Ich war gestern Nachmittag mit meinen Eltern um halb zwei im Göttinger Tierheim. Wir machten den großen Fehler und klingelten außerhalb der Vermittlungszeiten, welche ab zwei Uhr sind.
Die Dame, welche für die Gegensprechanlage zuständig war, war ziemlich ungehalten uns gegenüber. Wir wurden darauf aufmerksam gemacht, dass die Vermittlungen erst um zwei Uhr wären und, so wörtlich "wenn uns das nicht passen würde, dann bräuchten wir am Besten gar nicht wieder kommen".
Da ich aber ein großes Herz besitze und wirklich gern zwei Katzen ein Heim schenken wollte, fuhren wir um kurz nach zwei Uhr wieder zum Tierheim. Dieses Mal wurden wir auch eingelassen. Mein Vater bedankte sich in ruhigem Ton bei der Dame für die "nette Behandlung vorhin". Das war wohl zu viel für die Betreuerin - uns wurde erklärt, dass für Leute wie uns keine Vermittlung stattfinden wird und dann schmiss sie uns raus.
Was bitte sollte das denn? Ich bin in meinem ganzen Leben noch nie so behandelt worden. Ich kann wirklich nicht verstehen, wie Menschen auf solch einem Posten arbeiten dürfen! Sollte es hier nicht um das Wohl des Tieres gehen? Anscheinend hat das Tierheim Göttingen keinerlei Interesse an Vermittlungen der Tiere. Meine Eltern und ich haben lange darüber nachgedacht und für uns entschlossen dies an die Öffentlichkeit zu tragen und hoffen hier etwas bewegen zu können. Dies war wirklich eine unglaubliche Frechheit und eine unwürdige Behandlung von Seiten dieser Frau.
Meine Forderung an Tierschutzverein Göttingen und Umgebung:
Entlassung der Mitarbeiterin
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
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Mein Gott, wenn Menschen in diesem Göttinger Tierheim schon so behandelt werden, was geschieht dann evtl. mit den Tieren
Wie bitte? Sowas hab ich ja gott sei dank noch nie gehört. Das ist nicht nur eine unglaubliche Frechheit,sonder schlichtweg asozial! Arme Tierheimbewohner :(
Vielleicht sollte man gerade für die Mitarbeiter/innen von Tierheimen und ähnlichen Einrichtungen mal etwas mehr Verständnis aufbringen! Wer weiß, wie oft es vorkommt, dass Leute, die "Tieren ein neues Zuhause geben möchten" und es ja nur gut meinen, noch vor den Vermittlungszeiten klingeln. Dafür geht noch mehr - ohnehin schon ziemlich kanpp bemessene - Zeit drauf, die besser für die Versorgung der immerhin 92 Tiere verwendet werden könnte. Die Vermittlungszeiten sind ja nicht ohne Grund geplant! Natürlich könnte man alle Mitarbeiter/innen, die irgendwann mal aus der Rolle fallen, weil sie schlicht und ergreifend im Stress sind, einfach entlassen. Aber dann müssten wohl auch bald sämliche Tierheime u. a. Institutionen geschlossen werden. Nicht jeder möchte diese Arbeit machen und es gehört sehr viel mehr dazu, als nur seinen Job zu machen! Wenn ich mir ein Tier aus dem Tierheim holen möchte, richte ich mich nach den Gegebenheiten und verlange nicht, dass sich das Tierheim nach mir richtet! Schließlich habe ich auch etwas davon, wenn ich ein kleines Schmusetier bekomme...
Tierlieb sein heißt nicht, dass man ganz einfache Menschenbedürfnisse beiseite schieben kann. In diesem Fall ganz einfach die Mittagspause.
