Stornierung Telefonvertrag

Berlin

Sehr geehrte Damen und Herren,

meine Mutter ist seit einiger Zeit Kunde bei Primastrom.

Im Juli 2016 bekam sie unaufgefordert einen Werbe-Anruf von Primastrom, bei dem Ihr ein Telefonvertrag angeboten wurde. Meine Mutter erklärte, dass sie keinen Bedarf an einer Änderung habe und so etwas ohnehin erst mit ihren Kindern absprechen wolle, da sie auf Grund Ihres Alters nicht abschätzen könne, inwieweit sie die angebotenen Leistungen überhaupt benötige. Meine Mutter wird in wenigen Wochen 90 Jahre, hat keinerlei internetfähige Endgeräte in ihrem Haushalt, ein uraltes, ebenfalls nicht internetfähiges Prepaid-Handy, aber einen bestehenden Festnetzvertrag. Dieser beinhaltet zudem eine Notruffunktion, insofern rieten wir ihr vom angebotenen Wechsel ab. Eine entsprechende unvoreingenommene Bedarfsanalyse durch Ihren Kundenservice hätte ebenfalls zu diesem Ergebnis kommen müssen. Soweit, so gut.

Am 03.08. 2016 erhielt sie plötzlich eine Bestätigung über den angeblich beauftragten Wechsel des Telefonvertrages (Kundennummer 4349346197) . Da sie diesen zu keinem Zeitpunkt beauftragt hatte, widersprach sie Ihrem Schreiben am 10.08.2016. Darauf erfolgte zunächst keinerlei Reaktion durch Sie. Auf eine Erinnerung (am 22.08.2016) zur Beauftragung der Rufnummernmitnahme reagierte sie ausdrücklich nicht, da sie ja keinen Vertrag bei Ihnen wünschte.

Am 28.08. 2016 erfolgte dann unaufgefordert die Zusendung einer Voicebox (Router) und zweier SIM-Karten. Diese sendete Sie originalverpackt und unbenutzt sofort am 29.08.2016 (Datum des Einlieferungsscheins) auf eigene Kosten an Primastrom zurück. Ebenfalls am 29. 08. 2016 schickte sie Ihnen einen nochmaligen Widerruf und wies darauf hin, dass Sie niemals Bedarf an einer angebotenen Vertragsänderung telefonisch geäußert hatte. Gleichzeitig widersprach sie der Einzugsermächtigung für Telefondienstleistungen durch Primastrom. Der Energievertrag sollte weiterlaufen.

Das das alles sehr viel unzumutbare Aufregung für eine 90-Jährige ist, brauch ich wohl nicht explizit zu erwähnen. Umso schlimmer, dass Ihr „Kundenservice“ sich in keinster Weise befleißigt fühlt, auf irgendein Schreiben meiner Mutter zu reagieren bzw. den unrechtmäßig zu Stande gekommenen Telefonvertrag zu stornieren. Stattdessen wurden nun die durch Ihren Fehler entstandenen Gebühren (20,98 Euro) widerrechtlich (da der Einzugsermächtigung am 29.08.2016 widersprochen wurde) vom Konto meiner Mutter eingezogen, woraufhin sie die Lastschrift rückgängig machte. Nun bekommt sie Monat für Monat Mahnschreiben mit immer neuen Mahngebühren (Kundennummer hier 8980825733) für Leistungen, die meine Mutter nie beauftragt bzw. in Anspruch genommen hat.

Forderung:

  1. Sofortige Stornierung des Vertrages,
  2. Rücknahme der Zahlungsaufforderung/Mahnschreiben,
  3. Erstattung der Rücksendekosten für die unaufgefordert zugesendete Hardware + Simkarten,
  4. Verbot der telefonischen und schriftlichen Kontaktaufnahme zu Werbezwecken,
  5. Umstellung der Zahlungsweise für den laufenden Stromvertrag auf Rechnung, da das Vertrauen zu Primastrom nichtmehr vorhanden und somit einer Einzugsermächtigung auch für die Stromlieferung am 04.10.2016 widersprochen wurde.

