Hitgas: überhöhte Abschläge und ewig lange Anschlusszeit

Chemnitz

Sehr geehrte Damen und Herren,

leider haben wir beim Wechsel zu Hitenergie sehr schlechte Erfahrungen sammeln müssen. Nach mehrmaliger Anfrage (telefonisch und schriftlich) an Hitenergie wollte man nicht auf unsere Wünsche eingehen, so dass ich mich nun an Sie wende.

Konkret wende ich mich aus zwei Gründen an Sie:

1. Dauer des Anschlusses (Zitat aus Original-Beschwerdemail an Hitgas):

"Nachdem wir bereits im Juli 2011 bei Ihnen einen Vertrag zur Gaslieferung abgeschlossen haben, erhielten wir am Mo 04.07.2011 09:37 eine entsprechende Bestätigung mit dem Hinweis: "Jetzt sind wir an der Reihe! Lehnen Sie sich einfach zurück und genießen Sie den HitGas Service." Danach passierte sehr lange gar nichts.

Erst nach mehrmaligen Anrufen unsererseits erhielten wir am Do 15.09.2011 12:09 eine weitere Nachricht von Ihnen. Der Vorlieferant habe unsere Kündigung, die wir - wie wir Ihnen bereits mehrfach mitgeteilt hatten - bereits vor unserem Vertragsangebot an Sie ausgesprochen hatten, nicht akzeptiert, da der Name vermutlich abweiche. Dies war zwar korrekt (Anschluss war auf Frank Spakowski respektive Susanne Eschenberg als Vorbesitzer gemeldet), hätte aber aus unserer Sicht kein Problem darstellen sollen, da der Anschluss ja bereits gekündigt war und wir Ihnen sowohl den Besitzerwechsel als auch den Namen aller zuvor beteiligten Personen mitgeteilt hatten. Außerdem ist uns rätselhaft, wieso zwischen dem Vertragsabschluss und dieser Erkenntnis über zwei Monate vergehen müssen.

Am 29.09. teilten Sie uns mit, dass Sie aufgrund unserer E-Mail vom 27.09. nun den Namen von Fr. Eschenberg erfasst hätten. Auf unseren erneuten Hinweis, dass der Anschluss bereits gekündigt ist, gingen Sie nicht ein. Als neues Lieferdatum wurde uns der 01.11. genannt. Auf erneute Nachfrage wurde uns dieser Termin am 07.10. erneut bestätigt. Bis zum 01.11. hörten und lasen wir nichts von Ihnen. Bei telefonischen Rückfragen unsererseits wurden wir immer wieder auf die Statusabfrage im Internet verwiesen - eine Aussage, aus welchen Gründen der Wechsel nicht klappt, wurde nicht getroffen.

Am 15.12., also zwei Wochen nach dem im zweiten Anlauf zugesagten Liefertermin, haben wir uns erneut schriftlich an Sie gewandt. Auf diese E-Mail erhielten wir keine Reaktion. Aus diesem Grund hat meine Frau erneut mehrere Male mit Ihrer Hotline telefoniert. In einem Gespräch mit Fr. O. drohten wir mit der Rücknahme unseres Vertragsangebotes. Eine Zusammenfassung des Gespräches haben wir am 22.12. an Sie gemailt. Eine Kopie dieser Mail liegt bei.

Bei der Regionalgas Euskirchen, dem Grundversorger unserer Gemeinde, erhielten wir die Auskunft, dass der zweite Versuch eines Lieferantenwechsels erst zwei Tage zuvor - wohl aufgrund eines unserer vielen Anrufe - getätigt wurde. Der versprochene Lieferbeginn 01.11. konnte somit keinesfalls gehalten werden. Der Lieferantenwechsel hat somit insgesamt über sechs Monate gedauert - ich denke, das ist neuer Rekord." (Zitat Ende)

