Ich finde ja schonmal sehr beruhigend, das 1&1 soviele unglückliche Kunden hat, denn langsam bin ich mir schon dämlich vorgekommen.
Erst mal für alle, die das lesen und wie ich die horrenden Kosten für die Hotline leid sind, es gibt eine Möglichkeit das zu umgehen: normale Festnetz-Nummer. Die habe ich mir aus dem Internet gesucht und dank Festnetzflat telefoniere ich kostenlos mit 1&1. Man wird direkt zur Hotline weitergeleitet zahlt aber nur normale Festnetzkosten. Die Nr.: 02602-96-0
Ein weiterer Trick um die Telefonierdauer wenigstens etwas zu verkürzen ist gar nicht erst mit dem Sprachcomputer zu kommunizieren, sondern einfach gar nichts zu sagen bzw. einzugeben, dann stellt er einen nach wenigen Sekunden in die Zentrale durch, von wo aus man ohne größere Probleme an die gewünschte Stelle verbunden wird - da kommt man allerdings dann trotzdem in eine Warteschleife.
Mein privates 1&1-Drama ist ähnlich wie einige die ich hier gelesen habe: Ich beging den Riesenfehler umzuziehen...
Leider konnte meine 16.000er Leitung am neuen Wohnort nicht geleistet werden, also empfahl man uns eine 6.000er zu bestellen, die zwar auch nicht geleistet werden kann, so könnten wir aber die volle 3.000er, die zur Verfügung steht, nutzen.
Wir gaben also am 26.11.08 den Umzug in Auftrag - in der Zwischenzeit weiß ich, dass ich in dem Moment direkt aus dem Vertrag rausgekommen wäre, von 1&1 hat mir das damals keiner gesagt. Dafür informierte man uns darüber, dass der Umzug 4-8 Wochen dauern würde.
Einige Zeit später rief 1&1 an um mit mir die Einzelheiten des neuen Vertrags zu klären. Erst da wurde mir wirklich gesagt, dass nicht der alte einfach geändert wird, sondern, dass es ein völlig neuer Vertrag mit neuer Laufzeit von 24 Monaten wäre. Dazu kam eine Fernabfragegebühr (oder so ähnlich) von 4,99 € und das dringende Verlangen nach einer Einzugsermächtigung. Bereits hier begann ich zu rebellieren. Die nette Dame sagte, ohne Einzugsermächtigung könne man den Auftrag nicht anlegen, da müsse ich mich selbst über die Hotline drum kümmern.
Wochenlang hörten wir rein gar nichts. kurz vor Weihnachten fragten wir dann selbst nach. Endlich hatte ich zur Abwechslung eine Dame am Telefon, mit der ich - meiner Ansicht nach - vernünftig reden konnte. Sie erklärte mir, dass wegen der fehlenden Einzugsermächtigung die ganze Sache auf Eis liege.Ich fragte sie alles was ich auf dem Herzen hatte und bekam überall eine Antwort, mit der ich durchaus zufrieden war.
- Ich erklärte ihr, dass ich grundsätzlich keine Einzugsermächtigungen gebe, woraufhin sie mir riet, ich solle die Einzugsermächtigung geben und sobald alles erledigt ist einfach wieder entziehen.
- Ich fragte außerdem, was das mit den 4,99 € auf sich habe, da wir in einem Shop vor Ort gefragt hatten, und für unsere Adressen nur die normale Grundgebühr zahlen mussten. Ihre Antwort war, das sei natürlich Quatsch und ich müsse in jedem Fall nur die übliche Grundgebühr zahlen
- Der Umzugszeitraum in dem ich Internet und Telefon nicht nutzen könnte, aber trotzdem Rechnungen PER EMAIL (um eine Papierrechnung per Post zu bekommen, hätte ich auch wieder einen Aufschlag zahlen müssen!) bekommen würde, würde mir gutgeschrieben, denn 1&1 würde ja sehen in welchem Zeitraum das Netz nicht genutzt wird. Dies würde automatisch geschehen.
- Die neue Vertragslaufzeit von 24 Monaten würde sich nur darin begründen, dass die Aufträge nicht mit geringerer Laufzeit angelegt werden können. Nach der Schaltung sollte ich schriftlich beantragen, dass die Vertragslaufzeit angepasst wird, dann würde diese auf die Laufzeit des ursprünglichen Vertrags zurückgesetzt werden - in meinem Fall von 24 auf übrige 11 Monate.