Ich bin im Auftrag meiner Mutter bevollmächtigt (Vorsorgevollmacht), dieses Schreiben an Sie zu senden

Mit freundlichen Grüßen Matthias Scholtyssek

Bestell-/Kundennummer: 7890038426(Strom)/4349346197(Telefon)/8980825733(Mahnungen)

Meine Forderung an Primastrom:

Sofortige Stornierung des Vertrages, Rücknahme der Zahlungsaufforderung, Erstattung der Unkosten

Antwort auf die Beschwerde vom 10.11.2016
primastrom GmbH

Abteilung: Kundenbetreuung

15.11.2016 | 07:37 Uhr

Sehr geehrte Frau Scholtyssek,

vielen Dank für Ihre Anfrage. Da uns die Zufriedenheit unserer Kunden sehr am Herzen liegt, haben wir Ihre Beschwerde mit Bedauern zur Kenntnis genommen und den Fall geprüft.

Vor dem Hintergrund, dass Sie bereits unsere Kundin sind und uns am 02.08.2016 erneut einen verbindlichen Auftrag zur Einrichtung eines Festnetzersatzproduktes erteilt haben, hat uns Ihre Beschwerde sehr verwundert.

Ihren Ausführungen, Sie wurden unerlaubt von primastrom zu Werbezwecken angerufen, möchten wir hiermit ausdrücklich widersprechen.

Wir haben selbstverständlich zur Kenntnis genommen, dass Sie keine weitere Kontaktaufnahme für werbliche Zwecke durch unser Haus wünschen. Dies werden wir in Zukunft beachten.

Als kundenorientiertes Unternehmen möchten wir auch Ihr Vertrauen als unsere Kundin wieder gewinnen und haben uns daher entschlossen, den Telekommunikationsvertrag aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht wieder zu beenden. Die Mahnungen und Rechnungen haben wir dementsprechend storniert. Ihren Widerspruch mit dem Lastschrifteinzug haben wir ebenfalls vermerkt. Um weitere Missverständnisse zu vermeiden, bitten wir Sie, zukünftig die monatlichen Abschläge rechtzeitig zu überweisen.

Wir gehen davon aus, alle Unklarheiten beseitigt zu haben, und freuen uns auf die weitere Zusammenarbeit.

Mit freundlichen Grüßen
Ihr primastrom-Team

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Klingt sehr ärgerlich, weiß aus eigener Erfahrung was da für ein Saftladen ist. Wünsche weiter gute Nerven!

Aber eine Sache ist nicht ganz logisch, wenn Ihre Mutter nie einen Vertrag eingegangen ist, woher hat PrimaStrom ihre Bankdaten zum Einzug?

ReclaBoxler 9433196

Die Bankdaten hat Primastrom natürlich vom laufenden Stromvertrag! Diese unseriöse Firma bietet doch beides an!

Frau Scholtyssek, kämpfen Sie für Ihre Mutti und passen Sie in Zukunft auf, wo Ihre Mutti Verträge abschließt, auch hinsichtlich Strom.

Am besten, vorher in der ReclaBox recherchieren und dann Verträge abschließen. So mache ich es immer.

Viel Glück bei allem, was Sie vorhaben. <:O)

Ah, soweit habe ich nicht gedacht.

Ich würde direkt zum Anwalt gehen, ohne schriftliche Einverständnis von Ihrer Mutter, dürfen die nichts außer den Stromabschlag vom Konto abbuchen!

Hallo primastrom, danke für Ihre Antwort, allerdings bestehen weiterhin starke Zweifel an Ihrer Zusage der Beendigung des Vertrages.
Meine Mutter erhält weiterhin Mahnungen, mittlerweile mit recht massiven Drohgebärden (23.11.2016) sowie laufend aktuelle Mobilfunkrechnungen (24.11.2016) von Ihnen. Sie schreiben oben: ". und haben uns daher entschlossen, den Telekommunikationsvertrag aus Kulanz und ohne Anerkennung einer Rechtspflicht wieder zu beenden. Die Mahnungen und Rechnungen haben wir dementsprechend storniert. " Mahnungen und Rechnungen storniert zu haben impliziert in der deutschen Grammatik eine bereits abgeschlossene Handlung. Warum hat meine Mutter dann gestern und heute wieder Mahnungen und Rechnungen von primastrom in der Post? Eine Stornierungsbestätigung durch Ihren Kundenservice wäre erwartbar und angebracht. Ich bitte daher dringend um Prüfung des Sachverhalts und Umsetzung Ihrer Zusagen! Danke vorab! Matthias Scholtyssek

Bisher kommen weitere Mahnungen, keine Stornierungsbestätigung vom Primastrom-Kundenservice.

Zwar kommen aktuell keine neuen Mahnungen mehr, allerdings wäre ein eindeutiges Beendigungsschreiben zu erwarten.