdeinwirkung entstanden und MEDION wird keine Gewährleistung für die gewöhnliche Abnutzung der Ware sowie für Mängel, die durch unsachgemäße Handhabung entstanden sind, übernehmen, weise ich entschieden zurück.
Die Bilder belegen, dass die Schäden am Display vom internen Mikrofon aus verlaufen und nicht vom Rand. Es kann also nicht durch einen angeblichen Sturz entstanden sein. Und bei einem Touchscreen-Bildschirm dürfte so etwas auch nicht passieren und kann aus meiner Sicht nur auf grundsätzliche Materialmängel zurückzuführen sein.
Mit der e-mail aus 19.09.2014 wurden mir nun 5 Tage Zeit gegeben (bis 24.09.14), die nicht akzeptable, kostenpflichtige Reparatur durchführen zu lassen. Andernfalls schickt man es mir unrepariert zurück! Die E-mail endete: "Wir hoffen auf Ihr Verständnis". Wird hier bei ALDI nur mangelhafte B-Ware verkauft und mit günstigen Angeboten gelockt, um dann über teure Reparaturen (durch billigere ausländische Servicefirmen) Geld einzunehmen? Dafür habe ich kein Verständnis.