Unmöglicher Kundenumgang und Hinwegsetzen über Kundenwünsche

Kurz vor Weihnachen 2016 haben wir im Möbelhaus Hardeck eine Wohnlandschaft bestellt, die erstmal zehn Wochen Lieferzeit haben sollte, sich aber mit uns in Verbindung gesetzt würde, wenn es soweit ist, um einen Termin auszumachen. Soweit so gut. Liefertermin ausmachen ist ein weit gefasster Begriff, wir haben einen Brief bekommen mit einem Datum 21.03.2017 und der Aussage, der Fahrer ruft eine Stunde vorher an. Dies tat er auch, aber um 6 Uhr morgens! Welch eine unheilige Uhrzeit, da wie wir vom Fahrer erfahren haben, dass wir wohl auch die einzigen waren, die an diesem Tag beliefert wurden. Das sei mal noch als in Ordnung so dahingestellt. Der eine der beiden Lieferanten ließ meinen Freund dann schon den VORAB ausgefüllten Bogen über die Vollständigkeit und Unversehrtheit der Lieferung und Wohnung unterschreiben. Wir haben bis jetzt nur Kissen gesehen. Gutgläubig wie wir waren unterschrieb mein Freund. Ich mein, was soll schon dran sein?

Als wir das Sofa dann auspackten, entdeckten wir Löcher, unzählige Flecken, bemerkten, dass Teile spiegelverkehrt sind, schlecht verarbeiten wurden und und und. Die Enttäuschung war maßlo,s der Ärger riesig und Wut, dass ich am liebsten jemanden rechts und links eine klatschen würde.

Direkt reklamierte ich telefonisch die Lieferung, dort wurde ich beruhigt und mir wurde gesagt, dass in den nächsen Tagen sich darum gekümmert würde und wir ein neues Sofa bekämen. Ich schickte gefühlte 30 Bilder und eine Nachricht, in der ich die Neulieferung einer mangelfreien Ware gefordert habe an den Kundendienst und es sollte sich bei mir gemeldet werden.

Nichts tat sich. Ich habe täglich angerufen und niemand konnte mir etwas sagen.

Aber es wurde immer besser. Dann sollte ein Gutachter kommen, ist ja prinzipiell in Ordnung, muss man zwar nicht verstehen, wenn man schon Bilder gemacht hat, aber wenn sie zu viel Geld haben, sollen sie ruhig machen.

Der kam aber auch erst am 18.04.2017 also vier Wochen später. Ergo wir haben zu diesem Zeitpunkt bereits 14 Wochen auf ein ordentliches Sofa gewartet.

Wie erwartet machte er dieselben Bilder, die ich auch schon gemacht habe, doch dass ich mich nicht vier Wochen auf eine total verdreckte Couch setze, ist ja wohl selbstredend, also habe ich dieso so gut es ging bereits selbst entfernt. Dann fing der gute Herr an mir die Bude auseinanderzunehmen und das Sofa notdürftig zu reparieren.

Ich hatte die Neulieferung verlangt! Keine Nachbesserung.

Aber auch der Gutachter kam zu dem Schluss, dass die eine Hälfte nicht reperabel ist.

Jetzt sollen wir nach drei Monaten das halbe Sofa neu bekommen? Warum die Hälfte? Dann hab ich eine Seite, die drei Monate alt ist, und das sieht man natürlich auch! Das sind normale Gebrauchsspuren und Abnutzungen durch Kleidung etc. und eine Seite neu? Wie sieht das denn aus? Und zahen sollen wir dasselbe, was Kunden bezahlen, die zufälligerweise mal etwas Anständiges geliefert bekommen? Unverschämt. Das aller aller Letzte! Es geht hier immerhin um fast 800 Euro, dafür muss eine alte Frau lang stricken.

Ich habe 20% Nachlass verlangt in BAR! CASH! Nicht die von Hardeck angebotenen 50 Euro Warengutschein.

Was will ich mit einem Warengutschein von einem Laden, wo ich nie wieder auch nur einen Putzlappen kaufen werde?

Patzige Antworten per Post und Telefon gehen gar nicht. Ich habe mir nichts zu schulden kommen lassen, wir haben den Kaufvertrag unsererseits erfüllt. Da Hardeck in unserer Schuld steht, sollten sie mal über ihre Firmenpolitik nachdenken in Hinsicht auf Kundenzufriedenheit und Kundenbetreuung.