2. Intransparente Preispolitik kombiniert mit einer irreführenden Simulation auf der Webseite: Aufgrund des Tarifrechners auf der Webseite haben wir den Energieverbrauch viel zu hoch geschätzt. Da kein Unterschied in den Grundgebühren in Abhängigkeit vom Verbrauch zu erkennen war, haben wir diesen auch nicht genauer geprüft. Heute stellt sich heraus, dass der für unseren Tarif zugrunde gelegte Verbrauch um den Faktor 2,25 zu hoch ist und dass die Grundgebühren sich am Verbrauch orientieren. Dadurch zahlen wir bei gleichem Verbrauch mehr als beim örtlichen Grundversorger ohne Vertragsbindung. Genaueres hierzu können Sie der beigefügten Mail entnehmen.

Zu 1. haben wir keine Forderungen. Zu 2. erwarten wir allerdings eine Herabstufung des Verbrauchs auf 8.000kWh/a (entspricht dem Abrechnungssaldo des Vorversorgers) und entsprechende Anpassung der Grundgebühren. Aufgrund der langen Wartezeit wäre eine Anpassung auf einen noch niedrigeren Verbrauch opportun, da wir im Dezember des letzten Jahres eine Solarthermieanlage in Betrieb genommen haben, die laut Spezifikation 50% des bisherigen Energiebedarfes deckt.

Bitte adressieren Sie diesen Punkt bei Hitenergie und veranlassen Sie, dass der irreführende Rechner von der Webseite entfernt wird, damit nicht noch mehr Verbraucher hierdurch zu teuren Fehleinschätzungen geleitet werden.

Mit freundlichen Grüßen

Frank Wegner

Bestell-/Kundennummer: Vertrag 648422

Meine Forderung an Hitenergie:

Herabstufung des Verbrauchs auf 8.000kWh/a und entsprechende Anpassung der Grundgebühren und Abschlagszahlungen

Antwort auf die Beschwerde vom 08.05.2012
ExtraEnergie GmbH

Abteilung: Kundenservice

31.07.2012 | 08:47 Uhr

Sehr geehrter Kunde,

vielen Dank für Ihren Eintrag.

Wir sind stets bemüht unseren Kundenservice zu verbessern und bedauern die Unannehmlichkeiten die Ihnen entstanden sind. Gerne würden wir uns Ihren Fall genauer ansehen. Die hier gemachten Angaben reichen allerdings nicht aus, um Ihren Fall zu prüfen. Bitte hinterlassen Sie uns eine Nachricht mit dem Betreff „Verbraucherforum“ über presse@hitenergie.de, damit wir mit Ihnen in Kontakt treten können. Vergessen Sie bitte dabei nicht uns Ihre Vertragsnummer mitzuteilen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihre HitEnergie

bewerten sie die antwort von ExtraEnergie GmbH

Schade, schade. ich dachte, Sie hätten am Ende das Glück, doch nicht von HITENERGIE versorgt zu werden.

Lesen Sie sich mal die Beschwerden über Hitenergie, Priogas und Extraenergie durch. Diese gehören alle unter ein Dach.

Wenn der Wechsel schon so lange dauert und das Unternehmen so lange nicht in der Lage war, wie sollen die nun Ihren Tarif anpassen? Zudem werden Sie auch noch Probleme bei der Endabrechnung bekommen.

Versuchen Sie, wenn noch möglich. aus dem Vertrag zu kommen.

Ich drücke Ihnen die Daumen!

1) Extraenergie (und Hitenergie, Hitgas, Hitstrom, Prioenergie, Priostrom, Priogas etc.) ist eine Tochter der Kapital-Beteiligungsgesellschaft GLOTEC Ventures GmbH, Europadamm 2-6, 41460 Neuss, Telefon: 02131 / 523 370.

Dort haben verschiedene Kunden angerufen (statt der "0" z. B. die "10", die "50" oder die "45" wählen) und ihre Sorgen "mitgeteilt" - einigen wurde - wie man hier in der Reclabox lesen kann - zwischenzeitlich geholfen.

