VDSL für Bestandskunden

Montabaur

Die 1&1 Internet AG betreibt seit Herbst 2009 Werbung für VDSL. Ich als Bestandskunde habe im Herbst 2009 VDSL von 1&1 erhalten wollen. Bei jeder Nachfrage wurde ich auf den nächsten Monat vertröstet. Schließlich galt das Quartal II/2010 als Termin.

In der Erwartung von VDSL zu diesem Zeitpunkt habe ich den bestehenden DSL-Vertrag nicht gekündigt und bin in die "Falle" getappt. 1&1 schafft es nicht, VDSL für Bestandskunden freizuschalten. Termine werden nicht genannt. Meine fristlose Kündigung wurde in eine fristgerechte Kündigung mit Termin 03. 06. 2011 geändert.

Ein VDSL-Wechsel wurde auf "Kulanzbasis" angeboten, jedoch mit dem Zwang, den Telefonanschluss bei der Telekom zu kündigen. Damit ist die bisherige Rufnummer zwei bis vier Wochen nicht mehr vorhanden. In meinem besonderen Fall würde die Rufnummer nicht mehr vergeben, da sie nicht mehr der Standardlänge entspricht.

Eine Rufnummernportierung, wie sie durch die Bundesnetzagentur definiert ist, will 1&1 nicht durchführen. Ich werde, so wie es aussieht, noch zehn Monate auf dem Vertrag sitzen bleiben müssen. Einen VDSL-Vertrag kann ich bei der Konkurenz nicht abschließen, da 1&1 auf dem DSL-Port "sitzt".

Den Inhalt dieser Nachricht sollte jeder, der bei 1&1 als Bestandskunde und in den letzten Monaten vor Vertragsende ist, bei seinen weiteren Entscheidungen berücksichtigen. Ich wünsche keinem den gleichen Leidensweg, den Schriftwechsel, den Zeitaufwand und die Belastung der Nerven.

Meine Forderung an 1&1:

Kulanzkündigung des DSL-Vertrages oder Abwicklung des VDSL-Wechsels mit Rufnummernportierung

Firmen-Antwort ausstehend seit 15 Jahren, 338 Tagen und 15 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Mit E-Mail von 26. 07. 2010 - als Antwort auf ein Schreiben von mir mit Verweis auf ReclaBox.com teilt mir 1&1 durch Herrn G. mit:
"Meine Kollegen und ich haben uns redlich bemüht Ihnen bestmöglich und im Rahmen der Möglichkeiten von 1&1 weiterzuhelfen. Es ist keineswegs so, dass Sie als ungeliebter Bestandskunde behandelt wurden. Vielmehr haben alle an Ihrem Fall beteiligten Mitarbeiter alle Hebel in Bewegung gesetzt um Ihren Wünschen gerecht zu werden."

Zum Thema VDSL wurde mir mitgeteilt: "Bedauerlicherweise haben Sie mein Angebot nicht angenommen."

Das Angebot von 1&1 war, dass ich zwei bis vier Wochen ohne meine bisherige Rufnummer auskommen muss.
Den Hinweis der Telekom, dass ich durch eine aktive Kündigung meines Telefonanschlusses bei der Telekom, meine 20 Jahre alte Rufnummer nicht mehr erhalten werde (Ziffernzahl zu gering), hat man bei 1&1 nicht zur Kenntnis genommen.

Mit Telefonat und Bestätigungsemail vom 31. 07. 2010 hat sich 1&1 bei mir gemeldet. 1&1 hat sich nun kooperativ gezeigt. Es wurden Lösungen erarbeitet, die nun sicher stellen können, dass meine Rufnummer ohne Ausfallzeiten bzw. Rufnummerverlust portiert wird.
Das nun von 1&1 gezeigte Interesse läßt einen positiven Ausgang für mich erwarten. Ich werde das Ergebnis bis spätestens nach Ablauf einer vereinbarten Umsetzungsfrist von zwei Monaten hier mitteilen.

1&1 hat sich inzwischen kooperativ gezeigt. Wir haben nun nach insgesamt fast drei Monaten gemeinsam eine faire Lösung gefunden. Aus momentaner Sicht wird das Problem bis Ende September 2010 endgültig gelöst sein. Lobend bezüglich ihrer Bemühungen muß ich hier ausdrücklich die 1&1-Mitarbeiterin Frau D. erwähnen.