Teldafax, wie klapps denn mit dem Insolvenzverwalter?

Troisdorf

Im März dieses Jahres erhielten wir von Teldafax eine Abrechnung (Erstellungsdatum 15.03.2011) für den Zeitraum vom 01.04.2010 bis 29.12.2010, welche ein Guthaben von 379,66 € auswies. Teldafax verminderte dieses Guthaben durch eine Abschlagserhöhung, genannt Abschlagskorrektur um 86,00 €, somit belief sich unser Guthaben nur noch auf 293,66 €, welches nie erstattet wurde.

Am 19.11.2011 erhielten wir die Abrechnung (für den Zeitraum vom 30.12.2010 bis 31.03.2011 = Vertragsende) durch den Insolvenzverwalter Dr. Biner B. (whitecase GbR), in dem die 86,00 € nochmals als sogenannter offener Posten sonstige in Abzug gebracht wurden, obwohl dies schon in der Rechnung von Teldafax Mitte März erfolgte.

Diese von Teldafax eigenmächtig und unbegründet geforderte Abschlagserhöhung bei einem Kunden, der ein Guthaben von 379,66 € durch Abschalten der Heizung in den Sommermonaten einsparte, war völlig überflüssig. Aber das schlimmste kommt ja noch: trotz des immensen Guthabens von 379,66 € sollen wir bis zum 26.11.2011 einen Betrag von 99,40 € nachzahlen, wenn wir dies nicht zahlen, steht schon gleich das Inkassounternehmen Creditreform bereit, diesen Betrag unter Androhung von erhöhten Kosten einzutreiben.

Herr Dr. Biner B., wir fordern Sie auf, diesen Betrag mit dem uns nicht ausgezahlten Guthaben zu verrechnen. Überprüfen Sie bitte mal den hier geschilderten Sachverhalt. Es kann einfach nicht sein, dass die Teldafax-Geprellten nochmal durch Sie geprellt werden. Richtig ist UNSER GUTHABEN 379,66 – 99,40 = 280,26€.

Bestell-/Kundennummer: 3626230

Meine Forderung an TelDaFax:

Überprüfung des hier geschilderten Sachverhalts durch Dr. B.

Firmen-Antwort ausstehend seit 14 Jahren, 213 Tagen und 12 Stunden.

Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?

Eine Nachzahlung in dieses Fass ohne Boden würde ich auf keinen Fall leisten!
Einfach auf die Klage warten, wenn überhaupt eine kommt.

Ich gehe davon aus, dass evtl. von Privatkunden eingetriebenes Geld bestenfalls zur Auszahlung an andere Netzbetreiber vorgesehen ist, die haben nämlich eine bessere Lobby.

Hier wird geirrt.

Die Forderung besteht zu Recht und kann und wird auch eingetrieben.

Eine Aufrechnung des Schuldners ist im Insolvenzrecht ausdrücklich ausgeschlossen.

Aufgrund der Art der Forderung ist eine beschleunigte Vollstreckung möglich und wird auch in den meisten Fällen durchgezogen. Der Gerichtsvollzieher kann also noch vor Weihnachten vor der Tür stehen.

Das würde ich aber nicht hier posten, sondern als Einschreiben mit Rückschein an den Insolvenzverwalter bzw. seine Eintreiber schicken. Das Inkassobüro Creditreform hat mir auch ein Schreiben geschickt. in dem sie die Begleichung einer falschen Schlussrechnung von Mai 2010 verlangen. Dieser Rechnung hatte ich schon damals widersprochen, danach kam Anfang 2011 ein gerichtlicher Mahnbescheid von einem von TF beauftragten Inkassobüro, dem ich natürlich auch widersprochen habe. Jetzt fängt der Insolvenzverwalter wieder von vorne an. Der will anscheinend ungeprüft alles eintreiben, was er kriegen kann, ob rechtmäßig oder nicht. Ich lasse es auf eine Klage ankommen. Siehe hier:
http://www.energieverbraucher.de/de/site/Preisprotest/Urteilssammlung/Urteile-2010__2597/

http://www.energieverbraucher.de/de/site/Preisprotest/News/aus-2009__2595/ContentDetail__10194/

Verbraucherzentrale Baden-Württemberg "TelDaFax: Insolvenzverfahren eröffnet!"

www.vz-bawue.de/UNIQ132198650813994/link924391A.html#anmelden

Zitat: "Ist die Rechnung nicht in Ordnung, sollten Sie Ihre Mehrforderungen gegenüber dem Insolvenzverwalter begründen."

