Dreiste arglistige Täuschung?

Düsseldorf

Ich war bei Vodafone bereits zwei Jahre (Mobilfunk-) Kunde und habe zu meiner Vertragsverlängerung/-änderung ein neues Handy bestellt. Das ging per Telefon freundlich und schnell. Nachträglich wollte ich am Tag des Handyerhalts noch eine Zusatztarifoption buchen und ging dafür in einen Vodafoneshop in Münster (Ismail Cördük - Wolbeckerstr. 54).

Der dortige Kundenberater fragte mich, ob ich nicht zusätzlich Interesse an einer Vodafone Mobile-Internet-Flat hätte, diese wäre für Notebookbesitzer gut, denn sie erhielten einen USB-Internet-Stick, mit welchem sie überall ins Netz könnten. Da ich kein Notebook besitze, lehnte ich das Angebot dankend und deutlich ab - auch eine angebotene Testphase hielt ich für sinnlos.

Als der besagte Kundenberater dann für die neue Tarifoption meine Daten überprüfte, sagte er, dass noch eine alte ungültige Adresse im System gespeichert wäre (ich hatte allerdings beim Handykauf per Telefon schon meine neue Adresse angegeben). Er gab mir zusätzlich zur Tarifänderung zwei weitere Blätter, die meine neue Adresse per Unterschrift bestätigen sollten. Ich las sie guten Glaubens und in der Versicherung der Rechtschaffenheit des Kundenberaters nicht.

Wie ich nun nach drei Monaten feststellen musste, handelte es sich um einen Vertrag über die oben genannte Internet-Flatrate, die ich ja sehr deutlich abgelehnt hatte. Der Kundenberater hatte mir den Vertrag als Adressänderung vorgelegt und mich unterschreiben lassen, ohne mich aufzuklären.

Nachdem mir Vodafone mit der Kopie des unterschriebenen Vertrags auch die Akquisitionsbestätigung für den Shop zusendete, gehe ich hier von arglistiger Täuschung aus. Der Kundenberater erhielt einen Glückwunsch von Vodafone für den abgeschlossenen Vertrag. Der war aber mündlich nie vereinbart worden. Ich habe auch nie Informationsmaterial oder Hardware erhalten, um den Service nutzen zu können.

Bisher habe ich zwei Beschwerdebriefe an Vodafone in Ratingen geschickt und keine Antwort erhalten. Meine Zahlung für den meiner Ansicht nach ungültigen Vertrag habe ich eingestellt und dafür eine Sperrung meiner Handynummer kassiert.

Ich bin wirklich schockiert über diesen Fall, da ich bisher mit der telefonischen Kundenbetreuung mehr als zufrieden war und auch sonst keine Probleme mit Vodafone hatte. Dieser Shop allerdings hat mein Vertrauen sehr erschüttert.

Meine Forderung an Vodafone D2:

Stornierung des MobileFlat-Vertrags und kostenfreie Aufhebung der Handynummersperrung

Firmen-Antwort ausstehend seit 15 Jahren, 274 Tagen und 23 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Wenn ich es richtig in Erinnerung habe, dann sind Sie schon der dritte Kunde hier am Board, der sich von Vodafone einen Vertrag unterschieben lässt, ohne diesen vorher zu lesen.
Ich frage mich wirklich, ob die Kunden heute wirklich so naiv sind und jeden Schmarrn glauben, oder ob das etwas mit Dummheit zu tun hat?
Wer einen Vertrag unterschreibt, ohne ihn zu lesen, der darf sich dann auch nicht beschweren, wenn er über den Tisch gezogen wurde.

Das scheint Methode zu haben bei dem Verein. Arcor (wurde mittlerweile von Vodafone übernommen) wollte mir auch übelst dreist eine Vertragsverlängerung inclusive Upgrade unterjubeln, die ich niemals bestellt hatte.
Ich hatte sogar schriftlich gekündigt. Als mich der Kunden"Service" anrief, haben sie mir ein Angebot gemacht. Ich habe schließlich eingewilligt, dass sie mir nähere Infos schriftlich schicken. Was ich bekam, war eine Auftragsbestätigung für eine Leistung, die ich niemals bestellt hatte.
Am Telefon (nach 20 min. Warteschleife) wollte dann immer keiner zuständig sein, oder man behaupete steiff und fest, ich hätte bestellt. Das ging wochenlang hin und her. Durchkalkulierter, Kunden verachtender Nervenkrieg.
Als ich dann am Telefon einmal das Wort "Rechtsweg" fallen ließ, klappte dann auf einmal alles.
Das hat mir gezeigt, dass die mutwillig auf den Willen der Kunden scheiXXen und ihnen systematisch Leistungen unterjubeln, die kein Mensch bestellt hat.

Meiner Meinung nach ist es aber die Schuld eines Kundenberaters -wenn nicht sogar eine Straftat- einen Vertrag zur Unterschrift zu geben, der als etwas anderes beschrieben wird. es ist ja nicht so, dass er mir die Blätter wortlos zur Unterschrift gab.
Das das einen gehörigen Lernprozess bei mir bewirkt hat, dass ich so dummw ar, nicht vorher zu lesen ist klar aber das ist ja schon vorspiegelung falscher tatsachen.

Ich empfinde so etwas schon als krimminell, aber das müßte man beweisen können. Die einzige Chance wäre wohl ein Anwalt, der solch eine Vorgehensweise öfters bearbeitet. Ansonsten sitzen die leider am längeren Hebel. Auch wenn du den Vertrag nicht nutzst, mußt du bezahlen, und wenn du Pech hast auch den Vertrag vom Handy, obwohl die es gesperrt haben. Kann dir nur Glück wünschen.
Vor allem, was Vodafone heißt, mache ich einen riesengroßen Bogen, aber es gibt noch mehr schwarze Schafe, die arglosen Leuten irgend etwas unterschieben.

Sprung aufgehoben, nachdem ich Geld der Handyrechnung (nicht die andere Rechnung) bezahlt habe. Bisher noch keine schriftliche Antwort.

Folgendes ist abgelaufen. Ich habe drei Beschwerdebriefe an Vodafone geschickt. Die Handyrechnung habe ich beglichen, die Rechnung für den anderen Vertrag aber bisher zurückgehalten. Meine Handysperrung wurde daraufhin aufgehoben. Erste schriftliche Antwort von Vodafone: Stornierung des Vertrags nicht möglich, da kein Beratungsfehler nachgewiesen werden kann. Laut Unterlagen hätte ich einen Laptop zum Vertrag dazubekommen. Nach einem Anruf bei der Kundenbetreuung wurde mir mitgeteilt, dass es keinesfalls in den Unterlagen steht, dass ich einen Laptop bekommen habe, und ich solle mit eidesstattlicher Erklärung vorgehen. Ich habe jetzt eine Erklärung an Eidesstatt. geschrieben, dass ich kein Laptop bekommen habe. Damit liegt die Beweispflicht inkl. Lieferbeweis bzw. Aushändigungsbeweis bei Vodafone.

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst.