Berlin, Hauptbahnhof, Sonntag,17.02.2013.
Zug aus Jena hat Verspätung. Obwohl im Zug zugesichert, hat Anschlusszug nach Prenzlau um 21:33 Uhr nicht gewartet. Ok.
Riesen-Gepäck, kann damit nicht herumrennen. Alle Fahrkartenautomaten in der Nähe sind außer Betrieb. Habe nur sehr wenig Zeit, der Zug um 22:33 Uhr ist meine allerallerletzte Möglichkeit, noch nach Hause bzw. wenigstens bis Angermünde zu kommen, wo schon jemand am Bahnhof auf mich wartet, den ich jetzt nicht mehr benachrichtigen kann.
Bin seit 4:00 Uhr morgens mit diesem Riesen-Gepäck unterwegs, bin völlig am Ende. Nun dieser allerletzte Zug, und ich will nach Hause! Kein Automat für Fahrkarten da, der funktioniert! Was tun?
Der Zug nach Angermünde kommt, Gott sei Dank, wenigstens das. Da ich nicht, wie schon so oft, die Nacht auf dem Hauptbahnhof verbringen will, steige ich ein. Ich bin nicht allein, viele Leute sind in dem Zug ohne Fahrkarte, weil sie alle das gleiche erlebten wie ich.
Nun die Kontrolle. Die nette Dame von der Bahn sagt mir glatt ins Gesicht, ich solle dann eben auf dem Bahnhof übernachten. Das wäre nicht ihr Problem, wenn die Dinger kaputt wären, das wäre immer so.
Allerdings bin ich der Einzige, der jetzt 40,-- € bezahlen muss. Bin allerdings auch der einzige Ausländer. Das ist doch nicht etwa Diskriminierung? Zufall? Willkür? Pech?
Jedenfalls vielen Dank, Deutsche Bahn, Euer Ruf wird so sicher nicht besser! Schlechter kann er ja sowieso kaum noch werden.
Motto:
Ist der Ruf erst ruiniert, zockt es sich meiner Meinung nach ganz ungeniert!
Meine Forderung an Deutsche Bahn:
Erstattung 40,-- €
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 2
Habe bisher noch keine Reaktion der Bahn über reclabox erhalten.
Bahn besteht darauf, dass ohne Ticket keiner einsteigen darf, gleichgültig ob er eine Moeglichkeit hatte und ob es der letzte Zug des Tages war, und ob nur deshalb die Eile, weil der Anschlusszug Verspaetung hatte. Das ist alles vom Kunden zu verantworten.