Kontosperrung ohne Warnung ohne Information

Amazon.de
Luxemburg

Eine der kundenfeindlichsten Praktiken - gehört/gelesen, nun selbst erlebt.

Ohne Vorwarnung wurde mein Kundenkonto gesperrt. Zunächst zweifelt man an sich selbst. Stimmt das Passwort? Ist etwas mit meinem Browser? Ist etwas bei Amazon selbst? Wie ein Idiot beschäftigt man sich mit allen möglichen Ursachen, bis nur noch der Schluss übrig bleibt, dass wohl das Konto schlichtweg gesperrt wurde - kurz vor Weihnachten.

Ungläubig (in anbetracht der Tatsache, wie Geld man erst jüngst zur Cyber Monday Week gelassen hat) wendet man sich per Telefon an den Kundenservice.

Nach sechs Anrufen innerhalb von zehn Tagen erhielt ich weder eine aussagekräftige Begründung, noch eine Entschuldigung, noch eine angemessene Entschädigung.

Der Support entschuldigt sich immer wieder lapidar und leitet die Angelegenheit an die zuständige Abteilung weiter. Angeblich.

Nun muss ich als Endverbraucher, Prime-Langzeit-Kunde mal ganz klar sagen - das schießt am Ziel vorbei. Das verärgert nur und führt dazu, dass ich meine vergangenen Käufe bereue und nun doch über die Möglichkeit diverser Retouren nachdenke - ich will dort nicht mehr mein Geld lassen. Ich unterstütze Service in vollem Maße. Selbst wenn es (in Ausnahmen) bei Amazon mal teurer war, konnten mich Service/Leistung immer überzeugen und mir ein sicheres Kaufgefühl geben - das war einem dann auch mal mehr Euros wert. Es geht nicht immer nur um billig und schnell bequem nach Haus.

Eine Frage an betroffene Kindle-Nutzer: Warum schaltet ihr keinen Anwalt ein? Eure Kindles dürften unbrauchbar sein durch die Sperre. Das ist meines Erachtens nicht hinnehmbar. Aber das ist eine laienhafte Einschätzung.

Ich würde euch einen Besuch beim Anwalt empfehlen.

Meine Forderung an Amazon:

Gegen die Praktiken von Amazon muss vorgegangen werden; eine Warnung vor Schließung des Kontos ist das Mindeste;

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Nicht das Wort im Mund verdrehen. Ich meinte, dass betroffene Kindle-User deren Konto gesperrt wurde ggf. einen Anwalt aufsuchen sollten.
Diverse Berichte konnte ich lesen, in denen es hieß, dass der Kindle inkl. heruntergeladener (und bezahlter) Literatur nicht mehr zu gebrauchen war. Durch die Sperrung des Kontos wird auch der Zugriff auf gekaufte Bücher verwehrt.
Und ich als Laie meine, dass das so nicht in Ordnung ist.
Und auch der Kindle selbst ist faktisch unbrauchbar, wenn das Konto gesperrt ist. Alternativ-Dateien kann man scheinbar nicht damit herunterladen. Man hat also ein unbrauchbares Gerät + Bücher, auf die einem der Zugriff verweigert wird.

Dass Amazon grundsätzlich handeln darf, mit wem das Unternehmen das gerne möchte, ist mir absolut klar.
Kundenfreundlichkeit sieht trotzdessen anders an. Ein Hinweis, vielleicht auch eine Warnung wäre sinnvoll, vielleicht überdenkt man dann sein Kaufverhalten.
Subjektiv betrachtet hatte ich nicht viele Rücksendungen. Ich bin jemand, der sich eingehend informiert - Testberichte und Bewertungen liest, auch gerne mal bei Dritten Informationen beschafft, die Amazon nicht angegeben hatte.
Das aber trotzdem nicht immer alles passt muss auch klar sein.

Sie haben meinen Betrag offensichtlich nicht aufmerksam gelesen. Es war eine Frage die ich an betroffene Kindle-User gestellt habe.
Das zielte auf einen Erfahrungsaustausch ab. Das war sicher kein Racheakt.

Warum ich mich beschwere geht ja aus dem Beitrag + Kommentaren hervor.
Vor allem die Tatsache, dass ohne jede Begründung das Konto plötzlich unerreichbar ist, ist höchst kundenUNfreundlich.
Nach weiteren telefonischen Anfragen noch immer keine Begründung.
Ja, es ist ihr Recht - aber dann bitte mit Information.

Und auf meiner Prime-Mitgliedschaft bleibe ich nun (anteilig) sitzen!

Mir ist das auch passiert, wg. zu hoher Retoureaufkommen. Amazon hat mich allerdings vorher angeschrieben um sich zu erkundigen was denn los sei und dass das nicht so weitergehen können. Nachdem ich denen schrieb, dass ich als "Einkäufer" der gesamten Familie handele wars erstmal gut. Aber im Endeffekt wurde es denen dann noch zu viel. Ist halt meine Schuld.