Beschädigtes Paket abgestellt, Schaden über 500 Euro

Zum wiederholten Mal wurde mir ein ganz offenkundig beschädigtes Paket von DPD vor meiner Haustür abgestellt. Da ich jeweils zu Hause war und gleich nach Abstellen das Paket in Augenschein nehmen konnte (im Januar bin ich ja dem Boten sogar hinterhergerannt, er flüchtete sozusagen und fuhr mit dem Wagen davon), schließe ich eine Beschädigung nach Abstellen definitiv aus. Ich muss mich fragen, ob es zur Geschäftspraxis von DPD gehört, den Kunden beschädigte Pakete kommentarlos vor die Tür zu stellen und sich dann davonzumachen?

Zwar habe ich 2011 eine Abstellgenehmigung unterschrieben, diese dann am 20.01.2012 im Telefonat mit Frau B. von der DPD Niederlassung Tuttlingen widerrufen, weil mir ein beschädigtes Paket vor die Tür gestellt wurde. Dass ein Widerruf schriftlich erfolgen soll, hat mir die Dame leider nicht gesagt, erst nach dem neuerlichen Schadensfall im Mai 2012 teilte man mir dies so mit.

Im Paket mit der Nummer 0141.5006067002 befand sich ein seltenes Mountainbike, für das ich 600 Euro bezahlt habe. Der Rahmen ist kaputt, siehe Foto 3. Ich erwarte, dass DPD für diesen Schaden und das Fehlverhalten des Mitarbeiters / Zustellers aufkommt. Nach wie vor wurden mir keine Videoscans des Pakets auf dem Weg vom Absender zu mir gezeigt, ich weiß aber, dass DPD solche Scans macht. Ebenso wenig die Anschrift des Qualitätsbeauftragten der Firma DPD, wie kann ich diesen erreichen? Warum ist es bei DPD so schwierig, berechtigte Beschwerden an eine zuständige Stelle zu leiten?

Bestell-/Kundennummer: 0141.5006067002

Meine Forderung an DPD Dynamic Parcel Distribution:

Erstattung des wirtschaftlichen Schadens in Höhe von 500 Euro

Antwort auf die Beschwerde vom 29.05.2012
DPD Dynamic Parcel Distribution GmbH & Co. KG

Abteilung: Kommunikation

29.05.2012 | 15:54 Uhr

Sehr geehrter Herr Hinderer,

wir können Ihre Verärgerung nachvollziehen und möchten Ihnen gerne behilflich sein. Bitte lassen Sie uns zur Kontaktaufnahme eine Email an info (at) dpd.com mit Ihren Kontaktdaten zukommen. Wir werden uns dann sobald wie möglich wieder mit Ihnen in Verbindung setzen.

Mit freundlichen Grüßen

Ihr DPD Team

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Anzeige bei der Polizei wg. Sachbeschädigung gegen DPD und direkt Anwalt einschalten!

Meine Kontaktdaten und eine ausführliche Beschreibung der Vorgänge um beschädigte Pakete incl. Fotos liegen DPD seit 3 Wochen vor. Heute habe ich alles noch einmal an die hier genannte E-Mail Adresse von DPD versendet nachdem der Kommentar hier gepostet wurde. Ich werde an dieser Sache dranbleiben und die weitere Entwicklung hier posten, denn offenbar bin ich nicht der Einzige, der unter diese Art "Service" von DPD zu leiden hat.
Ich bitte auch andere Geschädigte sich bei mir zu melden zwecks gemeinsamen Vorgehens, ggf. auch juristisch.

Am 31.05. hat sich der Serviceleiter des DPD-Depots Villingen-Schwenningen in einer E-Mail folgendermassen geäussert:
Der Absender des Pakets müsse noch "Unterlagen beibringen (.) Diese werden schriftlich angefordert. Sobald uns diese vorliegen, reichen wir den Vorgang an unseren Versicherer weiter. "

Was dies konkret für mich als geschädigten Kunden bedeutet weiß ich noch nicht. Ich berichte weiter.

DPD will noch Unterlagen vom Absender. Wenn diese vorliegen, wird über eine Entschädigung entschieden, laut dem Serviceleiter.

Nachdem nunmehr seit meiner Schadensmeldung an DPD am 03. Mai sechs Wochen vergangen sind, sechs Wochen, in denen bei mir in der Wohnung ein großes beschädigtes Paket herumsteht, zusammen mit einem Mountainbike mit zerstörtem Rahmen, ist es wohl an der Zeit, dass Sie sich hier eindeutig positionieren.
Der Bote hat nach eigener Aussage aufgrund Zeitdrucks ein offenkundig beschädigtes Paket abgestellt, der Rest ist Ihnen bekannt. Falls es Geschäftspolitik von DPD ist, die Folgen eigener Fehler - die durchaus passieren können - auf seine Kunden abzuwälzen, dann sagen Sie das jetzt klipp und klar. Weitere Verzögerungen sind nicht hinnehmbar.

Ich hätte schon längst eine Deckungszusage von meiner Rechtsschutzversicherung eingeholt und einen Anwalt mit dem Fall beauftragt. Ich habe eins gelernt in meinem Leben: Bei sowas nicht lange fackeln!

Am 19.06. hat ein Bote das schadhafte Paket samt Inhalt abgeholt. Es geht an die DPD Schadenabteilung Hr. Schmetz/Fr. Lucht in Duisburg. Bisher kein weiterer Kontakt trotz Nachfrage, wie das weitere Verfahren laufen wird. Von Schadenersatz bisher keine Spur.

Am 10.07. ist das Paket zurückgekommen, DPD lehnt einen Schadenersatz ab, nunmehr mit der Begründung, das Rad sei nicht sorgsam genug eingepackt gewesen. Die Beschädungung jedoch geschah mit einem spitzen harten Gegenstand, dem nur äußerst massive Behältnisse widerstanden hätten. Nicht einmal die großen Versender von Rädern verwenden anderes Material (Kartonage und Luftpolsterfolie) wie in diesem Fall. Implizit räumt DPD damit ein, dass der Schaden auf dem Transportweg passiert ist.
Fazit: DPD setzt das PAket massiver Gewalteinwirkung aus, stellt bewusst ein beschädigtes Paket vor die Türe und zieht sich dann aus der Verantwortung. Zu allem Überfluss wurde das Rad bei der Schadenüberprüfung durch DPD weiter beschädigt: Das Schaltauge wurde abgebrochen. Hüte sich wer kann vor diesem Unternehmen!

Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:

Beschwerde ist noch nicht gelöst