Mein Fazit: NIE WIEDER. Bei Hardeck: Drei Tage Urlaub nehmen, Bluthochdruck und erhöhter Stromverbrauch durch unendlich viele Telefonate.

Bestell-/Kundennummer: E37749

Meine Forderung an Hardeck Möbel:

20% Nachlass als Entschädigung und das Sofa komplett neu, nicht nur zur Hälfte.

Antwort auf die Beschwerde vom 07.06.2017
Hardeck Möbel GmbH & Co. KG

Abteilung: Online Marketing

09.06.2017 | 13:18 Uhr

Hallo Frau Paschke,

wir verstehen Ihren Ärger über die entstandenen Unannehmlichkeiten. Wir haben Ihre Beschwerde bereits an unsere Kundendienstleitung weitergeleitet und setzen uns nun noch einmal mit Ihrem Fall auseinander. Ein Kollege meldet sich so schnell wie möglich bei Ihnen, um eine gute gemeinsame Lösung zu finden.

Viele Grüße

Ihr HARDECK-Team

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Hallo,

Sie haben gemäß Paragraf 439 des BGB's zunächst nur ein Recht auf eine Nachbesserung. Wurde vom Gutachter festgestellt, dass nur die eine Hälfte nicht mehr zu reparieren ist und diese auch so Lieferbar ist, bekommen Sie natürlich auch nur die Hälfte. Eine Forderung, dass ganze zu erhalten können Sie hier nicht gelten machen, dies wäre reine Kulanz des Unternehmens.

Speditionen beginnen meistens früh, damit diese so viel wie möglich am Tag schaffen. Sollte es tatsächlich der einzige Termin am Tag gewesen sein, und die Mitarbeiter nicht noch woanders gebraucht werden, so hätte man ruhig einen etwas späteren Termin ausmachen können. Wie Sie selbst schrieben, war es ein Fehler, den Bogen bereits zu unterschreiben. Sie hätten erst die Ware begutachten sollen, bevor Sie es unterschreiben. Egal, welchen Druck der Spediteur macht.

Das Sie so lange warten müssen ist auch ganz normal. Die Möbel stehen meist nicht in irgendwelchen Lagern, da es in Möbelgeschäften meist kein Lager gibt. Es wird neu angefertigt und dann erst geliefert. Entsprechend dauert es meistens ein wenig. Vielleicht können Sie trotzdem ein paar Prozent wieder rausschlagen. Und wenn es eben nur ein Gutschein ist, dann ist es nun mal so. Müssen Sie sich leider mit zufrieden geben. Sie haben einen Vertrag unterschrieben und damit auch die Geschäftsbedingungen des Unternehmens akzeptiert.

Viel Erfolg

Das der Verkäufer immer nachbessern kann ist schlichtweg falsch. Das Gesetz besagt nämlich dass der Käufer entscheiden kann ob entweder nachgebessert oder neue Ware geliefert werden soll. Die Neulieferung kann nur dann abgelehnt werden wenn die Kosten für den Verkäufer unverhältnismäßig hoch sind wodurch er einen erheblichen wirtschaftlichen Schaden nehmen würde. Es ist aber gewiss nicht so, dass die 2. Hälfte der Couch so einen immensen mehrkostenaufwand hat als wenn nur einer Hälfte kommt. Sprich Spedition etc. Ist ja achließlich das selbe. Dagegen mein Schaden dass ich dann Sichtbar unterschiedlich alte couchhälften habe stellt ein wesentlich größeres Problem dar, da dies ja schließlich auch nicht im Kaufvertrag festgehalten wurde. Mir ist zwar auch klar, dass so eine Lieferung Zeit in Anspruch nimmt. Was mir allerdings schleierhaft ist wie nach so langer Zeit solch ein Produkt geliefert wird. Und die Zeit die mich am meisten stört sind die bis jetzt 11 Wochen die ich warte das ich etwas geliefert kriege, dass den Preis den ich gezahlt habe auch gerecht wird.
Ich habe schon in fast jedem größeren Möbelgeschäft in der Nähe Möbel gekauft ob ab Lager oder auf Bestellung mit Lieferung oder Bestellung mit Abholung aber so ein dreistes Verhalten und so eine Zumutung an Ware habe ich noch nirgendwo bekommen. Also weiß ich, dass es auch anders geht. Es ist auch nicht das erste mal das etwas schief lief bei meiner Bestellung aber das erste mal, dass der Verkäufer sich so quer stellt.