Vielen Dank für Eure Kommentare. Liebe Ilse, ich möchte nochmal klar stellen, dass ich 40 km von Göttingen entfernt wohne und extra wegen der Tiere den Weg auf mich genommen habe. Auch möchte ich dazu sagen, dass wir um halb zwei vor Ort waren. Ich weiss, dass diese Arbeit viel Zeitaufwand mit sich bringt und verurteile niemanden, der im Stress ein böses Wort verliert -sonst wäre ich ja auch nicht noch einmal hingefahren- Ich habe jedoch damit gerechnet, dass diese Frau sich ggf. entschuldigen oder die Situation wenigstens erklären würde. Aber Ihr habt ja gelesen, was passiert ist... Übrigens war ich in einem anderen Tierheim und habe von dort zwei Katzen in meine Obhut genommen. Dort wurde ich sehr nett und freundlich behandelt.
wenn die Mitarbeiterin so überspannt reagiert, dann ist vielleicht keine Entlassung aber sicher eine Versetzung ins Backoffice angezeigt.
@ReclaBoxler-1327871. Wenn die Dame schon ausflippt weil jemand an der Tür klingelt, ist die anstrengende Arbeit mit Tieren vielleicht doch nicht die richtige Beschäftigung. Den Vorgang kann man wie von Ihnen gesagt, "von zwei Seiten sehen".
so etwas ähnliches habe ich im dresdner tierheim auch erlebt. auch ich habe dreisterweise außerhalb der öffnungszeiten geklingelt. als ich dann 2 tage später zur rechten zeit wieder anwesend war, wurde mir erklärt, es sei tierquälerei, 2 katzen nur in einer (großen mit balkon ausgerüsteten) wohnung zu halten. dann fragte ich ob ich die tiere auch mal freitags oder samstags holen könnte, damit ich auch richtig viel zeit habe und sie nicht gleich allein sein müssen. da antwortete man mir, wenn ich mir in der woche keinen termin frei machen kann, brauch ich gar nicht erst wiederkommen. habe mich dann entschieden, eines der vielen katzenhäuser der umgebung aufzusuchen, deren mitarbeiter ehrenamtlich oder als 1€-stelle helfen und dort wurde ich komischerweise sehr freundlich aufgenommen. auch war freitags kommen kein problem mit den worten -wir sind ja eh zur versorgung da, da können wir auch mal schnell die vermittlungsunterlagen ausfüllen-. so geschehen, fühlen sich 2 hübsche miezen hier sauwohl. mit dem katzenhaus stehe immernoch in kontakt und auch ab und an eine kleine spende ist für mich selbstverständlich. sauerei, dass in einem städtischen tierheim offensichtlich keinerlei vermittlungsinteresse besteht.
Ich habe fast vier Jahre ehrenamtlich in einem Tierheim gearbeitet und es waren Leute wie dein Vater, Nicole, wegen derer ich irgendwann das Handtuch geschmissen habe. Ich hatte das Gemecker irgendwann satt. Hast du dir denn mal Gedanken darüber gemacht, wie viele Leute am Tag außerhalb der Öffnungszeiten an der Tierheimpforte schellen? Würde man alle einzeln durchs Heim führen, würden Katzen und Hunde in ihren Exkrementen versinken oder wahlweise verhungern, weil man keine Zeit mehr für deren Pflege hätte. Ganz zu schweigen von dem Stress, den sie durch immer neue Fremde erleiden müssen. Erklärt man Besuchern wie euch in aller Breite, dass man keine Zeit habe, sich außerhalb der Öffnungszeiten um sie zu kümmern, fangen viele dennoch an zu diskutieren (man habe einen langen Anfahrtsweg gehabt, die Kinder können nicht so lange warten, man habe keine Zeit, müsse gleich weiter, man habe extra frei genommen, "ja wollen Sie denn überhaupt Tiere vermitteln?" ...) und wird anschließend ausfallend. Die anderen warten nett, aber glaub mir, Nicole, wenn mal wieder Not am Mann ist und jeder Zwinger voll, du seit morgens um sieben nichts gegessen hast, nur gearbeitet hast (unentgeltlich, an deinem freien Tag), es mittlerweile drei ist und dir dann allen Erstes ein potentieller Interessent erzählt, er sei extra(!) 40 Kilometer gefahren, um sich Tiere anzusehen und dann auch noch Sprüche reißt, dann ist auch meine Geduld irgendwann zu Ende. Ich hab volles Verständnis für jeden, dem es genauso geht. Ein Großteil der Mitarbeiter in Tierheimen arbeitet ehrenamtlich. Wir putzen Käfige, Zwinger und Boxen, pflegen Tiere, die krank abgegeben wurden, bringen sie zum Tierarzt, füttern, fangen ein, holen ausgesetzte Tiere bei Findern ab, versuchen ihre Vorgeschichten zu ermitteln um sie anschließend VERmitteln zu können, beraten, trösten, ... Da würde ich mir wünschen, dass Besucher Tierheimmitarbeitern zumindest einen Bruchteil des Verständnisses entgegengebringen würden, das sie von ihnen fordern. Ein Tierheim ist kein Warenhaus und nicht der Kunde ist König, sondern das Tier.
