Sendung per Nachnahme - nicht einmal geklingelt

München

Zunächst möchte ich sagen, dass ich bisher noch nie Probleme mit der Deutschen Post hatte, egal ob es sich um alltägliche Post oder Paketversand handelte. Letzte Woche gab es jedoch einen Vorfall, der mich ziemlich verärgerte und mich an der Zuverlässigkeit der DP bzw. dem Arbeitsethos einiger Angestellter zweifeln lässt.

Obwohl ich den ganzen Tag extra zu Hause geblieben war, um ein Paket anzunehmen, fand ich einen Zustellschein in meinem Briefkasten mit der Angabe, das Paket sei nicht zustellbar gewesen. Ich konnte den Briefträger noch einholen, er rechtfertigte sich mit der Begründung, meine Klingel funktioniere nicht (was mir jedoch neu war).

Es handelte sich um eine Bestellung per Nachnahme, ich konnte sie zwar gleich mitnehmen, blieb aber zudem auf meinem Wechselgeld sitzen, was zwar in diesem Fall eine unbeträchtliche Summe darstellte, aber ich verstehe dennoch nicht, wieso die DP ihre Briefträger ohne Wechselgeld losschickt. Dieser Aspekt ist zwar nicht Schuld des Postboten, dass er jedoch aus Bequemlichkeit nicht mal versucht, ein Paket zuzustellen, finde ich doch sehr fragwürdig. Immerhin bezahle ich für die Zustellung einen Aufpreis. Ich denke, man sollte hier eigentlich erwarten können, dass eine bezahlte Leistung auch erbracht wird.

Leider hat die DP eine Monopolstellung, in der sie Kundenzufriedenheit offensichtlich entbehren kann.

Meine Forderung an Deutsche Post:

Eine Entschuldigung seitens der Deutschen Post.

Antwort auf die Beschwerde vom 07.05.2012
Deutsche Post AG

Abteilung: Kundenservice BRIEF

09.05.2012 | 15:26 Uhr

Hallo ReclaBoxler-3131681,

wir verstehen Ihre Verärgerung hinsichtlich des nicht zugestellten Paketes. So etwas sollte natürlich nicht vorkommen. Damit wir dieser Angelegenheit intern nachgehen können, möchten wir Sie bitten, sich an unseren telefonischen Kundenservice unter der Rufnummer: 0180 2 3333* zu wenden.

Wie Sie uns weiterhin mitteilten, führte unser Briefzusteller kein Wechselgeld bei sich. Es gibt Gründe, die gegen eine Mitnahme von Bargeld sprechen:
Geldbestände müssen in unseren Betriebsstellen verwaltet und mit den jeweiligen Zustellern abgerechnet werden. Dieser Aufwand sollte zumindest bis zu einem gewissen Grad wirtschaftlich sinnvoll sein.

Wir bitten Sie deshalb um Verständnis, dass wir auch in Zukunft darauf verzichten, den Briefzusteller mit Wechselgeld auszustatten.

Beste Grüße

Ihr Kundenservice BRIEF

* (6 ct je Anruf aus den deutschen Festnetzen; maximal 42 ct je angef. 60 Sek. aus den deutschen Mobilfunknetzen

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Also ich arbeite auch bei einem Logistikunternehmen, die auch sowas zustellen und bei uns gibts die Anweisung: Kein Wechselgeld aus Sicherheitsgründen, da man zu oft überfallen wurde ansonsten nur zustellen, wenn der Betrag bis 1500 € ist

Also mir kann jeder erzählen was er will, aber wenn ich genau weiß, dass ich etwas per Nachnahme bestellt habe, dann bereite ich das Geld einige Tage früher vor. Die Pakete werden ja nicht "unerwartet" gebracht, sondern man wartet in der Regel (sehnsüchtig) danach.

Schade, dass Sie den Fahrer nicht gesagt haben, er solle zu der Klingel mitkommen, damit er Ihnen zeigen konnte, dass diese nicht funktioniert. Ich hätte zugern sein Gesicht gesehen, bei der Lüge ertappt worden zu sein.

Für die nächste erwartete Zustellung: Einen Zettel schreiben "Klingel funktioniert, bin zuhause, ausreden gelten nicht"

Wer weiß, vielleicht hat der Bote das Paket absichtlich nicht abgeben wollen, um sich die Problematik mit der Wechselgeldrausgabe zu ersparen, denn so ganz kann ich nicht nachvollziehen, wie das von statten gehen soll. Jeder 2. Kunde, der per Nachnahme zahlt, hat das Geld sicher nicht passend vor Ort und wenn man dann einfach kein Wechselgeld rausbekommt, was soll das denn? Da traut sich ja bald gar kein Zusteller mehr, Pakete per Nachnahme zuzustellen, aus Angst vor den Reaktionen. Man kann es ja durchaus eingrenzen, also das es Wechselgeld nur bis zu einer bestimmten Höhe zurückgibt, aber gar nicht? 20-30 Euro Wechselgeld in Kleingeldform sollten doch wohl machbar sein. Da muss sich die Post halt was einfallen lassen oder die Möglichkeit anbieten, die Pakete vor Ort mit Ec Karte bezahlen zu können. Und ich finde, die Händler sollten bereits bei der Bestellung per Nachnahme darauf hinweisen, das man das Geld möglichst passend zu Hause haben sollte. @ 123und wie soll man sein Geld bei Beträgen wie zb 12,59 vorbereiten? Solange einkaufen gehen, bis man 2 Euros und 59 Cents raus bekommt? Nicht jeder hat passendes Kleingeld im Vorrat zu Hause.