- Ich fragte auch, ob es eine Möglichkeit gäbe komplett aus dem Vertrag zu kommen, daraufhin wollte sie nur wissen, was denn genau mein Problem sei und ging nicht weiter drauf ein.
Nach diesem Gespräch erteilte ich 1&1 eine Einzugsermächtigung und binnen 3 oder 4 Wochen funktionierte dann auch alles - fürs erste.
Ich entzog die Einzugsermächtigung, trotzdem versuchten sie abzubuchen, die Folge war eine Gebühr für die Rücklastschrift von 12 € - nach meiner Beschwerde, warum sie überhaupt versuchen abzubuchen ohne Einzugsermächtigung wurde diese auch ohne weiteres gutgeschrieben.
Ich stellte schriftlich den Antrag auf Laufzeitanpassung und fragte im gleichen Zug nach meiner Gutschrift, auf die ich immer noch wartete. Ich wurde ohne genaue Erklärung abgewehrt. Zitat: "Der Vertrag ... wurde zum 31.12.2008 gekündigt. In der Abschlussrechnung ... erhielten Sie für den zuviel gezahlten Zeitraum vom 01.01.2009 bis 03.01.2009 eine Gutschrift ... Damit erfolgte eine korrekte Rechnungslegung." Auf die Laufzeit ging man gar nicht ein.
Ich fragte wieder nach und mir wurde in der Rechnungsstelle gesagt, dass im üblichen Umzugszeitraum von 4 - 8 Wochen grundsätzlich keinerlei Gutschrift möglich sei, erst wenn sich der Umzug noch weiter verzögere, gäbe es eine Gutschrift, jedoch erst ab der 9. Woche. Zähneknirschend gab ich mich geschlagen - erhielt aber trotzdem nach einigen Tagen eine Gutschrift über den Zeitraum, in der ich das Internet nicht nutzen konnte !?! Versteh das wer will...
Ich ließ mich weiterverbinden ins sogenannte "Leitungsmanagement". Ich wollte wenigstens wegen der Vertragslaufzeit nicht aufgeben. Dort versuchte ich auch mich mit der Dame verbinden zu lassen, die mir damals die Infos gab - sie sei leider derzeit nicht im Haus. Der gute Mann den ich am Apparat hatte, hörte sich mein Anliegen an und sagte mir dann, dass die Dame gar keine Berechtigung zu den Aussagen gehabt hätte UND dass sie auch nichts dergleichen ins System eingetragen hätte.
Auf diese Information hin warf ich zum ersten Mal den Vorwurf "hinterlistiger Betrug" in den Raum. Er wehrte dies nur halbherzig ab, sagte er könne es eben nicht nachvollziehen, da nichts dergleichen eingetragen sei - zugegeben mein Wort gegen ihres, klar: keine Handhabe. Das einzige was ich tun könne, wäre den Antrag auf Laufzeitanpassung immer und immer wieder zu stellen, quasi so lange zu nerven bis irgendjemand die Laufzeit anpasst - aber normalerweise sei das nicht möglich.
Die nächste Rechnung kam: Die Grundgebühr, oh Wunder, um 4,99 € höher als vor Weihnachten zugesichert, vielleicht hätte ich es auch noch verstanden, wenn es 2 Positionen gewesen wären: Grundgebühr und Fernschaltgebühr, aber beides war unter Grundgebühr zusammengefasst. Ich rief die Rechnungsstelle an, und mir wurde der Betrag umgehend gutgeschrieben - mit schriftlicher Bestätigung am selben und Gutschrift bereits am Folgetag.
Na endlich alles geklärt!! PUSTEKUCHEN
Auf der nächsten Rechnung: Die Grundgebühr wieder um 4,99 € höher. Ich rief wieder an, und wurde kurz abgefertigt, dass sei diese Fernschaltgebühr, die nötig wäre weil ich zuweit vom Verteiler weg wohne und das steht in den AGB und ist damit rechtens. Warum der Kollege im Vormonat den Betrag gutgeschrieben habe, sei ihm ein Rätsel und es würde in keinem Fall gehen.