Ist ja alles schön und gut, aber wenn ich so was schon höre "es waren Leute wie dein Vater, Nicole, wegen derer ich irgendwann das Handtuch geschmissen habe..." wird´s mir schlecht. Was machen Sie denn bei anderen Jobs, wenn's stressig wird? Auch gleich das Handtuch schmeißen? Meine Güte, dann kommen eben Leute außerhalb der Öffnungszeiten. Ich glaube Sie vergessen hierbei das Wichtigste. Wie Sie ja schon erwähnt haben, geht es um die Tiere und deren Vermittlung in gute Hände. Da kann man doch Besuche außerhalb der Öffnungszeiten in Kauf nehmen. Hier in den Tierheimen wird das so geregelt: Es gelten die Öffnungszeiten, man wird aber auch außerhalb der ÖZ reingelassen. Dann bekommt man eben keine Führung, sondern gezeigt, wo es zu den Zwingern ec. geht, man kann sich in aller Ruhe die Tiere anschauen und bei Fragen nochmals auf die Mitarbeiter zurückkommen. Es geht also auch anders.
Aber hallo! Ihr macht den Fehler und könnt Euch bei 40 km Anfahrt nicht vorher nach den Öffnungszeiten erkundigen, aber die Mitarbeiterin soll alles stehen und liegen lassen (incl. der Arbeit an den Tieren, wofür sie eigentlich da ist!), um Euch zu dienen? Sie hätte eventuell freundlicher sein sollen. Klingele jedoch einmal außerhalb der ÖZ beim Supermarkt und fordere dort Deinen VIP-Service ein: der Marktleiter wird Dir höchstwahrscheinlich auch nicht die Füße küssen, da es außerhalb der ÖZ im Supermarkt wie auch im Tierheim wichtige interne Sachen zu erledigen gibt, die nicht im Kundenbetrieb zu erledigen sind. Wozu auch denn hierfür gibt es ÖZ oder Termine!
An Jesko Stimme dir völlig zu. An Nicole Magst du es, wenn du in deiner Arbeitspause gestört wirst?
Meine Hochachtung gehört denjenigen, die umsonst oder gegen geringe Vergütung den Heimtieren helfen. Das Gegenteil kann ich nur denen entgegenbringen, die voller Arroganz diese Leute noch bei ihrer Arbeit behindern. Natürlich gehört die Mitarbeiterin nicht entlassen, vielmehr sollte die Beschwerdeführerin mit ihrem Papi zu 50 Stunden gemeinnütziger Arbeit in einem Tierheim verdonnert werden. Zum einen überlegt sie es sich dann, wenn sie wieder Unsinn schreibt, zum anderen könnte der Vater dann an der wohl mißlungenen Erziehung nachbessern, inclusive der eigenen .
@Phillip, "misslungene Erziehung" sehe ich bei der Dame vom Tierheim. Dass man sich gegen Entgelt um Tiere kümmert, entbindet nicht von den Grundregeln des Umgangs.
