Sony Playstation 3 Redscreen

Berlin

Ich habe im Frühjahr 2009 eine Playstation 3 in einem Kölner Mediamarkt gekauft. Ein Jahr und ca. zwei Wochen später ging diese unverschuldet und unreparierbar kaputt. Es erschien der, im Internet auf vielen Szeneseiten bekannte, Redscreen.

Hierbei erscheint nach dem Anschalten des Geräts ein roter Bildschirm mit dem Schriftzug: "Schwerer Fehler aufgetreten, bitte an den Support wenden!" Der Support hält diesen Fehler aber nicht für relevant, da er angeblich sehr selten auftritt. (Google findet über 270.000 Treffer, wenn man nach Redscreen und Playstation sucht.)

Nach einem Anruf bei der Service Hotline von Sony teilte man mir sofort mit, dass mein Garantieanspruch erloschen ist (seit zwei Wochen) und ich das Gerät nur gegen eine Gebühr i. H. v. 169 € austauschen lassen kann. Wenn ich dies nicht wolle, solle ich doch mal versuchen, die PS3 selbst wieder ans Laufen zu bekommen. Daraufhin habe ich das Gerät formatiert und alles wieder auf den Wekrszustand zurückgesetzt und siehe da, das Gerät lief "erstmal" wieder.

Die nächsten zwei und halb Monate habe ich das Gerät nicht genutzt und wollte dann mal wieder eine Runde damit spielen. Doch leider ging dies nicht, da schon wieder dieser Fehler auftrat und dieses Mal ließ er sich auch nicht mehr beseitigen.

Also habe ich das Gerät an den von Sony angegebenen Dienstleister gesendet. Am Kundentelefon von Sony teilte man mir mit, dass man das Gerät dort untersuchen würde, ob eventuell ein Gewährleistungsfall vorliege oder man das Gerät doch auf Kulanzbasis austauschen kann.

Ca. drei Wochen später bekam ich dann eine E-Mail von TVS Repair, dies ist der von Sony beauftragte Dienstleister, mit einer Zahlungsaufforderung i. H. v. 169 € und der Mitteilung, dass man mein Garantieanspruch erloschen sei. Nun bleibt mir nichts anderes übrig, als die 169 € für ein Austauschgerät zu zahlen, da ein neues Gerät im Handel immer noch 300 € kostet.

Ich kann nicht nachvollziehen, dass ein zum damaligen Zeitpunkt 400 € teures Gerät kurz nach Garantieablauf, ohne Fremdverschulden, kaputtgehen kann und der Hersteller dieses Problem nicht einmal ernst nimmt. Stattdessen bekommt man das Angebot ein reparietes, ebenfalls in der Vergangenheit defektes, Gerät zu erwerben, mit welchem man in der Zukunft möglicherweise weiterhin Probleme hat. Dies ist für einen Premiumhersteller nicht akzeptabel.

Meine Forderung an Sony Deutschland:

Kostenloser Austausch oder wenigstens eine enorme Ermäßigung der Austauschgebühr

Firmen-Antwort ausstehend seit 15 Jahren, 298 Tagen und 23 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Ich dachte immer, es gibt zwei Jahre Garantie? Habe ich mich da geirrt?

Wären Sie halt direkt zu Media Markt gegangen.

Wenn Sie meinen, gegen Media Markt hätte man 24 Monate Gewährleistung gehabt und bei einem oft vorkommenden Fehler auch durchaus die Chance auf eine kostenlose Reparatur.

Wenn der Fehler, welcher später zu dem Defekt führt, schon bei Kauf vorliegt, fällt das unter die Gewährleistung. Und bei einem derart häufig auftretenden Problem kann man davon ausgehen, dass dem so ist.

Das heißt nicht, dass es schon ab Kauf kaputt sein muss, um Gewährleistungsansprüche zu haben.

Auch ich habe negative Erfahrung mit dem "Premiumanbieter" in Bezug auf Kundenreklamation und -umgang gemacht. Vielleicht ist hier Name das Programm, wie sich Sony gegenüber seinen Kunden verhält/aufspielt. Hier kann nur die MASSE der Käufer mit entsprechender Reaktion und Mund zu Mund Propaganda etwas Positives bewirken. Wie leider so oft.