Hallo,

zwar haben Sie „die Wahl“, jedoch ist es im Verkauf üblich, dass zunächst nachgebessert wird. Diese Chance sollten Sie dem Händler fairer weise auch geben. Meistens können diese nichts dafür, da meist Drittfirmen für die Spedition beauftragt werden.

Ich gehe stark davon aus, dass sich der Hersteller auf die Aussagen des Gutachters stützt und deswegen auch nur eine Hälfte geliefert wird. Die „defekte“ Hälfte wird die Speditionsfirma wohl mitnehmen und somit haben Sie Ihre Couch wieder. Allein rechnerisch lohnt es sich für den Hersteller nicht, da er dann einen Verlust macht. Nehmen wir nämlich an, die Couch kostet 8000 €, somit würde eine Hälfte 4000 € kosten. Würde dieser Ihnen eine neue Liefern, hätte er 16000 € „ausgegeben“, wovon er nur 8000 € sieht, weil er die andere komplette Couch, wo von eine Hälfte noch brauchbar war, entsorgen muss. Weiterverkaufen kann er diese Hälfte auch nicht. Somit bleibt der Hersteller auf den Kosten in Höhe von 8000 € sitzen. Was eine Menge Geld ist.

Diese Produkte werden meistens gefertigt, ins Lager des Herstellers gestellt und mit mehreren anderen Möbeln geliefert. Sollte sich tatsächlich nichts anderes im Lieferwagen befunden haben, werden sie es wohl falsch gelagert haben. Eventuell keine Abdeckplane drüber gemacht, andere Möbel drauf gestellt etc. Gibt ja viele Varianten.

Setzten Sie am besten postalisch eine Frist und senden den Brief an das Kundencenter des Unternehmens per Einschreiben. Somit wissen Sie, dass Ihr Brief zu 100 % angekommen ist. Dann erhalten Sie vielleicht auch die Couchhälfte schneller.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Da sich die Flecken unter der Verpackung befunden haben gehe ich einfach mal nicht davon aus, dass es an falscher Lagerung gelegen hat. Das Sofa wurde vom Hersteller einfach schlampig hergestellt. Wenn es sich um eine Wartezeit von 2 Wochen gehandelt hätte wäre es zwar ätzend und ärgerlich aber noch im Rahmen. Nach über 3 Monaten dann aber nur die Hälfte zu tauschen ist schlichtweg eine Frechheit. Das Sofa ist hellgrau eine Farbe die wie mir selbst auch bewusst ist sehr leicht schmutzig wird und sich auch schnell verfärbt. Mir geht es darum dass ich nicht eine Couch in 50 Shades of grey haben sondern in ein und der selben was ja auch so wäre wenn beide Teile gleich lang in Benutzung sind. Sind sie dann aber nicht. Und es handelt sich lediglich um 800 Euro. Wenn der Verkäufer die erhaltene Ware vom Hersteller mal wenigstens prüfen würde dann würde er ja schließlich rechtzeitig bemerken wenn Mängel an der Ware sind. Wenn ich in den Laden gehe um Gläser zu kaufen schaue ich doch auch ob sie keine Macken haben. Die Unfähigkeit des Verkäufers die wäre nach Erhalt zu ünerprüfen ist ja schließlich nicht zu meinem Leid zu tragen. Und als Proberechnung: das Sofa kostet 800 Euro 1 Hälfte naja 1 Hälfte Totalschaden. Sind 400 Euro so oder so dann also 400 Euro um Kunden zu sichern ist sicherlich für solch ein Unternehmen nicht so viel Geld. Besonders hinsichtlich der Tatsache, dass ein unabhängiger Gutachter ja schließlich auch Geld kostet! Nicht nur für das Gutachten sondern auch für die notdürftigen Reperaturen die durchgeführt wurden. Dieses Geld hätte der Verkäufer genauso gut für die Vollständigkeit des Sofas bezahlen können.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Habe die Nachricht bekommen das Sofa komplett neu zu erhalten. Wissen nur noch nicht wann. Wir betrachten das Problem erst als gelöst wenn alles abgeschlossen ist und wir das Sofa haben.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst