Keine Reaktion auf Beschwerde

Helmstedt

Seit Mai 2011 - also bald seit einem Jahr - kämpfe ich dafür, für die Zeit bis Mai 2011 eine korrekte Abschlussrechnung und für die nachfolgenden Monate bis zum Verkauf meiner Immobilie im Januar 2012 von E.ON Avacon zu erhalten. Erfolglos!

Die Korrespondenz, allein von E.ON seitdem umfasst bereits 56 Seiten, doch korrekt und nachvollziehbar sind die Angaben bedauerlicherweise nicht. Auch habe ich x-Male mit diversen Call-Center Mitarbeitern gesprochen, die immer wieder mit neuen Ausflüchten und widersprüchlich reagierten.

Dann habe ich am 23.02.2012 all meine E.ON-relevanten Kontoauszüge seit Mai 2011 in Kopie mit einem Begleitschreiben an sie per Einschreiben versandt, mit der Bitte, nun endlich korrekte und nachvollziehbare - mit den Fakten übereinstimmende - Abrechnungen vorzulegen - was kommt? Eine stereotype "Mahnung mit Hinweis auf eine mögliche Sperrung". Kein Wort zu meinem Schreiben und den darin enthaltenen Informationen/Bitten.

Auch ist erstaunlich, dass man seit meiner Mitteilung am 16.05.11, dass ich der neue Ansprechpartner und Zahler sei, mir bestätigte, dass das Konto des Vor-Bewohners noch durch Einzugsermächtigung noch "offen" sei und man einerseits auf dessen Konto im November 2011 ein Guthaben von 398,00 Euro überwies, anderseits nun versucht von mir nicht gezahlte Beträge des Vorbewohners für die Zeit vor Mai 2011 abzurechnen.

Bestell-/Kundennummer: 242006455718 und 242006455008

Meine Forderung an E.ON Avacon:

Korrekte, mit meinen Kontoauszügen übereinstimmende, Abrechnung beider Konten und Abwicklung der bis Mai 2011 angefallenen Kosten mit dem Vorbewohner.

Antwort auf die Beschwerde vom 30.03.2012
E.ON Energie Deutschland GmbH

Abteilung: Servicemanagement

05.04.2012 | 13:25 Uhr

Guten Tag, Frau Underberg,

bitte entschuldigen Sie den Ärger, den Sie mit uns haben. Bei uns lag ein Missverständnis vor, weshalb auch die Mitarbeiter unterschiedlich reagiert haben. Unser Mitarbeiter hat sich mit Ihnen bereits direkt in Verbindung gesetzt. Wir versprechen Ihnen, dass wir nun alle Unklarheiten mit Ihnen klären und alles zu Ihrer Zufriedenheit erledigen.

Beste Grüße

Ihr E.ON Vertrieb

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Nun habe ich einen konkreten Ansprechpartner bei E.ON incl. Rückruf-Telefonnummer. Er hat mir die korrekte Abrechnung zugesagt. Wir werden, nach Erhalt der von ihm angekündigten 3 Abrechnungsbriefe, telefonieren. - Danach kann ich sagen, ob der Fall gelöst ist.

Ich warte derzeit auf die von E.ON angekündigte Post zur Klärung der Angelegenheit.

Es ist zum "Mäusemelken"!
Nun erhalte ich heute genau sechs E.ON Briefe in vier Umschlägen. Das mag noch an der österreichischen Post liegen, aber dass diese weiteren 24 Seiten - beidseitig beschrieben - weder meinen Forderungen nachkommen, noch zur Klärung der Angelegenheit beitragen.
(Es sollte eine eindeutig meinem Vorbewohner zuzuordnende Abrechnung bis Mitte Mai 2011 für beide Häuser geben und es sollte aus den Kontounterlagen ersichtlich sein, was dieser und was ich an Zahlungen geleistet haben bzw. noch zu leisten habe. Dafür waren noch einmal telefonisch von mir die damaligen und abschließenden Zählerstände mit E.ON aktuell verglichen worden.)
Auch mein heutiger Versuch, den Ansprechpartner, Herrn I., der sich nach meinem Brief über ReclaBox mit einer Telefonnummer kenntlich gemacht hatte, zu erreichen, endete auf der Mailbox einer anderen Mitarbeiterin.
Es bleibt spannend - und super ÄRGERLICH!