Verbraucherzentrale NRW "Insolvenzverfahren gegen Teldafax eröffnet: 700.000 Kunden betroffen"

Http://www.vz-nrw.de/UNIQ132223725119629/link924801A.html

Zitat: "Ist die Rechnung nicht in Ordnung, sollten Sie widersprechen und Ihre Mehrforderungen gegenüber dem Insolvenzverwalter begründen.

Mögliche Gründe für eine Beanstandung können sein:

- Eine Vorauszahlung wird nicht korrekt verrechnet.
- Eine Kaution wird nicht korrekt verrechnet.
- Geleistete Abschläge werden nicht korrekt verrechnet.
- Der Verbrauch wird nicht korrekt angegeben.
- Es werden zu hohe Preise aufgrund unwirksamer Preiserhöhungen berechnet."

Bis heute gab es noch keine Meldung von der Firma White Case (Dr. Bähr Insolvenzverwalter der Firma Teldafax). Wir werden es wohl oder übel mit dem Inkassobüro Creditreform zu tun bekommen, dann werden wir die Forderung durch anwaltliche Hilfe beantworten müssen.

Immer noch keine Reaktion von der Insolvenzfirma White Case.

Artikel "Kunden zahlen doppelt"

Http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/insolventer-billigstromanbieter-teldafax-kunden-zahlen-doppelt-1.1231335

Zitat:

".. Jürgen Schröder von der Verbraucherzentrale Nordrhein Westfalen rät betroffenen Teldafax-Kunden, die Rechnung vor der Zahlung genau zu prüfen - und ihr gegebenenfalls zu widersprechen:

"Wir gehen davon aus, dass Verbraucher gegenüber dem Insolvenzverwalter einwenden können, dass mögliche Forderungen ihres Vertragspartners nicht wirksam an die Teldafax Services abgetreten wurden",

sagt er. Die Internetseite der Verbraucherzentrale informiert über die weitere Entwicklung des Falls.

Sollte der Insolvenzverwalter jedoch nachweisen, dass die Abtretung wirksam war, bleibt Verbrauchern wie. . keine Wahl: Sie müssen zahlen. "

Musterbrief der Verbraucherzentrale NRW "Antwort an den Teldafax-Insolvenzverwalter":

Http://www.vz-nrw.de/mediabig/180551A.pdf

WICHTIG:

Ständig von der Verbraucherzentrale NRW aktualisierter Artikel "Insolvenzverfahren gegen Teldafax: 700.000 Kunden betroffen":

Http://www.vz-nrw.de/UNIQ132361565901712/link958111A.html

Es gibt bis heute keinerlei Reaktion von dem Insolvenzverwalter, wir haben erneut unsere Forderungen per Einschreiben und Rückschein angemeldet und hoffen, dass wir dem schlechten Geld kein gutes hinterherwerfen müssen.

1) Verbraucherzentrale Hamburg (mit Musterschreiben, Stand: 16.12.2011) Zitat: ". . Dabei sind Verbraucher, die nie bei Teldafax Kunde waren, ebenso wie solche, deren Verbrauchsabrechnung nicht stimmt, vor allem aber solche, bei denen gar keine Abtretung der Forderung an die Firma, die jetzt die Forderung geltend macht (zumeist die Teldafax Services GmbH) erfolgt ist.

