Nachdem ich Ende März einen Telefon- und Internetanschluss bei primacall beantragt hatte, wurde mir dieser am 03.04.2012 schriftlich bestätigt und versichert, dass mir in Kürze der genaue Freischalttermin mitgeteilt und die benötigte Hardware zugesendet wird.
Nachdem lange Zeit nichts passierte, meldete ich mich telefonisch bei primacall. Dabei wurde festgestellt, dass mein Auftrag noch gar nicht bearbeitet wurde, dies nun aber unverzüglich geschehen würde. Nach zwei weiteren Anrufen kam primacall meiner Anforderung erst nach einem Schreiben meinerseits (18.06.2012) nach und sendete mir die Hardware und einen Freischalttermin.
Der Anschluss konnte dann jedoch nicht freigeschaltet werden, da meine Dose nicht mit dem Endgerät im Keller verbunden war. Nachdem dieses Problem behoben war, meldete ich mich erneut bei primacall (07.08.2012), um einen weiteren Termin zu vereinbaren. Jedoch schaffte es primacall trotz mehrfacher Anrufe nicht, die Terminanfrage zu bearbeiten. Der einzige Kommentar der Mitarbeiter war jedes mal: "Ich kann mir jetzt gerade auch nicht erklären, was da schief gelaufen ist."
Zu diesem Zeitpunkt wurde mir von primacall bereits die Grundgebühr abgebucht, ohne dass ich eine Leistung erhielt.
Am 27.08.2012 wendete ich mich erneut schriftlich an primacall. Ich setzte ihnen eine Frist bis zum 07.09.2012, um den Anschluss freizuschalten. Ansonsten würde ich das Auftragsverhältnis als beendet ansehen und mir vorbehalten, rechtliche Schritte einzuleiten.
Die einzige Reaktion von primacall war eine Mahnung, da ich das Geld rücküberweisen hatte lassen. Nach einer Rechtsberatung bei der Verbraucherzentrale und einem weiteren Schreiben vom 25.09.2012 mit einer Frist bis zum 10.10.2012, um mir die Vertragsbeendigung schriftlich zu bestätigen, erhielt ich wieder nur eine Mahnung.
In diesen 5,5 Monaten wurden meine Nerven enorm strapaziert und es haben sich für mich hohe Zusatzkosten ergeben. Bis heute bin ich ohne einen Internet- und Festnetzanschluss.
Bestell-/Kundennummer: 240687391
Meine Forderung an primacall:
Vertragsbeendigung, Schadensersatz in Höhe von €100,-
Antwort auf die Beschwerde vom 20.10.2012
Sehr geehrte Frau Souverein,
Sie haben uns am 04.02.2012 beauftragt, Ihnen unseren Tarif „komplett doppelflat 6GR“ bereitzustellen. Sämtliche vertragliche Leistungen wurden Ihnen im Rahmen der Auftragserteilung erläutert und Sie haben diesen umfassend zugestimmt. Im Anschluss erhielten Sie die schriftliche Auftragsbestätigung mit entsprechender Widerrufsbelehrung. Nach Ablauf der Widerrufsfrist wurde der Bereiststellung des Tarifes für Sie bearbeitet und wir haben Ihnen, die zur Nutzung unseres Produktes erforderlich Hardware übersandt.
Der zur Freischaltung bestellte Techniker musste vor Ort feststellen, dass eine bauliche Veränderung an Ihrer Endleitung notwendig ist, damit die Freischaltung Ihres Anschlusses erfolgreich durchgeführt werden kann. Wir bitten Sie dementsprechend um eine Rückmeldung bei Ihrem Vermieter, damit dieser den Vorgang entsprechend bearbeiten kann.
Da unsererseits alle notwendigen Schritte für die Bereiststellung Ihres Anschluss durchgeführt wurden, liegt die fehlende Funktion Ihres Anschlusses nicht in unserem Verantwortungsbereich.
Dennoch haben wir uns nunmehr aus Kulanz und im Interesse an einer kundenfreundlichen Entscheidung ohne Anerkennung einer Rechtspflicht entschlossen, das Vertragsverhältnis zu beenden und die offenen Rechnungsbeträge zu stornieren. Wir werden nunmehr keine weiteren Forderungen an Sie stellen, bitten jedoch um Verständnis, dass ein weiteres Entgegenkommen nicht in Betracht kommt.
