Rassistische Diskriminierung

Neuried

Heute (26.03.16 zw. 13. 30-14.00 Uhr) bin ich enttäuscht, wütend und empört aus der Rossmannfiliale am Hainbuchenring 5 in Neuried (LK München) hinausgegangen. Ich wurde auf mein Aussehen reduziert, kategorisiert und angegriffen.

Zum Sachverhalt: Ich ging heute mit einer Freundin in die Filiale und wir nahmen uns einen Einkaufswagen zu zweit. Wir erledigten unsere Einkäufe und legten sie in den Einkaufswagen, unter anderm auch Babymilchpulver. Seit längerer Zeit gilt in mehreren deutschen Drogeriemärkten die Regelung, dass nur eine begrenzte Anzahl an Babymilchpulver gekauft werden kann. In dieser Filiale stand an den Etiketten, dass Babymilchpulver nur in Haushaltsmengen gekauft werden kann und pro Einkauf max. 3 Packungen gekauft werden können. Bisher hatte ich noch nie Probleme damit, wir legten insgesamt 6 Packungen (drei pro Person) vom Babymilchpulver in den Einkaufswagen und widmeten uns weiter unseren Einkäufen. Kurze Zeit später ging eine Verkäuferin an mir vorbei und sagte in eine bereits sehr schnippischen und unfreundlichen Ton, dass pro Person nur 3 Packungen gekauften werden dürfen. Ich antwortete ihr, dass ich mit einer Freundin hier wäre und wir getrennt für unsere Familie einkauften. Schroff sagte sie mir, das sei egal, wir wären aber gemeinsam gekommen, das wäre ein Haushalt und wir dürften nur 3 Packungen mitnehmen. Ohne weiter auf meine Erklärungen zu hören, dass wir nicht im selben Haushalt leben, ging sie weg. Bereits in diesem Moment ärgerte ich mich enorm über das Verhalten der Verkäuferin, aber ich hielt mich zurück und machte mit meinen Einkäufen weiter. Nach ca. fünf Minuten begegnete ich wieder dieser Verkäuferin und sie sagte mir schon im mahnenden Ton: "Ich habe Ihnen bereits gesagt, dass Sie nur drei Packungen kaufen dürfen! Das haben Sie wohl nicht verstanden. Dann nehme ich die anderen 3 Packungen wieder mit, weil diese dürfen Sie sowieso nicht kaufen! ". Danach griff die Verkäuferin einfach ohne zu fragen und ohne Erlaubnis in unseren Einkaufswagen und entnahm drei von den sechs Babymilchpackungen. Ich erklärte ihr nochmals, dass ich und meine Freundin nicht im selben Haushalt leben, sondern lediglich gemeinsam einkaufen sind. Auf diese Erklärung antwortete sie mir: "Das ist egal! Sie sind zusammen gekommen und deswegen dürfen Sie zusammen nur drei Packungen kaufen. Denn so ist die Regelung! ". Ich fragte sie, wo das Probleme liegt, da wir eben nicht aus dem selben Haushalt sind. Danach gab sie mir eine Antwort, die mich wie ein Blitz traf. Sie sagte mir: "AUCH DEUTSCHE MÜTTER MÜSSEN MILCH KAUFEN! Und es spazieren hier täglich 10 Japaner herein und kaufen nur Babymilch! Davon habe ich die Nase voll! ". Da platze mir der Kragen und ich fing mir ihr eine heftige Diskussion an. Auf meine Aufforderung, dass ich mit dem Filialleiter sprechen möchte, sagte sie nur dieser sei nicht im Haus und er würde sowieso nichts an der Situation ändern können.

