Ich war schon seit längerer Zeit aufgrund von jahrelangem Mobbing auf der Arbeitsstelle an schweren Depressionen und posttraumatischer Belastungsstörung erkrankt und arbeitsunfähig geschrieben. Auf Anraten der Ärzte kündigte ich diese Stelle. Ich dachte, nun hätte ich die Ruhe und die Zeit mich zu erholen. Dies war leider nicht der Fall.
Es verging kaum ein Tag ohne Anrufe oder Post der Ikk classic. Sogar die Sozialarbeiterin wurde zu mir nach Hause geschickt (man wollte mal sehen, wie es mir geht) und ich bekam eine Liste mit mir fremden Psychiatern, von denen ich mir einen aussuchen "durfte", da die Au's meiner Psychologin plötzlich nicht mehr ausreichten. Ich musste mich einer wildfremden, und zudem sehr unfreundlichen Ärztin gegenüber öffnen, damit diese erkennt, dass ich tatsächlich krank bin. Seelisch empfand ich es als Vergewaltigung. Aber damit nicht genug.
Ich wurde zudem zum MDK beordert, wo mir von einer Ärztin, die mich fünf Minuten kannte, erklärt wurde, dass ich arbeiten gehen könnte, nach dem Motto: Stellen Sie sich nicht so an. Meine Verzweiflung und Angst wurde danach beinahe unerträglich. Zudem wurde von mir erwartet, dass ich mich an verschiedene Hilfsorganisationen wenden solle, mit folgenden Worten: Also wenn die Ihnen nicht helfen können, kann es niemand. An wen ich mich daraufhin auch wandte, niemand konnte mir helfen, man war sogar sehr erstaunt darüber, dass die Ikk classik mich dorthin verwiesen hatte.
Der Gipfel jedoch war, dass ich im vergangenen Jahr einen Einschreibebrief bekam, dass die Ikk die Rente für mich eingereicht hätte, bzw. dass mein Reha-Antrag damit gleichzusetzen sei. Nun stellte sich aber heraus, dass dies gar nicht stimmte und ich umsonst gewartet habe. Auf Anfrage erhielt ich weder eine Begründung noch eine Erklärung dieser Handlungsweise. Mittlerweile werde ich vom Ambulanten Psychiatrischen Dienst betreut, weil ich mein Vertrauen in diese Institution komplett verloren habe. Viele Kosten und viel Leid wären erspart geblieben, wenn die Krankenkassenmitarbeiter verstanden hätten, dass sie es mit einem Menschen zu tun haben. Ich kann mit Sicherheit sagen, dass das Verhalten der Krankenkasse mich noch kränker gemacht hat. Und wie im Internet in verschiedenen Foren nachzulesen ist, bin ich bei weitem kein Einzelfall.
Meine Forderung an IKK classic:
Die Krankenkassen sollen endlich realisieren, dass sie es mit Menschen zu tun haben!
Richtet sich diese Beschwerde gegen Ihr Unternehmen?
kommentare und trackbacks 3
Ich habe während der vergangenen Jahre alles mögliche versucht, um eine Besserung herbeizuführen. Therapien, Reha und Selbsthilfegruppen brachten aber nicht den gewünschten Erfolg. Ich gebe trotzdem nicht auf, und werde auch weiterhin an meiner Genesung arbeiten. Aber die Prognosen sowohl meiner behandelnden Ärzte, als auch die Einschätzung der Krankenkasse sind negativ.
Ich habe keine Rückmeldung erhalten.
Ich habe nach wie vor keine Rückmeldung bekommen.