Sollte einmal doch eine solche Abtretung vorhanden sein, halten wir diese für rechtlich zweifelhaft, da überraschend und intransparent, und damit nach AGB-Recht unwirksam.

Wie sollten Betroffene jetzt reagieren?

Das Wichtigste: Nicht vorschnell das Verlangte zahlen. Erst einmal prüfen und dabei ggf. Rat bei einem Rechtsanwalt oder einer Verbraucherzentrale einholen.

Man kann auch selbst dem Anspruchsteller - zumeist Creditreform oder Teldafax Services GmbH oder Insolvenzverwalter - antworten. Dabei ist die jeweils individuelle Fallkonstellation zu berücksichtigen. ."

www.vzhh.de/energie/93653/gezahlt-ist-gezahlt.aspx

2) www.vz-nrw.de/UNIQ132492005420296/link958111A.html

Zitat: ". . Erhalten Sie eine Schlussrechnung, sollten Sie diese auf jeden Fall überprüfen, auch dann, wenn diese ein Guthaben für Sie aufweist. Es könnte ja sein, dass das Guthaben nach Ihrer Berechnung höher ausfallen müsste.

Mögliche Gründe für eine Beanstandung können sein:
-Eine Vorauszahlung wird nicht korrekt verrechnet.
-Eine Kaution wird nicht korrekt verrechnet.
-Geleistete Abschläge werden nicht korrekt verrechnet.
-Der Verbrauch wird nicht korrekt angegeben.
-Es werden zu hohe Preise aufgrund unwirksamer Preiserhöhungen berechnet.

.. Ist die Strom- bzw. Gasrechnung aus irgendeinem Grunde zu beanstanden (zum Beispiel weil Sie noch Geld von Teldafax erhalten), und weist sie einen "Restbetrag" auf, den Sie zahlen sollen, sollten Sie vorerst nicht zahlen. Vielmehr sollten Sie den Insolvenzverwalter auffordern, Ihnen die Forderung und eine etwaige Abtretung nachzuweisen. Dazu können Sie unseren Musterbrief verwenden. . "

Musterbrief Antwort an den Teldafax-Insolvenzverwalter: www.vz-nrw.de/mediabig/180551A.pdf

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist endgültig nicht gelöst

Gestern war im ZDF in der Sendung „Frontal 21“ ein Beitrag „TelDaFax-Pleite: Be. trogene Kunden zahlen weiter“.
In dem Bericht ging es darum, dass der Insolvenzverwalter des früheren Strom- und Gasanbieters TelDaFax zunehmend in die Kritik gerät. Mehreren zehntausend Gläubigern verweigert er offenbar die Aufrechnung der Kunden-Guthaben mit Restforderungen aus den Schlussrechnungen.
Http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1550360/TelDaFax-Kunden-zahlen-weiter-drauf#/beitrag/video/1550360/TelDaFax-Kunden-zahlen-weiter-drauf

Http://www.zdf.de/ZDFmediathek/beitrag/video/1549208/TelDaFax-Kritik-an-Insolvenzverwalter#/beitrag/video/1549208/TelDaFax-Kritik-an-Insolvenzverwalter

Http://frontal21.zdf.de/ZDFde/inhalt/21/0,1872,8465109,00.html

Nur zur Info: Der Insolvenzvwerwalter enthält entsprechende Vergütungen, je mehr er eintreibt.
Ein Schelm wer Böses dabei denkt.

Scheinbar macht sich der Insolvenzverwalter das System der TeldaFax zu nutzen, um sich nun selbst zu bereichern. Es ist wirklich erschreckend, wie man in unserem Land durch irgend welche "legalen" Tricksereien auf Kosten anderer ein gutes Leben führen kann. Solche Menschen werden uns noch in den Abgrund reißen.

Bericht z. B. der Verbraucherzentrale NRW (Stand: 13.06.12) "Insolvenzverfahren gegen TelDaFax: wie Kunden auf Mahnschreiben reagieren sollten" (mit Musterschreiben) beachten.