Es war wohl nicht mein Tag, zuerst mein Auto, defekt, bin gerade mitten im Umzug, habe eine Sporttasche mit Unterwäsche im Waschsalon gewaschen, auf dem Rückweg wollte ich etwas zu trinken oder ein Eis kaufen.
Na, da ist mein Lidl, kaufe seit zehn Jahren zweimal die Woche mindestens dort ein, also rein, Eis geholt und ab zur Kasse, Schlange, Kassiererin redet über die wartenden Kunden hinweg mit einem Bekannten ganz hinten in Schlange, sieht nichts, hört nichts.
Endlich bin dran, die Kassiererin sagt den Preis und ich zeige ihr vorsichtshalber noch mal meine Sporttasche, jetzt bemerkt sie die Tasche erst, grinst und meint, sie müsse rein schauen, ähm, ich öffne klar, ist peinlich alles Unterwäsche von mir, sie sieht das und sagt alles heraus räumen, habe ja mit allem gerechnet, aber so was ehrlich nicht.
Meine Forderung an Lidl Dienstleistung:
Kundengepäckaufbewahrungsmöglichkeit
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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Sie gehen davon aus, dass man Ihr Gesicht in der Filiale nach zehn Jahren kennen müsste. Ich fürchte, da liegen Sie falsch: Ich bin ebenfalls seit zehn Jahren Kunde in den gleichen Supermärkten und mich kennt dort auch kein Schwein. Ich habe in dem einen Markt mindestens fünf komplett neue Mitarbeiterstäbe in der Zeit überlebt. Man merkt man sich vielleicht die merkwürdigsten Gesichter, aber keinesfalls jeden Kunden, der jede Woche da einkauft.
Natürlich ist diese Beschwerde verständlich, aber hier völlig fehl am Platz. Damit müssen Sie sich idealerweise direkt an den Marktleiter oder die Firmenzentrale wenden, nicht an ein öffentliches Vermittlungsportal für Fälle, in denen diese Mittel bereits versagt haben.
Ihre Forderung ist vollkommen illusorisch, haben Sie schon mal einen Supermarkt mit Gepäckfächern gesehen? Ich auch nicht. Aber vielleicht sind Ihnen in zehn Jahren schon einmal "Hackenporsches" und Taschen aufgefallen, die von Kunden nach Blickkontakt mit der Kassiererin an einer Kasse deponiert werden - in vielen deutschen Supermärkten eine gängige Praxis.
Tipp: Wenn das nächste Mal jemand Ihre Tasche kontrollieren will, bestehen Sie auf die Anwesenheit der Polizei bei der Durchsuchung. Immerhin hatten Sie wichtige und geheime Dokumente (als Bremsspuren getarnte militärische Lagepläne) in der Tasche, die Privatpersonen nicht in die Hände fallen dürfen. Sie machen sich damit natürlich keine Freunde und verschwenden Steuergelder, aber es ist Ihr gutes Recht.
Es gibt sicher auch Ladendiebe ,die Ihrer Filiale zehn Jahre treu sind.
Genau das Gleiche ist mir neulich auch passiert. Ich habe zur Kassiererin in freundlichem Ton gesagt, wenn sie der Meinung ist, dass ich etwas geklaut habe, dann soll sie die Polizei rufen. Sie sah mich nur ungläubig an, schüttelte den Kopf, kassiert mich ab und ich bin raus gegangen. Hätte sie darauf bestanden, dann hätte ich auch auf die Polizei gewartet, was mir in diesem Fall egal gewesen wäre.
Ohne einen begründeten Verdacht dürfen die nicht in ihre Tasche schauen. So einfach ist das.
@ Ziviler Ungemach: Der gute Siegmar hat doch geschrieben, dass er auf dem Rückweg vom Waschsalon war. Also war er wohl von der Peinlichkeit befreit, der Kassiererin auch noch seine Bremsspuren unter die Nase zu halten. Es geht doch nix über frische Unterhosen!
Trotzdem ist die Beschwerde reichlich abstrus. Ich kaufe sogar schon seit 20 Jahren in meinem "Stamm"-Supermarkt ein und bin dort auch noch nie als "Best Customer of the World" ausgezeichnet worden (worüber ich auch froh bin). Manche Leute bilden sich einfach zu viel ein, wahrscheinlich weil man mit einem portugiesischen bzw. brasilianischen Namen daher kommt. Ich verkleide mich demnächst auch als 'Prinz Heinrich der Seefahrer', wenn ich in meinen Supermarkt gehe.
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist gelöst.