Fluktation der Fachkräfte

Haldensleben

Ich war beim DRK ein Jahr und zehn Monate angestellt, in dieser Zeit bin ich Wohnbereichsleiterin gewesen und man hat mich zur PDL ausbilden lassen. In dem Heim, wo ich war, haben Hilfskräfte die Aufgaben einer Fachkraft übernommen, als ich dies bemängelte bei der Leitung und beim Personal, waren alle (besonders die Hilfskräfte) zutiefst beleidigt und arbeiteten nur noch gegen mich.

Da wurde jede Zigarette der Heimleitung verpetzt oder sie fühlten sich durch meinen Ton diskriminiert, wobei es darum ging, dass Mitarbeiter sich schon 45 min. vor Dienstende in Privatkleidung auf den Wohnbereich setzten, um auf den Feierabend zu warten. Als Leitung sehe ich mir das natürlich nicht mir an und forderte Konsequenzen für diese Mitarbeiterin, die gab es natürlich nicht von Seiten der Leitung, statt dessen hat man meinen angeblich zu schroffen Ton bemängelt.

Seit Januar sind mindestens acht Fachkräfte entlassen worden oder die beliebte Masche des Aufhebungsvertrages. Ich musste von Knall auf Fall ins Büro und da wurde mir Arbeitsbummelei vorgeworfen, da ich einen Mittwoch in der Schule gefehlt habe (ich war auf Hochzeitsreise) und habe dem Arbeitgeber nicht mein Fehlen gemeldet. Arbeitsbummelei ist der Vorwurf und sie könnten mich anzeigen oder ich mache einen Aufhebungsvertrag, um mir meine berufliche Zukunft nicht zu verbauen, habe ich den Aufhebungsvertrag genomme,n es war ein unglaublicher Druck, der auf mich ausgeübt wurde, dem ich nicht standhalten konnte, weil nach einem Jahr und zehn Monaten meine Kraft am Ende war.

Einen Betriebsrat gibt es seit kurzem nicht mehr nun stand ich ganz alleine da. Die Leitung dort ist total unfähig und wälzt es auf uns ab.

Meine Forderung an DRK-Kreisverband Börde:

Stellungnahme

Firmen-Antwort ausstehend seit 14 Jahren, 266 Tagen und 20 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Warum sollten Hilfskräfte Ihre Arbeit nicht ausführen können? Außerdem hätten Sie Ihren Arbeitgeber doch über Ihre Hochzeitsreise informieren können? Da hätte sich ja sicher eine Lösung gefunden.

Hilfskräfte sind ganz sicher nicht berechtigt, Injektionen zu verabreichen oder aus der Trachealkanüle abzusaugen, ohne die entsprechende Ausbildung. Wo kommen wir denn da hin, sicher hätte eine entsprechende Meldung über das Fehlen im Unterricht von mir an das Unternehmen gehen müssen, was ich versäumt habe, aber eine Abmahnung hätte es auch getan.

@Sabrina H. :
Weil Hilfskräfte die Arbeit von Fachkräften nicht verrichten dürfen. Das ist gesetzlich geregelt.
Fachkräfte sind speziell ausgebildet oder haben ihre Lehre in diesem Beruf gemacht. Auch wenn Hilfskräfte alles könnten, sie dürften es nicht. Eine Hilfskraft darf normalerweise nicht mal Medikamente geben oder einen Verband anlegen. Dazu hat die Fachkraft ihre Ausbildung gemacht.
Ich würde hier raten, die Gewerkschaft zu informieren.

Danke Sabrina, genau so ist es, ich kam mir schon blöd vor, das auf dem Wohnbereich wieder und wieder erklären zu müssen, die Antwort war immer die gleiche "das machen wir hier schon immer so und nun kommst du und willst das ändern". Wie gesagt, von der Leitung hatte ich keine Unterstützung. Manchmal war man als Fachkraft für drei Etagen zuständig, die Behandlungspflege durchzuführen, ohne dass man die Bewohner mit Namen kannte. Alles dauerte ewig und damit war der Pflegekraft auf dem WB, wo ich fehlte, sehr lange alleine, das ist dann die Kehrseite der Medaille.

Na ja, man kann sich auch mit aller Gewalt Feinde machen.
Vielleicht das nächste Mal etwas mehr Diplomatie und weniger den Besserwisser heraushängen lassen.

Es geht ums Seniorenzentrum in Haldensleben.

Andere kritisieren und anschwärzen, aber eigene Fehler (unerlaubt von der Schule fern bleiben unerlaubte Raucher-Pause) nicht sehen.
Was denken sie? Sie können sich alles erlauben und Andere in den Allerwertesten treten?
Ich finde es richtig, dass sie gekündigt wurden (bzw. Augfhebung), sie sind ein Störenfried!

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist gelöst.

Was wollen Sie eigentlich? Wenn es dort im Pflegeheim so unerträglich war und Sie jetzt von dort weg sind, dann seien Sie doch glücklich drüber. Muss das jetzt noch im Internet breitgelatscht werden? Das ändert ja doch nichts. Und vielleicht haben ja manche Leute ohne Ausbildung (Hilfskräfte) mehr aufm Kasten, als einige mit Ausbildung!
Ich weiß zwar nicht, wie das in 'nem Altenpflegeheim so abläuft, aber wenn Sie sich über solche Kleinigkeiten aufregen, dann ist das absoluter Kindergarten, sorry.

Wenn sie (wie sie schreiben) keine Ahnung haben wie es in einem Altenheim abläuft dann können sie sich ihren Kommentar sparen.

Ich finde es immer wieder erstaunlich dass es leute gibt die nicht vom Fach sind aber andere aufklären wollen.
Die Mißstände werden nicht kleiner sondern immer größer wenn diese vertuscht werden.
Allen Leuten vom Format Black Pearl ist zu wünschen wenn dieser mal Hilfe brauchen wie Arzt, Krankenhaus, Pflegeheim, Gasinstallateur, ect. dass diese von reichlich Hilfskräften betreut werden.! :-(

Danke Frank Dehpunkt, das baut mich wieder auf.

Hallo lieber reclaboxler,

leider lese ich Ihren Beitrag erst jetzt. Sonst hätte ich Ihnen schon viel eher Mut zugesprochen. Denn ich befinde mich gerade in der gleichen Situation.
Natürlich sind Sie als Wohnbereichsleitung für die Einhaltung der Pflegequalität verantwortlich und das klappt nur, wenn alle verantwortungsbewußt ihre Arbeit machen. Ich finde das haben Sie getan und in meinen Augen richtig gehandelt. Denn als Leitungskraft ist es nun mal Ihre Aufgabe auch andere Mitarbeiter zu kontrollieren und evtl. Mißstände aufzudecken.
Zu meiner Situation kann ich nichts genaues sagen, da ich mich noch in laufenden arbeitsrechtlichen Verhandlungen befinde.