Nun hat sich der Ansprechpartner von E.ON telefonisch gemeldet und sich zunächst für drei der sechs irrtümlichen und fehlerhaften Briefe an mich entschuldigt.

Wir sind Schritt für Schritt durch die weiteren drei Briefe gegangen. - Auch wenn nun "Licht ins Dunkel" der Rechnungen kommt, unübersichtlicher geht`s nicht. Aber ok - soweit.

Offen bleibt derzeit, warum E.ON Avacon meinen Vorbewohner als Kunden mit seinem einfachen "Widerruf des Abbuchungsauftrages" und dem lapidaren Hinweis auf mich als Hauseigentümerin hat "ziehen" lassen, obwohl das Konto nachweislich - und von ihnen nun schriftlich bestätigte - offene Forderungen an ihn in Höhe von insgesamt 1179,87 EUR aufwies?

Seitdem werden diese offene Forderung auf mich als Eigentümerin abgewälzt.

Nicht genug damit:
Es vergingen sechs Monate und ich konnte auf einer E.ON Abrechnung lesen, dass obwohl ich nun für sie die rechtliche und finanzielle Ansprechpartnerin zur Eintreibung der Forderung und Abschläge war, E.ON an ihn aus einer früheren Abrechnungsperiode 398,00 EUR überwiesen habe. Wie wäre es gewesen, wenn sie diese wenigsten schon einmal zur Reduzierung der offenen Forderungen an ihn genutzt hätten?
Wie gesagt - sie hatten sechs Monate Zeit für diesen Schritt!

Nun soll ich an E.ON Avacon für ihn den Gesamtbetrag von 1179,87 EUR zahlen und es zu meiner Aufgabe machen, das geforderte Geld ihres ehemaligen Kunden/meines Vorbewohners einzutreiben. Offensichtlich wissend, dass sie am längeren Hebel sitzen.

Einziges Zugeständnis per Telefon war, dass die Zahlungen der offenen Beträge ohne Mahnkosten bis zur juristischen Auseinandersetzung durch mich mit dem Vorbewohner Mitte kommenden Monats ausgesetzt werden und ich mich bei ihnen melde.

Was habe ich für eine Wahl?
Ist das fair/gerecht/gerechtfertigt?

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst

Es gibt derzeit nichts Neues.
Gelöst ist der Fall leider noch nicht.

Weiterhin gibt es nichts Neues.

Soooo, endlich ist der Horrorstreifen mit Eon-Avacon vorbei!
Zunächst war die Gerichtsverhandlung. Dann erhielt ich einen - dann schon unerwarteten positiven Anruf meines Eon-Ansprechpartners. Die Angelegenheit sei noch einmal intern überprüft worden. Es sei herausgekommen, dass ich nun doch nicht die offenen Beträge des Vormieters zu tragen habe.
Ich zahlte die von Eon-Avacon festgestellten Beträge der Schlussabrechnungen und dachte, dass das Kapitel nun endlich beendet sein.
Fehlannahme!

Am 18. Juni 2012 kam die nächste Standard Mahnung, ich solle dubiose 619,35 Euro plus 5 Euro Mahngebühren überweisen. Ich konnte das Schreiben nicht glauben und ignorierte es.

Dann kam ein weiteres Schreiben am 13. August mit einem angeblich offenen Betrag von 403,00 EUro.

Ich meldete mich noch einmal bei meinem "nun endlich konkreten und fixen Ansprechparter", Herrn Marcel Ilkenhans.

Er entschuldigte sich für die fehlerhaften Schreiben. Auf meine Bitte hin habe ich nun ein Schreiben von ihm erhalten, was bestätigt, dass es keine Forderungen mehr gibt.

GOTT SEI DANK das Zahlenlotto zu meinen Ungunsten ist endlich vorbei! 16 Monate und einen Aktenordner voll Korrespondenz hat es gedauert.

Es war ein Horrortripp!

Vielen Dank ReclaBox - Ihr seid das Genialste, seit der Erfindung des Internets! Ohne Euch wäre ich ohne einen Anwalt niemals weiter gekommen.
Dickes Kompliment!