Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit beschwere ich mich über ihre miese und fiese Abzocke. Ich schildere mal die ganze Situation: Ende letzen Jahres wurde ich von PrimaStrom angerufen, da ich bereits Strom von dieser Firma beziehe. Ich wurde von einem Callcenter-Mitarbeiter angerufen und bezüglich meiner Zufriedenheit gefragt. Ich bemängelte keine Punkte. Im Anschluss wurde ich wegen einem Mobilfunkvertrag gefragt und habe LEDIGLICH der Übersendung von INFORMATIONSMATERIAL zugestimmt, da ich zum damaligen Zeitpunkt mit meinem Mobilfunktanbieter unzufrieden war.
Diese Probleme haben sich aber nach einiger Zeit wieder von selbst erledigt und ich bin bei meinem Anbieter geblieben. In dem Gespräch, das aufgezeichnet wurde, welches ich auch noch hiermit KOMPLETT anfordere, aus dem heraus geht, dass es lediglich um Informationsmaterial ging, welches ich anforderte. Ich habe dann einige Wochen später Material zugesandt bekommen, aber da dieses Thema für mich erledigt war, habe ich diesen Brief keinerlei Beachtung zukommen lassen, da ich weder eine fernmündliche Zusage gemacht habe, noch etwas unterschrieben habe! In der nächsten Zeit kamen dann Zahlungsaufforderungen, die ich beglich, da ich dachte, dass ich zu viel Strom verbrauchte, denn AUF KEINER EINZIGEN Rechnung geht hervor, dass es sich um einen Mobilfunkvertrag handelt, da erstens nirgends eine Mobilfunknummer vermerkt ist, noch sonst irgendetwas, worauf man schließen könnte, dass es sich um einen Mobilfunkvertrag handelt. Nach einigen Monaten wurde ich dann skeptisch, warum es doch plötzlich monatlich zu einem erhöhten Betrag kam. So um die Monate Mai/Juni habe ich endlich herausgefunden, dass es sich um einen Mobilfunkvertrag handelt, nachdem ich bereits mehrere Male bei Ihnen angerufen hatte und mir keiner weiterhelfen konnte.
Im Mai dann konnte ich endlich einen vermeindlich kompetenten Mitarbeiter ans Telefon bekommen und habe mit ihm gesprochen und auch die ganze Situation wie oben angegeben geschildert und ihn auch aufgefordert mir den Mitschnitt des Gespräches zukommen zu lassen. Er erwähnte, dass man aus Kulanz ja vom Vertrag zurücktreten könne und ich die Beiträge erstmal nicht weiterzahlen müsse (In Anwesenheit meines Partners wurde das gesagt). Ich habe dann auf eine weitere Klärung des Falls gewartet. Jetzt kam ein Brief von einem Anwalt, in denen Schadenersatz gefordert wird für den kompletten Vertrag. Es geht hier um 635,97€ für einen Vertrag, den ich nie haben wollte, noch dass ich ihn genutzt hätte (man kann ja hier ganz einfach dem Einzelverbindungsnachweis aufrufen und gucken, dass ich nicht einen einzigen Byte, noch eine SMS, noch wenigstens eine Minute mit jemanden über diese Nummer in Kontakt getreten bin).
Dann bemüht man sich schon, den ganzen Sachverhalt zu klären und dann kommt ein Anwaltsschreiben! Auch das interessante: Am 06.08.2015 wurde der Brief aufgesetzt, am 11.08.2015 kam er an mit der Aufforderung zum 13.08.2015 zu zahlen! Klingt für mich eher nach Druckmachen. Auch bin ich nach Recherche drauf gestoßen, dass ich nicht die Einzige bin, die einen Vetrag untergeschoben bekommen hat. Sollte für mich keine entsprechende Lösung zustande kommen, werde ich mir vorbehalten rechtlichen Beistand einzuholen, sowie die Verbraucherzentralen und soziale Medien (Facebook, Twitter, YouTube) zu informieren!
Ich bin mehr als nur enttäuscht, dass man mit Ihnen versucht eine Konfliktlösung anzustreben, und sie einem direkt mit dem Anwalt drohen!
Übrigens ihr Callcentermitarbeiter hieß nach seinen Angaben: Herr Nino A.
mit freundlichen Grüßen
Janina Bäcker
Bestell-/Kundennummer: 240790857
Meine Forderung an primastrom:
Komplette Rückerstattung aller gezahlten Beiträge bezüglich des zu unrecht untergschobenen Mobilfunkvertrages und Verzicht auf den Schadensersatz
Antwort auf die Beschwerde vom 17.08.2015
Sehr geehrte Frau Bäcker,
vielen Dank für Ihre Anfrage. Da uns die Zufriedenheit unserer Kunden sehr am Herzen liegt, haben wir Ihre Beschwerde mit Bedauern zur Kenntnis genommen und Ihren Fall nochmals gründlich geprüft.
Leider müssen wir Ihrer Darstellung widersprechen. Sie haben am 04.09.2014 einem Mobilfunkvertrag mit unserem Haus telefonisch zugestimmt. Wir haben uns nochmals den Mitschnitt Ihres Vertragsabschlusses aufmerksam angehört. Alle wesentliche Vertragsbestandteile wurden von Ihnen eindeutig bestätigt, insbesondere die Tatsache, dass Sie einen "Auftrag zur Tarifbereitstellung" erteilen. Im Laufe des Gesprächs wurde weder von Ihnen noch von unserem Mitarbeiter erwähnt, dass es sich hierbei lediglich um Zusendung des Infomaterials handelt. Da durch einen solchen Vertrag gegenseitige Pflichten entstehen, waren wir auch berechtigt Ihnen die vereinbarten Gebühren monatlich in Rechnung zu stellen.
Weiterhin möchten wir sie darauf hinweisen, dass alle an Sie versandte Rechnungen mit dem Überschrift "Mobilfunkrechnung" bezeichnet wurden. Die von Ihnen überwiesenen Rechnungsbeträgen lassen die Annahme zu, dass Sie in diesem Fall von einem bestehenden Vertrag ausgegangen sind. Es bestehen somit keine Zweifel, dass es zwischen uns ein wirksamer Vertrag zustande gekommen ist.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir auf einen wirksamen Vertrag bestehen müssen und dementsprechend auch alle offenen Forderungen ausgeglichen werden müssen.
Aufgrund unserer guten und vertrauensvollen bisherigen Zusammenarbeit haben wir uns jedoch entschlossen, Ihnen die Zahlung des aufgeforderten Betrages in monatlichen Raten anzubieten. Bitte teilen Sie uns mit, ob Sie mit diesem Angebot einverstanden sind und ggf. die Höhe der monatlichen Raten.
Wir sind zuversichtlich, hiermit alle Unstimmigkeiten gelöst zu haben und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihr primastrom Team!
kommentare und trackbacks 3
Primastrom hat sich immer noch nicht gemeldet.
Keine Einigung erzielbar; Konsequenzen folgen. Darstellung von Primastrom fehlerhaft bzw. gelogen.
Habe eine ähnliche Beschwerde und Post erhalten von Primastrom. Übergabe an einen Anwalt und Mitteilung an die Schufa wurde angedroht, falls ich nicht heute noch die Rechnung bezahle. Habe bereits die Verbraucherzentrale eingeschaltet und falls dies nicht hilft, wende ich mich an die Bundesnetzagentur. Außer Einschüchterung kommt von Primastrom nichts.
Jetzt läuft auch die Kündigung meines Stromvertrages nach Sonderkündigungsrecht wegen Preiserhöhung von 20 %.