Wir gehen davon aus, dass die Angelegenheit nun aufgeklärt ist. Selbstverständlich können Sie sich bei Rückfragen auch gern an unseren Kundenservice wenden.
Mit freundlichen Grüßen,
Ihre Primacall Kundenbetreuung
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Sehr geehrte Primacall Kundenbetreuung,
Ihre Antwort kann aus meiner Sicht nicht unkommentiert bleiben, da sie in wesentlichen Teilen nicht den Tatsachen entspricht.
Da auf Grund eines Umzuges Netcologne (mein bisheriger Provider) keine Leistung mehr anbieten konnte, wollte ich zu Ihnen als Vertragspartner von Netcologne (laut Aussage von Netcologne) wechseln. Dies habe ich Netcologne mitgeteilt, die daraufhin alle weiteren Schritte veranlasst haben. Die von Ihnen genannte Erläuterung sämtlicher vertraglicher Leistungen hat somit nicht stattgefunden und ich habe Ihnen nicht zugestimmt.
Die Bereitstellung des Tarifs wurde nicht, wie von Ihnen beschrieben, nach Ablauf der Widerrufsfrist bearbeitet, sondern nachdem ich 3 mal mit Ihrem Kundenservice telefoniert habe und Ihnen im Anschluss daran - da nach über 1,5 Monaten immer noch nichts passiert war - am 18.06. ein Schreiben per Einschreiben mit Rückschein schickte, in dem ich Ihnen eine Frist zur Freischaltung meines Anschlusses setzte. Erst daraufhin wurde mir die Hardware zugeschickt. In allen 3 Kundengesprächen wurde mir versichert, dass die Hardware so schnell wie möglich verschickt werden würde, was allerdings nie der Fall war.
Es ist richtig, dass der Techniker die Freischaltung des Anschlusses nicht durchführen konnte, da bauliche Maßnahmen an der Endleitung notwendigen waren. Das Problem wurde allerdings Anfang August behoben (ich war zwischenzeitlich im Urlaub). Am 07.08. rief ich ein weiteres Mal bei Ihrem Kundenservice an, um einen neuen Termin zu vereinbaren.
Nachdem der mir mitgeteilte Termin trotz mehrfacher Anrufe nicht bearbeitet sondern lediglich verschoben wurde, wendete ich mich erneut schriftlich an Sie (Einschreiben mit Rückschein), forderte Sie auf, den Anschluss bis zum 07.09. freizuschalten und kündigte an, dass ich das Auftragsverhältnis bei Nichterfüllung als beendet ansehen würde. Von Ihnen erhielt ich daraufhin keine Reaktion. Auch auf ein weiteres Schreiben (Einschreiben mit Rückschein) mit der Forderung einer schriftlichen Bestätigung der Beendigung des Auftrags reagierten Sie nicht. Gleichzeitig stellten Sie mir ab dem 04.07. eine Leistung in Rechnung, die ich nicht erhielt. Nachdem ich die erste Rechnung bezahlte, ließ ich die zweite Rechnung rücküberweisen. Daraufhin erhielt ich von Ihnen Mahnungen, deren Höhepunkt die Sperrung meines Anschlusses war. Ich frage Sie, welchen Anschluss Sie gesperrt haben.
Außerdem habe ich Ihrer Mahnabteilung eine E-Mail geschrieben, die, wie meine übrigen Schreiben, unbeantwortet blieb.
Zudem wurde mir mehrfach von Ihrem Kundenservice versichert, dass sich jemand um meinen Fall kümmern und mich schnellstmöglich zurückrufen würde. Dies ist lediglich einmal passiert, in allen anderen Fällen habe ich nichts mehr von Ihrem Kundenservice gehört, sodass ich mich erneut gezwungen sah, bei Ihnen anzurufen.
Da Sie, mit Ausnahme des einen Technikertermins, keinerlei Leistung erbracht, sondern mir lediglich jede Menge Kosten verursacht haben, sehe ich nicht, auf welche Forderungen Sie verzichten können.
Es war mir wichtig, den Verlauf der Dinge den Tatsachen entsprechend darzustellen und bin ausgesprochen froh, dass ich mit Ihnen nichts weiter zu tun haben werde!
Ich habe die ReclaBox-Rückfrage nach dem Status der Beschwerde wie folgt beantwortet:
Beschwerde ist gelöst