Um die Situation klarzustellen: Ich bin österreichischer Staatsbürger mit chinesischer Abstammung, bin 27 Jahre alt und lebe seit meinem ersten Lebensjahr in Europa und seit mehreren Jahren in Deutschland. Ich besuchte den Kindergarten, die Volksschule, Gymnasium und machte hier meine universitäre Ausbildung. Ich arbeite und zahle wie jeder anderer Staatsbürger Steuern, Krankenversicherung etc. Ich habe mich in Deutschland immer wohl gefühlt und sehe mich hier nicht als "Ausländer" oder Fremde. Noch nie hatte ich Probleme mit Rassismus gehabt und ich war heute dermaßen schockiert und empört, dass ich mir das bieten lassen musste. Es ging mir dann zum Schluss auch nicht mehr um die drei Packungen Babymilchpulver. Mir ist es sehr wohl bewusst, dass ich in der nächsten Filiale dann meine Packungen kaufen kann. Aber allein die Aussage "Auch deutsche Mütter müssen Milch kaufen! "von einer Verkäuferin ist unterste Schublade und derartig unprofessionell. Und als ich sie mit der Tatsache konfrontierte, dass ihre Aussage rassistisch diskriminierend ist, bekam ich nur die Antwort: "Geh, kommen Sie! Jetzt hören Sie aber auf! " Ich bin nicht bereit ihr dieses Verhalten durchgehen und einfach so auf mir sitzen zu lassen! Sogar die Mitmenschen im Geschäft fanden ihre Art und Weise einfach unpassend und nicht in Ordnung! Erlaubt Rossmann ihre Mitarbeiter sich derartig rassistisch und diskriminierend gegenüber ihre Kunden zu verhalten?

Ich bin maßlos enttäuschtüber dieses unprofessionelle Verhalten und verlange eine persönliche Entschuldigung! Denn ich finde nicht dass ich mir das bieten lassen muss. Nur weil ich anderer Abstammung bin und ein anderes Aussehen habe als andere Deutsche! Ich hoffe auf eine passende Lösung/Stellungnahme seitens der Firma Rossmann!

Meine Forderung an Dirk Rossmann:

Persönliche Entschuldigung und Zurechtweisung der Verkäuferin

Antwort auf die Beschwerde vom 31.03.2016
Dirk Rossmann GmbH

Abteilung: Kundenservice

04.04.2016 | 13:13 Uhr

Sehr geehrter Herr Ting Ting,

für Ihre Schreiben möchten wir uns herzlich bei Ihnen bedanken.

Wir haben den von Ihnen geschilderten Vorfall an die zuständige Bezirksleitung weitergeleitet. Sobald wie möglich werden wir Sie über den neuesten Stand in dieser Angelegenheit unterrichten.

Mit freundlichen Grüßen

Ingo Klöpper

- Leitung Kundenservice -

Dirk Rossmann GmbH

Isernhägener Str. 16

30938 Burgwedel

+49 0800 - 76 77 62 66

+ +49 (05139) 898 - 4019

mailto: service@rossmann.de

Handelsregister-Nr. HRB 120546, Amtsgericht Hannover

Ust-Id-Nr. DE 115055186

St. -Nr. 16/207/20008

Geschäftsführer: Dirk Roßmann, Alice Schardt-Roßmann, Raoul Roßmann, Michael Rybak, Peter Dreher.

bewerten sie die antwort von Dirk Rossmann GmbH

Im Focus steht ein netter Artikel dazu und verständlich, dass die Verkäuferinnen mittlerweile auch keinen Bock mehr haben es jedem erklären zu müssen. " www.focus.de/familie/babyernaehrung/nur-drei-paeckchen-pro-kunde-milchpulver-engpass-warum-chinesen-deutsche-drogerien-leerkaufen_id_4466868.html"

Klingt für mich aber schon danach als hätten Sie die "3 Packungen pro Kunde" Regel umgehen wollen.
Ich kann weder verstehen wie man da dermaßen rassistisch werden kann noch wieso man auf 3 Packungen Milchpulver so penetrant bestehen muss.
Beschweren Sie sich doch bei der Filialleitung anstatt hier.

Also, wenn Sie Zeugen für diesen Vorfall haben würde ich die Sache zur Anzeige bringen.

Sehr geehrter Tin Tin,

Sie brauchen sich hier nicht zu rechtfertigen wo Sie geboren wurden und studiert haben. Das spielt keine Rolle. Eine Rolle spielt, daß diese Verkäuferin sich unverschämt Ihnen gegenüber verhalten hat. Sie haben Ihre Freundin als Zeugin, insofern sollten Sie Strafanzeige wegen Diskriminierung und Nötigung (unerlaubt in Ihrem Einkaufswagen langen und Waren entfernen) erstatten. Ich kaufe übrigens schon Jahre nichts mehr bei Rossmann wegen dem dreisten Personal, sondern bestelle online bei Bipa.

