Anpöbelei von IKEA-Mitarbeiter wegen schreiendem Kind

Ich hatte heute (25.7.2016) bei IKEA Moorfleet einen echt miesen Tag, dank der Mitarbeiter dort. Wegen eines Hockers sollte ich mich mit der Artikelnummer an einem Serviceschalter wenden. Sämtliche Infopoints waren aber nicht besetzt. In der Schlafzimmerabteilung fand ich dann endlich einen Schalter.

Als ich (nach 5 Wartenden) endlich an der Reihe war, durfte ich mir von der unfreundlichen IKEA-Mitarbeiterin anhören, sie sei nur für Betten zuständig und schickte mich wieder zu den Sofas. Auf meine Erwiderung, dass dort kein Mitarbeiter am Infopoint sei, behauptete sie frecherweise, dass der immer besetzt sei. Ich also wieder zur Sofaabteilung. kein Mitarbeiter. Nach einer nochmaligen Odysse durch das halbe Möbelhaus erbarmte sich endlich ein Mitarbeiter, einen Orderbeleg für meinen Hocker auszustellen. Meine kleine Tochter war inzwischen schon leicht genervt von der Rumrennerei.

An der Warenausgabe dann das nächste Desaster. Meine Tochter lag kreischend auf dem Fußboden (Trotzphase!) und wollte nicht aufstehen, als ich gerade am Ausgabeschalter stand. Daraufhin kam ein Mitarbeiter und pöbelte mich an, dass das Kind nicht auf dem Fußboden liegen darf, das "hätten sie dort nicht so gerne" und ich solle mich bitte darum kümmern, ansonsten sollten wir das Haus verlassen! Der Umgang mit den Kunden ist so weit von der skandinavischen Freundlichkeit entfernt wie ich von meinem nächsten IKEA-Besuch. Da hauts auch die ständige Duzerei nicht mehr raus.

Meine Forderung an IKEA:

Mehr skandinavische Freundlichkeit.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Dann Fragen sie doch die Skandinavier wir Kinder Erziehung geht!
Meine haben nie irgendwo im Dreck rumgelegen und/oder geschrien.
Mit anderen Worten ich habe alles richtig gemacht und Sie so ziemlich alles falsch und schieben Ihre Verantwortung jetzt auf andere. Respekt! Wenn sich das Kind das abschaut, weiß man was daraus wird.

Zumindest der Mitarbeiter hat die Gefahren erkannt, die entstehen wenn ein Kind auf einem völlig verschmutztem Boden liegt, wo auch noch andere Menschen mit voll geladenen Einkaufswagen rum fahren, die umstürzen könnten und eventuell auch noch diverse Flurförderfahrzeuge. Auch als Hubwagen bekannt.

Guter Kommentar von Steve Ale. Ich habe den Bericht mit Spass und Witz meiner Familie beim Frühstück vorgelesen. Meine Kinder sind erwachsen. Was hatten wir für einen Spass beim Lesen dieser Zeilen. Danke dafür an den Autor oder die Autorin. Wir stellten uns vor, wie das Kind bei IKEA auf dem Boden liegt und mit den Fäusten auf dem Boden trommelt.Es wäre doch eine Anregung für IKEA eine "stille Treppe" oder "ein stilles Sofa" zu verkaufen. Produktname: "tysta trappor". Wie lange wird man nun auf Reclabox amüsiert diesen Bericht lesen, view per view, wie heute Eltern Ihre "Erziehung" öffentlich stellen. Vielen Dank für das herzhafte Lachen am heutigen Tag!

"Ich habe alles richtig gemacht und Sie so ziemlich alles falsch" Wer hat denn bitte danach gefragt! Mal unabhängig davon, haben Sie die Geschichte ausgeschmückt bis zum geht nicht mehr (Wo steht da etwas von "völlig verschmutztem Boden" und "im Dreck rumliegen"). Ihre Meinung zu Kindererziehung in allen Ehren, aber für die Kommentare sollten Sie sich (beide!) schämen. So etwas Unqualifiziertes. Man könnte anhand Ihres Textes sicherlich auch sehr viel Negatives in Ihre Erziehungsmethoden interpretieren.

Weshalb haben Sie denn Ihr Kind nicht im Ikea Kinderland abgegeben, wo es betreut wird, und Sie ganz entspannt Ihren Einkauf tätigen können? Ihr Kind hätte sicherlich mehr Spaß dort als im Laden herumlaufen zu müssen. Oder schreit es dort noch mehr und will nicht dort bleiben?

Wenn Sie entspannter sind (ohne Kind), sehen Sie auch den Einkauf entspannter und regen sich nicht so schnell darüber auf, wenn Sie keinen Mitarbeiter an den Servicepoints sehen. Die werden auch nicht dauernd besetzt, da muss man schon mal warten. Dauerhaft besetzte Points bedeuten halt auch mehr Personal, das vor Ort sein muss, und das lohnt sich in einigen Märkten halt auch nur zu Stoßzeiten. Die Mitarbeiter haben zudem auch noch andere Dinge zu tun, als nur an ihren Servicepoints auf potenzielle Kundschaft zu warten.

Früher kannte man das Phänomen der sich auf den Boden schmeissenden Kleinkinder eigentlich kaum, die Kinder wurden halt noch so erzogen, dass sie gar nicht auf die Idee gekommen sind, so ihren Willen durchzusetzen bzw ihren Unmut zu zeigen, Aufmerksamkeit zu bekommen. Wenn sich ein Kind so in der Öffentlichkeit verhält, ist schon vorher was schiefgelaufen, denn Kinder testen ihre Grenzen aus, und bevor sie sich auf den Boden werfen, haben sie ihren Willen meist schon zu oft durchgesetzt.

Ich hätte mich sowas als Kind echt nicht getraut, und wenn ich meinen Trotzkopf zu Hause mal durchsetzen wollte, dann haben meine Eltern entsprechend reagiert, und mich überhaupt nicht beachtet, und schon war die Sache für mich erledigt, weil sie mir rein gar nichts gebracht hat.

Das ist eine sehr gute Anregung finde ich. Ich fahre gleich zu IKEA, kaufe mir eine tysta trappor, setze mich drunter und schäme mich.
Danke nochmals für den Spaß heute junge Dame. Alles Gute und viele Grüße.

Herrliche Beschwerde, vielen Dank! Auch wir haben uns köstlichst amüsiert. Daumen hoch für den IKEA-Mitarbeiter.

Steve Ale hat es auf den Punkt gebracht. Und ob der Fußboden nun tatsächlich verschmutzt war oder nicht, tut nichts zur Sache. Kinder haben in einem solchen Geschäft allein aus Sicherheitsgründen einfach nichts auf dem Fußboden verloren. Solches Verhalten muss gleich unterbunden werden. Wer bei den Kindern sowas durchgehen lässt, kann sich noch auf einiges gefasst machen. Wenn man überfordert ist, sobald das Kind ein solches Verhalten an den Tag legt, sollte es beim nächsten Mal zuhause lassen oder im IKEA-Kinderhort abgeben. Zumal doch jeder weiß, dass es bei IKEA schon einmal etwas länger und stressiger ausfallen kann, weil eben zig andere Menschen mit gleichrangigen Anliegen zugegen sind.

Keine Reaktion seitens der Firma