Freiheitsberaubung durch Busfahrer

Flixbus
München

Am 11.06.2017 hatte ich einer Freundin aus Togo ein Flixbusticket gekauft. Sie hatte das Ticket auf ihrer App. Beim Busfahrer angekommen, meinte dieser nur, sie stünde nicht auf der Fahrgastliste und ging fort. Ich wollte versuchen freundlich eine Lösung für dieses Problem zu finden, aber freundlich konnte dieser Busfahrer nicht. Ich wurde sofort böse angeschrien, dass es keine Diskussion gäbe. Ich suchte die Servicenummer und rief an, nach Minuten in der Warteschleife, ging jemand ran und bestätigte mir, dass die Freundin auf der Fahrgastliste wär und bot an mit dem Busfahrer zu reden.

Ich klopfte beim Busfahrer an, da dieser schon abfahrbereit war, und meinte, dass der Mitarbeiter am Telefon ihm bestätigen könne, dass meine Freundin auf der Fahrgastliste stünde. Der Busfahrer wies mal wieder sehr unfreundlich ab. Er bat mich den Bus zu verlassen, ich konnte jedoch nicht so schnell reagieren, wie dieser die Tür zumachte und mit mir los fuhr. Meine Freundin stand draußen und ich hatte ihr Handy in der Hand. Ich bat den Busfahrer freundlich mich rauszulassen, aber dieser wehrte ab und meinte, wie schon so oft, keine Diskussion, keine Diskussion und ich würde das für das nächste Mal lernen, dass ich das nicht mehr mache. Was genau? Keine Ahnung.

Ich wurde immer lauter aus Verzweiflung, da ich raus wollte und schrie im Bus rum, aber der Busfahrer meinte nur, dass ich jetzt bis zur nächsten Station mitfahren müsste. Ich wusste mir nicht anders zu helfen, als die Polizei anzurufen und sofort fuhr der Busfahrer ran. Ich rannte gleich zurück zu meiner Freundin und habe sie dann in den Zug gesetzt. So ein Verhalten eines Busfahrer ist nicht tolerierbar. Es ist entwürdigend und einfach nur böse.

Bestell-/Kundennummer: 8040530999

Meine Forderung an Flixbus:

Erstattung des Bahntickets und Kündigung des Busfahrers.

Antwort auf die Beschwerde vom 28.06.2017
Flixbus

Abteilung: Customer Service

30.06.2017 | 12:57 Uhr

Guten Tag Frau Heess,

vielen Dank für Ihre Bewertung. Sie hatten uns ebenfalls eine E-Mail geschrieben, die wir bereits beantwortet haben. Gerne möchten wir uns auch hier zu Ihrer Schilderung äußern.

Es ist uns wichtig, dass Sie uns in dieser Sache angesprochen haben und wir bedauern, dass Ihre Erfahrungen mit FlixBus durch dieses Erlebnis getrübt wurden. Dafür möchten wir uns bei Ihnen in aller Form entschuldigen.

Aufgrund des von Ihnen geschilderten Vorfalls hatten wir unseren Buspartner um eine interne Stellungnahme gebeten. Diese liegt uns inzwischen vor, jedoch stellt sich aus Sicht des Busfahrers der Sachverhalt etwas anders dar als die Ihre Sichtweise.

Wichtig für Sie: Den Anweisungen des Busfahrers ist im Fall der Fälle Folge zu leisten, da er das Hausrecht über den Bus besitzt.

Seien Sie bitte jedoch versichert:
FlixBus spricht sich gegen jegliche Form der Diskriminierung aus und freut sich, Menschen unabhängig von Ethnie, Religion, Geschlecht oder sexueller Orientierung zu befördern!

Gerne möchten wir Sie von unserer Zuverlässigkeit überzeugen und würden uns besonders freuen, Sie bald wieder an Bord einer unserer Busse begrüßen zu dürfen.
Aus Gründen der freiwilligen Kulanz haben wir zudem soeben dem betroffenen Fahrgast das Busticket ohne Abzug erstattet und hoffen, somit die Angelegenheit doch noch zur Zufriedenheit gelöst zu haben. Der Fairness halber weisen wir darauf hin, dass es noch ein paar Tage Zeit in Anspruch nehmen wird, bis das Geld auf dem ursprünglich hinterlegten Zahlungsmittel ersichtlich ist.

Vielen Dank für das Verständnis und die Beachtung.

Freundliche Grüße

Carlos von FlixBus

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Warum hat die Freundin in Togo ihr Ticket nicht selbst gekauft? Mir ist nicht mal klar gewesen dass Flixbus soweit fährt: O

@Tony Armada: In diesem Fall würde lesen ganz klar helfen! Die BF hat eindeutig geschrieben, dass sich das Ticket auf dem Handy ihrer Freundin befand, sie dieses also auch selbst gekauft hat.

Die unterschwellig anklingende Fremdenfeindlichkeit Ihres Beitrages ist also ziemlich unpassend, zumal Sie keinerlei weitere Informationen haben. Ich tippe einfach mal, dass die Dame hier zu Besuch war und deswegen der deutschen Sprache nicht ganz so mächtig ist wie die BF, vielleicht sogar mit dem Flixbus zum Flughafen fahren wollte - ein völlig normaler Vorgang, der für die Beschwerde auch überhaupt nicht relevant ist.

Liebe Caroline, toll, dass Sie sich für Ihre Freundin einsetzen, ich wünsche Ihnen viel Erfolg und Kraft bei dem Erreichen Ihres Zieles! Hat Flixbus eine öffentliche Facebook-Homepage? Wenn ja, würde ich diesen Vorgang auch dort posten, dann bewegen die sich bestimmt noch einmal schneller!

Die Freundin ist gerade als Au-Pair im Norden Deutschlands und sollte nachdem sie mich besucht hat, wieder zu ihrer Gastfamilie fahren. Sie sollte von Mainz nach Münster mit dem Bus fahren. Da sie keine Bankkarte hat, habe ich auf ihrem Handy das Ticket über meine Karte gebucht.

Ehrlich gesagt empfinde ich diese Antwort verspottend. Es ist schon klar, dass der Busfahrer eine andere Sichtweise auf die Geschichte hat, er würde sich ja auch direkt ins Aus befördern, würde er alles zugeben. Ich fühle mich somit nicht ernst genommen und finde den Ausdruck freiwillige Kulanz auch ziemlich unpassend. Das was uns passiert ist, ist richtig schlimm gewesen, meiner Freundin wurde nicht nur die Mitnahme trotz gültigen Tickets verweigert, ich wurde auch noch in dem Bus eingesperrt, in dem ich in keinster Weise länger sein wollte. Da ist es nur allzu selbstverständlich, dass wir den Ticketpreis wieder bekommen. Ebenso der Kommentar ich müsste das Hausrecht des Busfahrers respektieren ist ziemlich unpassend. Ich hatte einfach keine Zeit zu reagieren. Alles in Allem kann ich Flixbus absolut nicht empfehlen und werde durch diese unglaublich schlechte Erfahrung keinen Fuß je in einen dieser Busse setzen. Mit dem Busfahrer wird Flixbus früher oder später schon noch an die Wand fahren.