Sehr geehrter Tin Tin,

Ich hoffe es wird bei Ihrem geschildertem Fall geholfen und das Sie wenigstens bei Ihnen entschuldigt wird und nicht wegen ihrer Beschwerde ein Hausverbot belegt wird.

Es gab schon mal einen Fall, da hat ein Verbraucher auch hier eine Beschwerde über die Unfreundlichkeit der Verkäuferinnen in der Rossmann-Filiale seiner Nähe geschrieben. Statt Abhilfe hat er vom Filialleiter deswegen ein Hausverbot erhalten, Lieferung frei Haus.

Wer das nicht glauben will, hier ist der Beweis:
https://www.gutefrage.net/frage/rossmann-

Unfassbar wie man das Hausrecht als "Schutzschild" gegen berechtigte Kundenbeschwerden nutzt.

Hallo @ ReclaBoxler-1140966 und [hoffentlich] mitlesende Firma ROSSMANN!

Zitat: "Ich kaufe übrigens schon Jahre nichts mehr bei Rossmann wegen dem dreisten Personal. "

Auch wenn ich Ihr Zitat etwas verkürzt wiedergebe, so unterstreiche ich Ihre mehr als berechtigte Aussage und Feststellung: Das Personal von Rossmann ist z. T. dreist, frech und unverschämt.

Auch als "reinrassiger Deutscher" musste ich mir seitens einer Mitarbeiterin in der Vergangenheit Unverschämtheiten gefallen lassen bzw. anhören, die aus meiner Sicht und Empfindung 'das normale Maß' bei weitem übersteigen.

Hier und an dieser Stelle appeliere ich an die Firmenspitze -- irgend etwas bei ROSSMANN läuft quer bzw. Ihre sogenannte "Kundenfreundlichkeit", ist längst aus dem Ruder gelaufen!

Ist Ihr Umsatz tatsächlich bereits so hoch, dass gewisse, notwendige bzw. übliche Kundeninteressen kaum noch bei ROSSMANN Beachtung finden?
Ich meine, es ist allerhöchste Zeit, das obere Kundenmanagment zu schulen, damit es in der Zukunft einen wesentlich stärkeren Einfluss auf die Mitarbeiter in den verstreuten Filialen innerhalb Deutschlands nehmen kann und nehmen muss!

Meine hautnah erlebte "Negativ-Episode" stammte aus Thüringen; allerdings mehr als die lediglich mitleidserheischenden Bekundungen, in Texbausteinen zusammengefasst, - seitens ROSSMANN - konnte ich meiner Antwort-E-Mail nicht entnehmen oder entlocken! Mehr als dürftig, lautet mein Fazit!

ROSSMANN?
- A l l e s [nur] Einzelfälle? -

http://de.reclabox.com/beschwerde/119882-dirk-rossmann-raunheim-rueckgeld-nicht-rausgeben-sehr-unfreundliches-personal

Siehe dazu auch den kommentierten Beitrag!

Einzelfall? definitiv nicht. Heute morgen an meinem Probetag, musste ich gleich meine Daten in einem Tablet der Chefin eingeben und als es zur Staatsangehörigkeit kam, wurde es nicht akzeptiert was mit einer roten Schrift leuchtete. Die Chefin nahm mir schnell den Tablet aus der Hand und sagte mir, wir dürfen keine Südosteuropäer einstellen (Obwohl es auf meinem Lebenslauf stand). Ich war schockiert und konnte erstmal nichts sagen. Auf meine Frage weshalb? aus welchem Grund? wurde mir nur geantwortet. Wir dürfen nicht. Sie musste dann noch neben mir 2 Telefonate führen ob sie mich zum Probearbeiten da lassen darf wegen meiner Nationalität. Sowas habe ich in meinem ganzen Leben nicht erlebt. Noch nie habe ich so ein Rassismus erlebt. Rossmann war einer meine Lieblings Filialen, in der ich regelmäßig einkaufen war. Und das war auch das letzte Mal. Nie wieder!