Willkürliche Account-Sperrung

Eschborn

Seit Jahren habe ich eine E-Mail-Adresse bei „arcor“, die regelmäßig in Anspruch genommen wird.

Vor ca. einer Woche erhielt ich urplötzlich folgenden Hinweis,

„Der Login ist fehlgeschlagen,

Ihr Account wurde gesperrt (Fehlertyp: 1). Bitte setzen Sie sich mit unserer Kundenbetreuung in Verbindung. Unsere Kundenbetreuung erreichen Sie unter der Rufnummer: 0900 10 70 200 (1,24 EUR/Min. aus dem deutschen Festnetz). “

Da ich ganz sicher nicht 1,24 EUR/Min. zahle, wenn der Fehler eindeutig bei „arcor“ und nicht bei mir liegt, habe ich mich per Mail an die Mail-Adresse im Impressum gewandt, das Mail wurde dort auch geöffnet und ich erhielt den Hinweis, dass die Nachricht angekommen wäre und man sich so schnell wie möglich um eine Antwort bemühen würde.

Nach zwei Tagen ohne weitere Reaktion habe ich mich noch einmal an die gleiche Mail-Adresse gewandt mit dem Hinweis, dass diese Sache veröffentlicht wird, falls nicht bis zum 05.02., 12:00 Uhr, mein Postfach wieder freigeschaltet ist bzw. wenigstens ein neues Passwort zugeschickt wird. Gleichzeitig wurde darauf hingewiesen, dass ich „arcor“ verantwortlich mache für alle Schäden, die mir durch den Wegfall besagter E-Mail-Adresse entstehen könnten. Ich erhielt als Antwort ein Mail mit dem gleichen Text wie beim ersten Mal.

Im Internet wird über mehrere dieser Fälle berichtet, wo u. a. seitens „arcor“ angegeben wird, dass das Konto dann ggf. „gehackt“ wäre.

Mein Konto bzw. mein PC ist weder „gehackt“ noch sonstwas worden, da mehrfach abgesichert und außerdem von einem beruflichen IT-Spezialisten kontrolliert - alles funktioniert einwandfrei. Und außer mir hat niemand Zugang zu meinem Account und meinem Passwort.

Der Fehler liegt hier eindeutig bei „arcor“! Möglich wäre eine Telekommunikations-„Zusammenarbeit“ – durch das „Sperren“ diverser Accounts die Kunden zu erpressen, eine 1,24 Euro-Nummer anzurufen und das dann stattfindende Telefonat möglichst lange hinauszuzögern. Diese Vermutung ist mir bereits von einigen Bekannten zu Ohren gekommen.

Die gesetzte Frist ist heute abgelaufen. Diese Beschwerde habe ich heute, am 05.02., 12:00 Uhr, verfasst und an die ReclaBox weitergeleitet.

Meine Forderung an Arcor:

Willkürliche Account-Sperrungen unterlassen und sofortige Freischaltung.

Firmen-Antwort ausstehend seit 10 Jahren, 132 Tagen und 15 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Nachdem erst heute meine obige Beschwerde veröffentlicht wurde, kann ich sie ebenfalls heute als gelöst bezeichnen, da ich gestern um 9:08 Uhr Antwort von "arcor" bekam.

Man hat mir seitens des "Vodafone-Teams" abermals mitgeteilt, dass mein "Account gehackt wurde". Auch unterstellte man mir unterschwellig, dass ich auf ein Phishing-Mail geantwortet bzw. einen anhängenden Link angeklickt haben "muss".

Man "belehrte" mich auch noch, einen Virenscanner zu installieren.

Als Abschluss hieß es dann:

"Wenn Sie Ihren Rechner auf Viren und Trojaner geprüft haben, dann können wir gemeinsam Ihr Passwort ändern. Teilen Sie uns dazu bitte eine alternative Rückrufnummer mit oder wenden Sie sich an unsere PIA-Hotline mit der Rufnummer 0900/xx xx xx. "

Daraufhin schrieb ich Folgendes:

"noch einmal: Mein PC ist SICHER! Weder Norton noch Avira haben jemals irgendwelchen “Befall” meines PC gemeldet, und das schon seit Jahren!

Ferner klicke ich NIE auf irgendwelche Mails etc., deren Absender mir nicht bekannt ist.

Weiter ist mein PC von einem IT-Spezialisten “untersucht” worden, nachdem Sie mir meinen arcor-Account gesperrt haben. NICHTS!

Mir also mal eben so zu unterstellen, dass ich Opfer eines Betrugs geworden bin, ist schon sehr abgehoben. Wenn ich jetzt “gemein” wäre, würde ich sagen, “arcor” hat Mist gebaut und versucht, mir den eigenen Fehler in die Schuhe zu schieben.

Dass ich Ihnen geschrieben habe, das sich ganz sicher keine 1,24 Euro-Nummer anrufen werde für etwas, was nicht ich zu verantworten habe, scheint Ihnen entgangen zu sein.

Ach ja – wenn ich diese Nummer anrufe, dann können wir “gemeinsam” mein Passwort ändern? Okay – wenn ich Sie also anrufe und meine Rufnummer unterdrücke, wissen Sie dann genau, dass ich ICH bin!

Egal wobei auch immer: Hat man sein Passwort “vergessen”, genügt eine Meldung an den jeweiligen Betreiber und man erhält auf dem Mailweg die Möglichkeit, ein neues Passwort einzurichten!

Wozu wollen Sie also meine persönliche Rufnummer? Allein diese beiden Forderungen (entweder 0900er Nummer oder meine Rufnummer haben wollen) zeigen mir, dass ich hier wohl mehr als vorsichtig sein sollte.

Handhaben Sie es wie jeder andere auch: Sie haben mein Passwort “vernichtet”, also geben Sie mir die Möglichkeit, ein neues einzurichten – per Mail! "

Und dann kommt das Beste: Genau eine Stunde später, um 10:08 Uhr, bekomme ich - ebenfalls aus dem "Vodafone-Team", ein Mail mit Anhang, in welchem mir neue Eingangsdaten mitgeteilt werden, damit ich sofort wieder meinen Account freischalten kann.

Zuerst geht es also NUR telefonisch durch Anruf einer 0900er Nummer. Und plötzlich geht es dann doch auf "normalem" Weg, also per Mail?
Was ich von dieser Reaktion halte, möchte ich nicht unbedingt veröffentlichen.

Die Sache selbst ist hiermit erledigt, die Art und Weise, wie hier gearbeitet wird, bleibt jedoch weiterhin "schleierhaft".