Umweltplakette nach Glasschaden, erneut bezahlen?

Ich richte diese Beschwerde mal ganz bewusst an die Regierung, da ich sonst nicht weiß, an wen ich mich richten kann.

Folgendes hat sich abgespielt: Am 03.02.2011 habe ich morgens festgestellt, dass meine PKW-Frontscheibe einen Riss hat. Ich hole mir einen Termin in der Werkstatt - Scheibe vorrätig, Abtretungserklärung für die Versicherung, alles bestens. Am 04.02.2011 ist die neue Scheibe drin und ich kann fahren.

Da mein Fahrzeug eine Umweltplakette hatte, musste nach dem Scheibentausch wieder eine rein - und welche Überraschung, ich sollte wieder dafür bezahlen, obwohl ich bei Kauf des Fahrzeugs bereits 5,-- € für die Plakette bezahlt habe.

Ich finde das eine Frechheit. Die Versicherung übernimmt zwar die paar Hundert Euro für die Scheibe, aber nicht die 5,-- € für die Plakette.

Meine Forderung an Bundesregierung - Presse- und Informationsamt:

Erstattung der 5 EUR und eine entsprechende Regelung für alle

Firmen-Antwort ausstehend seit 15 Jahren, 131 Tagen und 9 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Wenn Ihre Nummernschilder nicht mehr brauchbar sind, soll also die Bundesregierung Ihnen auch kostenfrei neue Nummernschilder spendieren? Das wäre ja etwa das Gleiche.

Abgesehen davon, dass die Bundesregierung wohl kaum etwas mit den Plaketten in der Praxis zu tun hat, meine ich, dass Sie sich - wenn überhaupt - über die Versicherung beschweren sollten.

Für 5 Euro hier so einen Aufstand zu machen. Das hat was.

@Marcus Rhein: Die Regierung muss ja schon für viel herhalten, und nun auch noch für Ihre Umweltplakette! Wegen 5,- € so einen Affentanz aufzuführen, also wirklich!

*Kopfschüttel wegen Fassungslosigkeit*

Mir gehts hier nicht um die 5 Euro, sondern ums Prinzip. Denkt mal drüber nach, wie viele Scheiben nach Glasschaden tagtäglich getauscht werden und dann jedes mal 5 EUR für eine neue Plakete? Da frag ich mich, was machen die mit dem Geld?

@Marcus Rhein. Ihr Eintrag macht schon Sinn. Frage: Wenn mir das Nummerschild durch einen unverschuldeten Auffahrunfall zerstört wird, erwarte ich ich die Bezahlung durch die gegnerische Versicherung.
Durch Gesetzesvorschrift (Politiker) wird die Plakette zum Bestandteil der Frontscheibe - also sollte auch die Versicherung eintreten.
Weiterer ärgerlicher Nebenaspekt: Bei mir ist nach drei Jahren die Schrift auf der Plakette schon dermaßen ausgeblichen, dass demnächst eine Erneuerung erforderlich ist. Da geht es dann nicht nur um 5 € Material, sondern um die Arbeit abkratzen (ohne die Scheibe zu beschädigen) - neu kleben. Bin mal gespannt, was eine Werkstatt dafür berechnet!

Davon jetzt einmal abgesehen, kriegt nicht der Staat die 5 Euro, sondern die ausgebende Stelle.
Egal, ob das jetzt eine Verwaltung oder eine Werkstatt ist.
Ich habe letztes Jahr einmal von der Verwaltung Augsburg eine neue, kostenlose bekommen, weil die alte ausgeblichen war.

Jeder sollte sich mal die Gegner der Umweltplakette zu Gemüte führen. Die Volksverdummung, die dabei abläuft, kennt keine Grenzen mehr. Noch unverschämter ist, wenn einem KFZ bereits eine Plakette zugeteilt wurde und es wird umgemeldet, so muss eine neue Plakette mit dem neuen KFZ-Kennzeichen angebracht werden. Die Millionen Einnahmequelle für "Nepper-Schlepper und Bauernfänger". Zur Erinnerung, wen jemand geneppt wurde brachte, Eduard Zimmermann dies in die Öffentlichkeit. Heute in der Gemeinschaft Anti-Plakette wird dieser Nepp überdeutlich sichtbar.

Die Versicherung verweigert def. die Zahlung der Plakette. Mal sehen, ob sich sonst jemand verantwortlich fühlt.

Es besteht gar kein Interesse diese Volksverdummung mit der Umweltplakette sowie mit der Umweltzone aufzuklären bzw. rückgängig zu machen. Die jährlichen Millionen, die schon allein durch die Mehrwertsteuer (19% USt von 5 - 10 Euro) je Plakettenausgabe sind doch schon etwas. 700 tsd. Glasschäden jährlich, geschätzte 900 tsd. KFZ-Ummeldungen durch Verkauf jährlich, das sind doch Steuereinnahmen. Vergessen Sie die übereifrigen Bußgeld-Kassier-Gemeinden. Beobachtungen des Umweltbundesamtes und Gutachten namhafter Institute haben explizit aufgezeigt, dass die Umweltzone wirkungslos ist = (1%) Feinstaubverringerung. Es kann nicht ein einziges Mal in Deutschland von den Machern dieses Wahnsinns bewiesen werden, wer Verursacher der Feinstaubüberschreitung ist. Wetter bedingte Veränderungen sind ständig vorhanden, schließlich haben wir keine Käseglocke über den Städten und Gemeinden. Was aber überdeutlich ist, dass Teer-, Beton-, Stein- und Pflaster-Wüsten in den Städten rasant fortschreiten. Grüne Stadtplaner sind nicht gleich "Grün", auch wenn´s drauf klebt. Die Umweltplakette sowie die Umweltzone ist die größte Bürgertäuschung. "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" kennen Sie diese Sendung von Eduard Zimmermann noch, da passen die Macher exakt ins Bild hinein.

Ich kann ja durchaus verstehen, dass es Ihnen "ums Prinzip" geht und eine schreiende Ungerechtigkeit im Wert von 5€ beseitigt werden soll.

Allerdings ist diese Seite als Organ politischer Auseinandersetzung denkbar ungeeignet. In Sachen Umweltplakette müssen Sie sich schon direkt mit dem Amt auseinandersetzen, Ihren Landtags-/Bundestags-Abgeordneten kontaktieren und politische Lobbyarbeit leisten. Gesetzliche Regelungen lassen sich nicht durch eine semianonyme Beschwerde auf einer Internetseite ändern. Und das ist auch gut so.

Oder was haben Sie sich vorgestellt? Ich hoffe, die Sache hier zu ventilieren, hat Ihnen geholfen, diesen brutalen Akt der Willkür zu überwinden. Und jetzt kaufen Sie sich bitte ein Fahrrad.

Hallo,

bei meinem Scheibentausch bei Carglass war das überhaupt keine Diskussion, neue Plakette dran und 5,- übernahm der Versicherer (VGH).
Ich denke mal, mit ein paar freundlichen Worten gegenüber der Werkstatt resp. der Zulassungsbehörde wäre da auch etwas machbar gewesen.
Aber so sind die Deutschen. Darauf warten, dass jemand etwas vermeintlich falsch macht, und dann kräftig los schreien.

Gute Fahrt