2) Kommentar vom 20.04.12 beachten und dem WDR-Redakteur, Herrn Dicks, umgehend den Gefallen tun und ihm eine Zuschrift mailen (Zitat: "Kontakt: bernd. dicks (at) fm.wdr.de ") :

www.energievergleich.de/forum/andere-stromanbieter-f9/priostrom-hitstrom-extraenergie-anfrage-wdr-fernse-t460-s20.html

Leider noch nichts gehört. Wir haben bereits vor einiger Zeit die Schlichtungsstelle Energie eingeschaltet. Aber leider sind auch die total überlastet und von dort haben wir bis heute kein Aktenzeichen oder sonstige Reaktion erhalten. Der Fall scheint hoffnungslos.

Immer noch Ärger mit Neusser Stromanbieter - MEDIATHEK - WDR.de

Http://www.wdr.de/mediathek/html/regional/2012/04/02/lokalzeit-duesseldorf-lokalzeit-mischt-sich-ein.xml

Wir haben eine Mail erhalten, in der dargestellt wird, dass der Netzbetreiber angeblich einen Verbrauch von 14.000 kWh gemeldet habe. Wie dieser auf diese Zahl kommen soll, ist uns völlig schleierhaft. Wir haben unsere Abrechnungen des Voranbieters an Hitgas gesendet. Warten wir ab, was passiert. Den Vertrag haben wir zwischenzeitlich prophylaktisch gekündigt.

Nach § 41 Absatz 2 Energiewirtschaftsgesetz muss sich der Abschlag nach dem Verbrauch des vorhergehenden Abrechnungszeitraums oder dem durchschnittlichen Verbrauch vergleichbarer Kunden richtet.

Macht der Kunde glaubhaft, dass sein Verbrauch erheblich geringer ist, so ist dies angemessen zu berücksichtigen.

Zwar wurde der Abschlag um 24 EUR auf nun 106 EUR verringert - dies ist aber noch immer viel zu hoch. Wir haben heute erneut an Hitenergie geschrieben und den Abschlag selbst errechnet. Da wir den von uns errechneten Jahresabschlag bereits jetzt (nach 5 Monaten) mehr als vollständig bezahlt haben, haben wir die Einzugsermächtigung widerrufen und Extraenergie davon in Kenntnis gesetzt, dass keine weiteren Abschläge mehr bezahlt werden. Außerdem haben wir von unserem Recht gem. § 40 Abs. 2 Nr. 3 EnWG Gebrauch gemacht und eine halbjährliche Abrechnung verlangt. Dort wird sich dann zeigen, dass der zugrundegelegte Verbrauch absolut übertrieben ist.

Uiii, nach 3 Monaten erfolgt "schon" eine Reaktion. Wir haben die gewünschten Infos weitergeleitet - wir werden weiterhin berichten.

Gewünschte Daten wurden unverzüglich an Hitenergie übermittelt. Bisher ist keine Reaktion erfolgt.

Nach Aussage von Hitenergie wurde der Fall zur Prüfung an den Netzbetreiber gegeben. Wir werden sehen.

Der Abschlag wurde erneut gesenkt und abgebucht, obwohl die Einzugsermächtigung bereits lange widerrufen ist. Wir haben den Einzug zurückgegeben. Von seiten Extraenergie sind keine weiteren Nachrichten bei uns angekommen. Wir warten weiterhin auf die Zwischenabrechnung.

Bericht des WDR, Lokalzeit aus Düsseldorf, vom 03.09.12

Bei Google folgende Wörter eingeben:

WDR Mediathek Nachgefragt: Zu teure Stromrechnungen falscher Abrechnungen, überhöhter Abschläge und schlechter Vertragsbedingungen

Weiterhin zahlen wir keine Abschläge mehr. Es kommen zwar Mahnungen, aber keinerlei weitere Reaktionen.