Ja genau, lieber strikt nach den Öffnungszeiten gehen und sich über jeden ärgern, der die werte Mittagspause stört. Bloß nicht reinlassen. Es könnte ja sein, dass jemand dabei ist, der die armen Tiere aus dem tristen Heimleben befreien möchte. Ich glaub echt, ihr habt den falschen Beruf gewählt. Im Heim vegetieren die armen Tiere den ganzen lieben Tag vor sich hin, wenn Ihnen etwas an den Tieren und deren Vermittlung gelegen ist, dann würden Sie mal weniger an sich selbst denken. Die Tiere haben kein zu Hause und hier wird darüber gejammert, dass man seit dem Frühstück nichts mehr gegessen hat. Wie furchtbar, man könnte ja vom Fleisch fallen. Da kann ich nur sagen, Gott sei Dank, dass die Dame das Handtuch geschmissen hat.
Da kann ich Jesko nur Recht geben. Wozu gibt es Öffnungszeiten? Wenn Sie im Supermarkt einkaufen, dann ja auch nur zu den Öffnungszeiten. Wenn Sie zu irgendeiner Behörde müssen, dann erkundigen Sie sich doch auch vorher, wann Sprechzeiten sind. Beim Arzt würden Sie auch nicht außerhalb der Sprechzeiten klingeln. Warum also sollte ein Tierheim dann eine Ausnahme machen? Und all diejenigen, die hier auf der Mitarbeiterin herumhacken, wie würdet ihr euch verhalten? @ReclaBoxler-1816427 Vielleicht sollten Sie die Beschwerde und die Kommentare noch mal richtig lesen, denn die (unfreundliche) Mitarbeiterin aus der Beschwerde hat nicht hingeschmissen. Das stand im Posting von Ensa W. Cappo
Vermutlich möchte die kleine Nicole kein verlaustes und verflohtes Kätzchen bekommen oder davon sogar zwei! Also haben die wahrscheinlich freiwilligen Helfer des Tierheimes auf eigene Kosten über eine Hellseherin mit Kristallkugel zu prüfen, wann Prinzessin Nicole mit ihrem sarkastischen Papi kommt, um Tiere außerhalb der Öffnungszeiten zu pflegen und vorzubereiten? Da lob ich mir die Mitarbeiterin, welche Tiere vor solchen Besitzern bewahrt; selbst Madonna, welche für 13 Mio. Kinder kauft, ist vielleicht keine gute Mutter, hat aber im Personal bestimmt irgendjemand, der die Position ausfüllt - wie Tierheimmitarbeiter oder - innen.
@ Rico. Einfach klasse. :-) Das ist ein glatter Stike. Cappo
Ich selber war in diesem Tierheim und habe zwei Katzen zu mir geholt. Sie sollten zwei Jahre sein. Als ich vor ein Paar Monaten beim Tierarzt war, schaute er mich ungläubig an, und meinte, dem Gebiss nach zu urteilen, sind die beiden mindestens schon zehn Jahre alt.
Ich verstehe nicht, warum hier alle auf die Öffnungszeiten fixiert sind. Öffnungszeiten sind Öffnungszeiten, ganz klar. Und wenn eine Mitarbeiterin des Tierheims darüber ungehalten wird, dass sie bei ihrer wohlverdienten Mittagspause gestört oder von der Arbeit abgehalten wird, so kann ich das auch noch verstehen, dass ist menschlich.
Viel schlimmer finde ich den Ausspruch "... dass für Leute wie (die Beschwerdeführerin und deren Eltern) keine Vermittlung stattfinden wird...".
Wie schon gesagt, geht es in erst einmal um die Tiere. Sollte man da als erwachsener Mensch (Tierliebhaber) und zum Wohle der Tiere nicht fähig sein, über einer kleinen Auseinandersetzung zu stehen?
Wie würde es sich den Tieren gegenüber rechtfertigen lassen, dass ein Interessent rüde fortgeschickt wird, einzig weil er der überarbeiteten Mitarbeiterin unsympathisch ist? Und es ging hier nur um persönliche Sympathien, nicht darum festzustellen, ob der Interessent ein geeigneter Tierhalter ist.
Nicht nur als Tierliebhaber, auch an Stelle der vielen Finanziers solch eines Tierheims bin/wäre ich sehr ungehalten darüber, dass hier offensichtlich eine persönliche Fehde zu Lasten der Tiere ausgetragen wurde.
Gruß
Martin R.