Online Tickets

Berlin

Am 17.9. habe ich online ein einfaches Ticket Duisburg-Marktredwitz für den 24.9. gebucht. Sonderpreis 69 Euro.

Bei der sofortigen Ticketbestätigung ist mir aufgefallen, daß die Postleitzahl zu meiner Adresse zwar richtig ist, aber Duisburg als Ort übernommen wurde; darum sofort die Bestellhotline angerufen: Man könne mir nicht helfen, weil Billigticket, aber ich sollte per E-mail Kontakt aufnehmen. Also E-mail. 3 Tage keine antwort. Wieder die Hotline angerufen, weil es langsam eng wird. Ich sollte mir keine Gedanken machen, die Tickets wären in der Post. Letzter Tag, keine Tickets im Briefkasten, es ist Donnerstag der 23.te: Wiedermal die Hotline angerufen und nachgefragt, ob ich anhand der Visa-Buchung und der Bestellbestätigung per E-mail den Zug am nächsten Morgen nehmen kann.

Daraufhin wird mir wortwörtlich gesagt: Kaufen Sie sich ein neues Ticket, wir werden dieses Ticket später ersetzen. Also ich zum Bahnhof, buche neu, natürlich geht billig nicht mehr, kostet jetzt 122 Euro, aber ich muss nach Martredwitz.

Am 24.ten darf ich dann den vollen Bahnservice in einem ICE kennenlernen, ein Restaurant, das schon in Duisburg (kam von Essen) nur noch die Hälfte der Speiskarte hatte, das kein Wechselgeld hat, einen total überfüllten Zug ab Köln, 5 Stunden stehend für 122 Euro. Respekt liebe Bahn.

Aber all das wäre noch zu ertragen gewesen; Wie abgesprochen habe ich meine nachgebuchten "teuren"Tickets inclusive Formblatt zum Antrag auf Erstattung eingeschickt, und was wird mir ersetzt?

Mir wurden die 69 Euro Tickets ersetzt, die ich bis heute nicht erhalten habe.

Und nachdem ich dieses nochmal per E-mail erläutere, wird mir per Vordruckmail diese Unverschämtheit zugesandt:

"Nach Prüfung Ihres Sachverhaltes teilen wir Ihnen mit, dass wir Ihrem Wunsch nicht entsprechen. Eine Erstattung des neu gelösten und genutzten Tickets ist nicht vorgesehen. Wir freuen uns, Sie wieder als Gast begrüßen zu dürfen. "

Ist das nicht der Gipfel der Dreistheit?

Hätte ich jetzt was verbockt oder falsch gemacht, hätte ich noch Verständniss für diese Art von Kundennähe, aber ich habe umgehend Hilfe gesucht, telefoniert und E-mail geschrieben, alles mit Zeit und Geld verbunden.

Bestell-/Kundennummer: Auftrag 39BY2G

Meine Forderung an Deutsche Bahn:

Den vollen nachgebuchten Fahrpreis

Firmen-Antwort ausstehend seit 15 Jahren, 254 Tagen und 10 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

@Hans Oberrieder: "dass die PLZ zu meiner Adresse zwar richtig ist, aber Duisburg als Ort übernommen wurde." (Zitat)

Ich gehe mal davon aus, dass Sie - auch wenn das nicht klar zum Ausdruck kommt - irgendwo in der näheren Umgebung von Duisburg wohnen. Sind Sie sich auch sicher, dass Ihr Wohnort ganz bestimmt nicht zu Duisburg gehört?

Andererseits verstehe ich Ihre Aufregung nicht. Der Schaffner will in der Regel nur Ihre Kreditkarte sehen. Und da steht nur Ihr Name, nicht aber Ihre Adresse drauf. So what?

Na ja, weil heute Freitag ist, gibt's mal zwei Sternchen.

@Der Moralapostel
Ich denke eher, das Problem war, dass das Ticket per Post zugesendet werden sollte und wegen der falschen Adressierung nicht rechtzeitig ankam.

Es hat jemand etwas bestellt und sofort bezahlt. Darauf ist ihm eine Inplausibiltät aufgefallen, die er unverzüglich dem Auftragnehmer DB gemeldet hat. Dort wurde er mehrfach vertröstet, zuletzt wurde ihm mit falschen Angaben eine angebliche Lösung aufgezeigt, die im Nachhinein zu seinen Lasten ging.
Der Kunde stand unter äußerstem Zeitdruck, er musste jedoch den ihm gegebenen Auskünften und dem Funktionieren des DB-Systems vertrauen, ihm waren so die Hände gebunden.
Bei der DB fühlte sich keiner der betroffenen Mitarbeiter dem Unternehmen, sondern nur dem eigenen Funktionsbereich gegenüber verantwortlich. Und dem Kunden (=Auftraggeber) gegenüber? Völlige Fehlanzeige. Das Mängelmanagement bei der Deutschen Bahn funktioniert nicht.

Lieber selbsternannter "Moralapostel", Ihr Kommentar ist an Dummheit und Ignoranz nicht zu überbieten. Falls es Sternchen auch für Kommentare gäbe: In diesem a. o. Fall wären es 1 Punkt. Aber nur weil heute Freitag ist.

Ich bin ja sonst immer PRO BAHN und als Mitarbeiter hinter dem Unternehmen stehend. In diesem Fall muss ich Ihnen allerdings Recht geben, dass das so nicht geht. Sie sind völlig im Recht.

Gerne würde ich Ihren Fall lösen, bin dazu aber ein zu kleines Licht.

Sie schreiben: "Hätte ich jetzt was verbockt oder falsch gemacht, hätte ich noch Verständnis für diese Art von Kundennähe".

Wer sonst als Sie hat denn etwas verbockt? Sie haben die falsche Postleitzahl angegeben, nicht die Bahn.
Bevor man die Bestellung abschickt, bekommt man noch mal eine Übersicht der Bestelldaten.
Warum haben Sie es da nicht korrigiert?
Sobald die Fahrkarte gebucht ist, wird sie maschinell gedruckt, eingetütet und geht in den Versand, ohne das irgendjemand Hand anlegt.
Sobald dieser Mechanismus in Gang ist, kann, bei zig Tausend Karten in der Stunde, kein Mensch mehr das Ticket abfangen.

Der Bahn ist es nach wie vor egal, was Ihre Kunden von ihr denken. Danke liebe Bahn.... Nie mehr wieder.

Kein Kommentar und zu müßig, weiter drüber zu reden oder zu schreiben.