Ich hatte vor zwei Jahren eine fondsgebundene Lebensversicherung abgeschlossen, in die monatlich über 150,- Euro eingezahlt wurden. Dafür nahm ich das Geld, das ich von meiner Versicherungsagentur für die Empfehlung von Neukunden verdiente. Seit über 3 Monaten kommt da aber nix mehr an, auch geht bei der Agentur niemand mehr ans Telefon und auf E-Mails reagiert auch niemand mehr.
Nun bin ich gezwungen, aus diesem Vertrag auszuscheiden, da ich die Raten aus eigener Kraft nicht aufbringen kann. Wie ich erfahren habe, sind anfänglich nur knapp 17 Euro, ein Jahr später etwas über 31 Euro in die Fonds geflossen. Der restliche Betrag soll für eine "Kostenausgleichvereinbarung" draufgehen. Kann das sein?
Nach Kündigung der Police wurde ein Rückkaufswert von ca. 285,- Euro gegen die "Kostenausgleichsforderung" verrechnet. Nun sind hier also ca. 3. 000 Euro eingezahlt (20 x 150 Euro), und jetzt nach der Kündigung soll ich noch 2. 850 Euro nachzahlen?
Wer kann hier heraushelfen?
Meine Forderung an Prisma Life:
Erlass der "Kostenausgleichsforderung" wegen Falschberatung der Versicherungsagentur
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 15
Kann ich die Versicherungsgesellschaft überzeugen, die "Kostenausgleichforderung" auf den Versicherungsberater wegen Falschberatung umzulegen?
Der einzige, der Ihnen da raushelfen kann, ist ein guter Anwalt.
Das kann schwierig werden. Direkt in der Verbraucherzentrale kann und wird man Sie beraten. Dazu muss man den Vertrag einsehen.
Viel Glück!
Ein freundliches hallo,
ich denke und selber widerfahren, dass kein Mensch hilft, auch ein Anwalt kann da nicht viel machen, mit all den Klauseln, AGBs usw. von den Versicherungen.
Und ein Anwalt kostet zusätzlich, schlimm genug in Deutschland, dass man oft NUR mit einem Anwalt zu seinem Recht kommt, trotz bestehender unterschiedlichster Gesetzbücher.
Werde hier weiter lesen und bin gespannt auf den Ausgang - viel Glück!
Der Rückkaufwert ist der Betrag, den Sie aus dem gekündigten Vertrag erhalten, nicht etwas, was Sie bezahlen müssen. Beschwerden gibt´s, man glaubt es nicht.
Hi,
es gibt eigentlich nur eine Lösung: Die Verträge vorher genau lesen und nur unterschreiben, was man wirklich verstanden hat.
Laut VVG sollten die Kosten Ihnen vor Vertragsabschluss mitgeteilt werden. Hat dies das VU getan? Sollte das nicht der Fall sein, hilft tatsächlich der Weg zu Anwalt. Sollte dies jedoch der Fall sein, dann wussten Sie vorher, welche Verpflichtungen Sie eingegangen sind, und soltlen sich auch über die Konsequenzen bewusst sein.
Alternativen: es gibt Unternehmen, welche LV's zurückkaufen, abgeblich soll sich das lohnen. Oder bietet das VU Ihnen eine Beitragsfreistellung an?
Merkwürdig finde ich jedoch das Auftreten der Agentur! Welche Verträge bestehen denn hier? Den grössten Teil der Kosten einer LV erhält der Vermittller. Ist die Agentur bereit, einen Teil der 5850 Euro an Sie abzugeben?
Wie heißt die Agentur? Wer zahlt Ihnen die LV Beiträge als Verdienst getarnt? Das gibt´s echt?
Es kam bisher keinerlei Reaktion. Daher habe ich den Fall auch an die Liechtensteiner Finanzmarktaufsicht (www.fma.li) gemeldet.
Kommentar an "ReclaBoxler-5125675":
Das ist klar. Der Rückkaufswert des Versicherungsteils betrug etwas über 230 Euro, die wurden bei der Kündigung mit der Restforderung der "Kostenausgleichsvereinbarung" verrechnet, weswegen nun noch 2.850 an die PrismaLife zu zahlen sind.
Hier schreibt nochmal Heiko Reese - diesmal ein Kommentar an Michael Schröder:
Vorher lesen. Gut und schön, aber zu spät. Ich wurde geködert, mit einer Aussage des freien Beraters, dass es sich um eine "Rentenförderung" handelt. Damit es keine rechtlichen Probleme gibt, soll ich auch am Kundenwerben-Kundenprogramm teilnehmen (Extraformular). Seitdem habe ich die Monatbeiträge auf mein Konto bekommen, bevor diese von PrismaLife abgebucht wurden. Das Ganze lief prima von August 2008 bis März 2010. Seit dem kam nichts mehr.
