Sehr geehrte Damen und Herren,
bei der letzten Zählerstandsmeldung über Ihr Kundenportal musste ich feststellen, dass von Ihnen der Arbeitspreis betreffend den mit Ihnen abgeschlossen Vertrag zur Strombelieferung vom 01.09.2016, von 20,84 Cent/kWh um satte 37,24% auf 28,60 Cent/kWh angehoben wurde.
Über diese Preiserhöhung wurde ich nicht informiert!
Nach meiner Rückfrage über Ihre Hotline wurde mir mitgeteilt, dass mir die Information über die Preiserhöhung angeblich schon ein knappes 1/4 Jahr später am 11.01.2017, auf postalischem weg mitgeteilt wurde. Eine derartige Information habe ich jedoch nie erhalten, mal abgesehen davon ob hier die Sinnhaftigkeit einer Preiserhöhung kurz nach Vertragsabschluss gegeben ist.
Auf meine bitte hin mir das Preiserhöhungsschreiben nächträglich per E-Mail zukommen und und einen Rückruf der Beschwerdeabteilung zu erhalten, wurde nicht reagiert.
In meinem Kundenportal sind meine E-Mail Adresse, sowie Mobile Telefonnummer hinterlegt. Warum wurde ich nicht auch über diese beiden Möglichkeit über eine Preiserhöhung informiert?
Warum gab es keine Information über das Kundenportal selbst, da ich in regelmäßigen Abständen meine Zählerstand melde!
Welchen Sinn hat dann das Kundenportal, wenn dort solche wichtigen Informationen nicht ausgegeben werden?
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Laut EnWG § 41 sind Sie dazu verplichtet, Preisänderungen tranzparent und verständlich dem privaten Endkunden mitzuteilen.
Auch stellt sich hier die Frage ob hier im Rahmen der Preiserhöhung von 37,24% zum ursprünglichen Arbeitspreis nicht eine "Unbillkeit" vorliegt.
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Aber anscheinend wurden viele Nutzer nicht so wie Ich garnicht, oder nicht ordnungsgemäß über anstehende Preisänderungen Informiert.
Auch habe ich bisher keine Jahresabschlussrechnung erhalten, Information über eine Anpassung der Abschlagszahlungen, oder Überzahlungen erstattet bekommen.
Ich setze Ihnen hiermit eine Frist, sich mit mir bis zum 30.09.2017 perönlich in Verbindung zu setzen.
Sollte ich bis zum genannten Datum keinen Rückruf/Antwort von Ihnen erhalten, werde ich den Fall an die zuständige Verbraucherschutzzentrale weiterleiten und den Rechtsweg bestreiten!
Mit freundlichem Gruß
A. E.
Bestell-/Kundennummer: GFJUL16013442
Meine Forderung an Grüner Funke:
Rücknahme der Preiserhöhung und Fortführung des Vertrags zu den ursprünglichen Konditionen, oder umgehende Einräumung des Sonderkündigungsrechts!
Antwort auf die Beschwerde vom 14.09.2017
Sehr geehrter Herr Eggert,
wir werden uns umgehend mit Ihnen bezüglich Ihres Anliegens in Verbindung setzen.
Mit freundlichen Grüßen
Ihr
Grüner Funke Service-Team
kommentare und trackbacks 2
Ein Mitarbeiter der Beschwerdeabteilung "GrünerFunke" hat sich dann doch ziemlich schnell telefonisch gemeldet.
Die Moral von der Geschichte, der Vertrag über Strombeliefrung wird nun zum 31.10.2017 in gegenseitigem Einvernehmen gekündigt, eine Schlussrechnung erstellt und Überzahlungen erstattet (glauben und hoffen).
Auf mein Verlangen hin wurde mir per E-Mail nochmals das angeblich verschickte "Preiserhöhungsschreiben" zugeschickt.
Seltsam nur, dass in diesem einseitigen Schreiben mit keinem Satz das Wort "Preiserhöhung" genannt wird.
Es wird nur von persönlicher Preisentwicklung, Prognosen, EEG und Preisentwicklung geredet. Aber das Schlagwort "Preiserhöhung" wird nirgendwo genannt. In einem Satz des Schreibens wird sogar von "vorsichtigem Optimismus" geschrieben, was dem Leser Sicherheit suggeriert.
Auch ist in dem Schreiben in keinem Satz ein konkreter Preis (Preiserhöhungssatz Cent/kWh, Arbeitspreis) genannt. Aus dem Schreiben geht ganz am Ende hervor, dass zu diesem eine Informationsbroschüre gehört mit dem Titel "Ihre personalisierte Preisentwicklung & Prognose bis 2019". Diese wurde mir allerdings nicht nochmals per E-Mail zugesendet. Aber ich könnte darauf wetten, dass in dieser Broschüre ebenfalls nirgendwo das Wort "Preiserhöhung" genannt wird.
Fazit: Ich suche mir wieder einen seriösen Anbieter, welcher mich über evtl. anstehende Preiserhöhungen, zuverlässig, direkt und tranzparent informiert und diese nicht hinter Formulierungen, langen Sätzen und Geschwafel versteckt. Jeder andere soll sich anhand dieser Beschwerde bitte sein eigenes Bild machen und sich Jetzt oder in Zunkunft für den richtigen Stromanbieter entscheiden.; )
Amen
Habe im Februar einen Gerichtstermin gegen Fuxx mit dem selben Fall. Im Januar Urteilt das Gericht im Hamburg über eine Klage der Verbraucherzentrale: http://www.ardmediathek.de/tv/Plusminus/Das-verflixte-zweite-Jahr-beim-Strom-Ver/Das-Erste/Video?bcastId=432744&documentId=48197662