Tierisch frustriert besprach ich mich daraufhin mit meiner Mutter, die mehr Erfahrung und auch ein weit kühleres Gemüt hat und in Zukunft die lästige Telefoniererei für mich übernimmt. Sie brachte nochmals das Anliegen im Leitungsmanagement (!) vor, worauf sie zur Antwort bekam "Das hat der Herr... doch eben schon Ihrer Tochter erklärt" - von wegen verschiedene Räume und man könne nicht verbinden und "ich weiß ja nicht was der/die Ihnen erzählt hat".
Sie ließ sich in die Vertragsstelle verbinden - landete aber wieder in der Zentrale, alles von vorn. Als sie in der Vertragsstelle ankam versuchte man sie ebenfalls mit Pauschalsätzen abzufertigen, dass es rechtens wäre, dass es in der Bestellbestätigung stand (nein, tat es nicht) usw. zum Schluss wurde ihr nahe gelegt, das Gespräch zu beenden, woraufhin sie die Beschwerdestelle verlangte.
Mit fröhlichem Unterton erklärte der Herr ihr, dass sie bereits in der Beschwerdestelle sei, und nochmals das gleiche.
Mein einziges Ziel ist jetzt aus dem Vertrag rauszukommen - so schnell wie es geht. Allein schon weil ich dieses Jahr nochmal umziehe und dann das Theater ja wieder los geht...
Meine Forderung an 1&1:
Schnellstmögliche Entlassung aus dem Vertrag und keine weitere Berechnung der Fernschaltgebühr bzw. Gutschrift über den Betrag bei der letzten Rechnung
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 7
Hallo, ich finde deinen Satz "Ich finde ja schonmal sehr beruhigend, das 1&1 soviele unglückliche Kunden hat...." für das Unternehmen schon ziemlich traurig. Und kann nur hier, wie bei der anderen beschwerde feststellen, dass, sobald es ein "abweichendes Problem" gibt keiner mehr zuständig ist oder sonstiges. Vielen dank für die Festnetznummer, da ich nicht auf Hotline's mit 0900er nummer (99cent die min bei 1&1) anrufen werde, wo mir selber nicht weitergeholfen wird - damit deckt wohl 1&1 alle Mahnkosten doppelt ab. Aufgrund der vielen Beschwerden, der Reaktionslosigkeit von 1&1 würde ich allgemein allen vorschlagen eine Sammelbeschwerde zu starten. Gruß Marco
Ich würde mich einer Beschwerde oder allem anderen anschliessen. Mfg Heinz
versuche nicht aus dem Vertrag zu kommen, erstens klappt es nicht und zweitens ist die Masche der möglichst langen Portbelegung und der damit verbundene Umzug zum neuen Anbieter mit viel Leid verbunden. Ich schließe mich der Sammelbeschwerde an Frank
Ich werde weiterhin versuchen aus dem Vertrag raus zu kommen, da ich im Herbst wieder umziehen muss und dann das ganze Theater ja nur von vorne beginnt. Die Festnetznummer hilft ja leider nicht wirklich bei der Lösung des Problems, spart aber wenigstens die Hotline-Kosten. Leider kommt man auch da nur wieder auf die Hotline... Aber mal ernsthaft: eine Sammelbeschwerde ist für uns User einfacher, aber ich denke wenn lauter einzelne Kunden hartnäckig nerven bringt das auf lange Sicht gesehen mehr...
Vielleicht könnte man direkt eine Sammelklage daraus machen... Das mit der festnetznummer ist wirklich gut! Danke! Habe mehr als 80 Euro vertelefoniert! Für NICHTS!
Wenn ich Glück habe, stehe ich jetzt kurz davor aus dem Vertrag rauszukommen. Drückt mir die Daumen und bleibt hartnäckig! Es ist vielleicht nicht leicht, aber es lohnt sich.
Nach langem hin und her kam mir 1&1 mit dem Angebot entgegen, das Ende der Vertragslaufzeit auf März 2010 zu ändern (gefordert war November 2009). Nach kurzem Telefonat gaben sie noch einen Monat nach. Mein Vertrag endete also im Februar 2010. Auch das Drama mit der Fernanschaltgebühr wurde in diesem Atemzug durch eine Gutschrift gelöst, über den Komplettbetrag für die restlichen Monate (also 4,99 x Restzeit), wobei hier sogar weiterhin der März gezählt wurde, also haben sie mir sogar 4,99 geschenkt. Bleibt am Ball und kämpft für euer Recht!