Und weil ich mir 150 Euro für eine solche Versicherung nicht aus eigener Tasche leisten kann, wollte ich umgehend aus dem Vertrag. Die Vermittlungsagentur reagiert seit März 2010 auch nicht mehr, weder auf E-Mails noch auf Anrufe. Der Berater, der mir die Geschichte verkauft hat, ist mittlerweile verstorben. Und gegen die Agentur läuft bei der Polizeidirektion in Darmstadt ein Ermittlungsverfahren. Da ging es scheinbar wirklich mit krummen Dingen zu.
Wie ich es munkeln hörte, hat der Agenturinhaber die Provisionen am Kapitalmarkt eingesetzt und aus den Erträgen die Beiträge seiner Kunden bezahlt. Und dann muss es wohl dazu gekommen sein, dass der werte Herr sich verspekuliert hat und seitdem zahlungsunfähig ist.
Da der Versicherungsvertrag unter Vorspiegelung falscher Tatsachen zustande kam, muss der Vertrag als nichtig erklärt werden und rückabgewickelt werden. Ich will ja nur schadensfrei aus dem Vertrag, ohne aus der eigenen Tasche weiterzahlen zu müssen.
Mittlerweile hat mir die Finanzmarktaufsicht Liechtenstein, die ich ebenfalls eingeschaltet habe, zurückgeschrieben. Ihr gegenüber hat PrismaLife bestätigt, von dem Ermittlungsverfahren gegen die Versicherungsagentur zu wissen, lässt mich aber nicht aus dem Vertrag und erlässt auch nicht die Forderung. Der nächste Schritt wird die Einschaltung der Medien sein. Da das dem Image des Versicherungskonzerns wenig zuträglich ist, erwarte ich hier ein Einlenken! [H.R.]
Die liechtensteiner Aufsicht wird da nicht helfen. Nach dem deutschen Versicherungsvertragsgesetz sind die Abschlusskosten auf fünf Jahre zu verteilen und es gibt damit keine Nachforderungen nach Frühkündigungen. Im Kommentar zum VVG gibt es jedoch eine Ausnahme: Werden die Abschlusskosten als Einmalbeitrag gezahlt, sind diese auch bei Frühkündigung weg. Prismalife legt dies auch für Teilzahlungen aus.
Urteile zur KAV gibt es bisher nicht.
Die Richter haben sich bisher auf die Argumente zur rechtsunwirksamen Widerrufsbelehrung zurück gezogen. (Ist ja auch einfacher...)
Brief schreiben, Inkassofirmen ablehnen, Mahnbescheid widersprechen - das kann Mensch ja selbst. Aber ab da braucht es einen Anwalt.
Mittlerweile hat PrismaLife die komplette Restschuld in Höhe von 2.966,45 Euro in einer Summe zurückgefordert, obwohl ich bis zur Klärung die Kündigung widerrufen habe. Die sind total stur und reagierten bisher gar nicht auf die Klärungsbemühungen von ReclaBox. An alle Anwälte, die das hier lesen: Würden Sie mir da helfen? Ich kenne noch zwei andere Personen, die genau das gleiche Problem haben. Das wäre eine schöne Sammelklage!
Ich bin für so eine Sammelklage! Ich sitze auch auf so einer Kostenausgleichsvereinbarung, obwohl ich die eigentliche Versicherung gekündigt habe. Bin selber falsch beraten worden, anstatt mir zu erzählen, dass die KAV eigentlich für seine Provision ist, erzählt der mir was von Sondersparvertrag.
Ich kenne jemanden, der aufgrund der Falschberatung vor zwei Monaten aussteigen konnte, und werde dieses jetzt auch versuchen und mein Geld zurückverlangen.
Wenn es sein muss, mache ich in jedem Forum, wo über diese Strukki-Betriebe diskutiert wird, ´nen Beitrag darüber auf.
Wünscht mir Glück bei meiner Vertragsauflösung!
Hallo zusammen!
Ich bin auch auf meinen Versicherungsvermittler hereingefallen. Er hat mich von vorne bis hinten getäuscht. Ich habe dadurch sehr viel Geld verloren!
Mein Anwalt hilft mir gerade aus dem Vertrag heraus, aber die restl. Kostenausgleichsvereinbarung würde mich ca. 5.000 Euro zusätzlich kosten, nur dafür, dass ich aus dem Vertrag möchte.
Ich wäre dafür, dass man eine Sammelaktion startet. Schließen wir uns doch zusammen u. gehen gemeinsam vor.
Meldet euch!