Endlich entschied ich mich auf die Deutsche Bahn umzustellen, um die wöchentliche Fahrt ins knapp 300 km entfernte Essen nicht mit dem Auto zurücklegen zu müssen. Also auf zum Fahrkartenschalter und erkundigen nach Reisen mit dem Hund.
Kein Problem! Der Hund darf für die Hälfte des Erschwachsenenfahrpreises im Zug mitfahren. Sehr schön.
Im Zug musste ich dann leider feststellen, dass die Sitzplatzreservierung nur für eine Karte galt. Der Hund hat keinen Anspruch auf Platz. Dies hieß, dass mein kniehoher Hund sich in den Fußraum zu meinen Füßen quetschen musste. In meine Beine musste ich einen Knoten machen, damit der Hund einigermaßen die knapp 3 Stunden sitzen konnte. Das ganze für satte 80 Euro grenzt schon an eine Unverschämtheit!
Wo ist hier der Tierschutz der dafür sorgt, dass auch ein Hund für den vollen Kinderpreis ein Recht darauf hat sich zumindest im Zug hinlegen zu können ohne dass ihm Mitreisende auf die Füße treten oder der Koffer darüber rollt?
Eine Sitzplatzreservierung - so dass der Hund wenigstens im Fußraum Platz zum Liegen hat - ist trotz Fahrpreis nicht möglich! Ich empfinde dies als Unverschämtheit seitens der Deutschen Bahn!
Meine Forderung an Deutsche Bahn:
Platzanspruch für den Hund bei vollem Kinderfahrpreis
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 4
Wo hätte der Hund denn liegen sollen? Doch nicht etwa auf einem Sitzplatz? Im übrigen hat man keinen Anspruch auf einen Sitzplatz. Reservierte Plätze die nach 15 Minuten nicht belegt sind, sind wieder frei für andere Gäste.
Ich muss Frau Keller recht geben.
Da man den gleichen Preis für einen Hund (egal welcher Größe!) wie für ein Kind zahlt, sollte man auch Anspruch auf Platz für den Hund haben. Reservierung hin oder her. Wenn der Hund zu den Füßen liegen muss, sollte er wenigstens nichts kosten!
@Corey Taylor
ach wissen Sie, auch ein Hund kann sich auf einen Sitzplatz legen, da muss der Halter einfach nur eine Decke mitnehmen und auf den Sitzplatz legen und schon muss sich niemand Gedanken über die Sauberkeit des Sitzplatzes machen.
Vieles könnte so einfach und selbstverständlich sein, leider machen manche Leute da so ein Gewese drum und regen sich auf. Menschen sind schon merkwürdig. Manche ekeln sich vor Hunden, dabei sind die meisten Hunde, die als Haustiere gehalten werden, gepflegte und saubere Tiere, eben da sie im Haus leben und von ihren Haltern gepflegt werden, denn die wollen auch nicht, dass ihre Hunde ungepflegt sind oder schlecht riechen usw.
Was viele Menschen jedoch gar nicht bedenken ist, dass sie sich regelmässig auf Sitzplätze in Bussen und Bahnen setzen, auf denen ungepflegte Menschen gesessen haben, zb Menschen die wochenlang oder noch länger dieselben Klamotten anziehen und sich dann mit ihren dreckigen Jeanshosen, mit denen sie vielleicht vorher auf schmutzigen Böden, Bänken oder sonstwo gesessen haben, auf die Sitze setzen oder gar ihre Füsse auf die Sitze stellen oder legen usw, da wird auf den Sitzen gegessen und Fettflecken verteilt und und und
aber darüber machen sich die wenigsten Menschen Gedanken, aber wehe ein Hund verliert mal ein Hundehaar, dann ist der Ekel riesengroß.
Für einen Hund ist eine 3-stündige Zugfahrt, während der er sich 3 Stunden lang auf einer ganz kleinen Fläche zusammenkauern muss, eine Tortour. Auch einem Menschen würden alle Knochen einzeln weh tun, wenn er sich bspw 3 Stunden lang in eine kleine Ecke quetschen müsste. Und gerade weil man dafür ganz schön viel bezahlen muss, ist das eine Frechheit.
Hätte die Halterin diese Vorgehensweise vorher gewusst, dann hätte sie selber entscheiden können, ob sie das ihrem Hund zumuten kann/möchte oder eben nicht. Aber so? Keine Chance.
Die Beschwerde richtet sich gegen die Deutsche Bahn