Deutsche Bahn - Verweigerung der Dienstleistung

Frankfurt

Heute im Zug von Köln nach München. Am Bordbistro steht ein (un-) freundlicher Herr. Dass man sich mit solch unmotiviertem Personal bei der Deutschen Bahn auseinandersetzen muss, ist ja an sich nichts Neues.

Neu ist allerdings, dass man GAR NICHT BEDIENT wird. Mit dem Verweis, er sei allein, wird jegliche Bestellung am Bistro zurückgewiesen. Nur die Kollegen in Uniform erhalten zumindest einen Kaffee.

Selbstverständlich nennt in diesem Raum auch keiner seinen Namen. Na ja - ich hab's wieder mal gesehen, mit der Bahn. Auch Eyjafjallajökul wird mal wieder still sein und dann werden wir wieder fliegen können.

Meine Forderung an Deutsche Bahn:

Bitte um Stellungnahme

Firmen-Antwort ausstehend seit 16 Jahren, 63 Tagen und 0 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Manchmal kommt es mangels Verspätung einer vorherigen Leistung oder Krankheit zu einem kurzfristigen Engpass, so dass der Kollege bei einem solch viel frequentierten Zug alleine fahren muss. In erster Linie werden in einem solchen Fall die "Restaurantgäste" bedient, da beides bei der derzeitigen Auslastung einfach nicht möglich ist.

Das hätte der Kollege, falls es denn so war (denn Fahrgäste der Deutschen Bahn oder Menschen im Allgemeinen neigen dazu, zu übertreiben, oder Storys etwas abzuändern, wenn nicht nach der eigenen Nase getanzt wurde), natürlich freundlicher sagen können, keine Frage.

Und noch ein Nachtrag: Ich bin selber Eisenbahner im Fahrdienst und kann nur sagen: Es ist nicht fair, uns "unmotiviert" zu nennen! Jeder hat mal einen schlechten Tag - und häufig ist man auch noch von vorherigen Konfliktsituationen beeinflusst. Wir werden tagtäglich beschimpft, beleidigt, dürfen diskutieren bis zum Geht nicht mehr - das geht an die Substanz!

Da kann es sicherlich mal vorkommen, dass man einem anderen Fahrgast Unrecht tut.
Ich entschuldige mich im Namen aller, möchte aber auch mal auf unsere Situation hinweisen. Wir sollen immer kulant sein, werden aber von vorne bis hinten veräppelt (von einigen, natürlich nicht allen Fahrgästen). Wir haben den Druck von beiden Seiten (Chefetage/Fahrgast) und müssen immer funktionieren. Wir sind auch nur Menschen!

Auch ich war an diesem Tag mit der Bahn von Hannover nach Karlsruhe unterwegs. Da ich immer auf dem aktuellen Stand der Dinge bin, wußte ich, was da aufgrund der Flugausfälle auf mich zukommt. Deshalb habe ich mir meine Stullen schon im Bahnhof gekauft, so dass ich während der Fahrt nicht auf das Bordbistro angewiesen bin. Warum haben Sie das nicht auch so gemacht?

Könnt ja alle gerne fliegen, nacktscannen und abstürzen. Als ob die 1€-Jobber im Flugzeug bessere Laune hätten. Und was hat das Bistro mit der Dienstleistung (der Beförderung) zu tun?

Man kann aber auch echt über alles meckern, nicht wahr?

@Cac: Schiss vorm Fliegen? Mit der großen Klappe?